10 typische Fehler beim Jogging

Um den Alltag wieder etwas sportlicher zu gestalten, eignet sich Jogging als hervorragender Einstieg. Doch Vorsicht: Auch beim Jogging kann man zahlreiche Fehler machen, was viele nicht bedenken.

Jogging ist beliebt, gesund und in der Umsetzung denkbar einfach. Man benötigt lediglich geeignete Sportkleidung und Laufschuhe und schon kann es losgehen. Doch auch beim Jogging gibt es ein paar Regeln zu beachten oder klassische Fehler, die man problemlos vermeiden kann.

Jogging. Foto: Flickr by Ernst Moeksis

Jogging. Foto: Flickr by Ernst Moeksis

Einer der größten und häufigsten Fehler ist, sich selber zu überschätzen. Das betrifft in erster Linie Personen, die eine lange Zeit inaktiv waren und nun meinen, ohne Probleme und Training an die alten Leistungen anknüpfen zu können. Die Folge ist absehbar: Durch die Selbstüberschätzung versetzt man den Körper in einen Stresszustand und eins zwei fix ist die Motivation zum Sport treiben dahin. Doch die Selbstüberschätzung ist bei Weitem nicht der einzige Fehler oder Sünde, die Jogger begehen – das verdeutlicht folgende Übersicht:

Die 10 größten Sünden / Fehler beim Jogging

  • Joggen ohne Medizin-Check

Das betrifft vor allem Personen, die übergewichtig, krank, lange kein Sport betrieben haben und älter als 35 Jahre sind. Viele überschätzen sich einfach und trauen ihrem Körper zuviel zu. Das kann fatale Folgen haben. Daher sollte diese Personen lieber Vorsicht walten lassen und sich vor dem geplanten Jogging-Einstieg vom Arzt durchchecken lassen.

  • Falsche Laufschuhe

Unbedingt auf den richtigen Laufschuh achten. Dieser kann schon mal 80 € und mehr kosten, doch das ist gut investiertes Geld. Am besten im Fachhandel beraten lassen. Was es beim Kauf von Jogging-Schuhen alles zu beachten gibt, könnt ihr hier nachlesen.

  • Nicht aufwärmen

Ein beliebtes Thema. Viele Läufer ignorieren konsequent das Aufwärmen. Dabei sollte man die Muskulatur durch leichte Lockerungsübungen und einem gemäßigten Lauftempo zu Beginn des Training auf Betriebstemperatur bringen. Das Dehnen findet aber erst nach und alternativ in einer aktiven Pausen während des Laufens statt.

  • Hohes Anfangstempo

Zu Beginn der Laufeinheit sollte das Tempo mäßig sein. Leichtes Traben mit einer tiefen Atmung über 5 bis 10 Minuten ist ideal. Wer gleich Vollgas gibt, bei dem dauert es nicht lang, bis es zum Leistungseinbruch, Seitenstechen oder Herzrasen kommt.

  • Hohes Lauftempo zum Schluss

Am Ende des Trainings noch mal das Tempo extrem anziehen ist schwachsinnig. Es ist ratsam, zum Abschluss des Joggings ein langsameres Lauftempo anzuschlagen, was sich bis zu einem schnelle Gehen ziehen kann. Als Cool-Down ideal und der Puls wird schonend zurückgefahren. Ganz zum Ende ruhig noch ein paar Dehnübungen, wie bereits erwähnt.

  • Wenig trinken

Gerade jetzt wo es (endlich) wieder wärmer wird, sollte man beim Laufen regelmäßig zur Trinkflasche greifen. Alle 15 Minuten ein Schluck aus der Pulle ist für den Körper wichtig. Schließlich muss das entstehende Flüssigkeits- und Mineraldefizit, das durch das Schwitzen zum Tragen kommt, ausgeglichen werden. Wasser reicht vollkommen aus.

  • Als Anfänger in Gruppen laufen

Nur von abzuraten. Schnell orientiert man sich an der Laufleistung vermeintlich besser trainierter Läufer und schon kommt es zur Überbelastung. Als Anfänger sollte man die ersten Wochen allein seine Runden drehen, um das richtige Gefühl und Tempo für sich zu finden.

  • Täglich joggen gehen

Übermut tut selten gut! Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden. Der Körper braucht Pausen zur Regeneration, daher ist es nur empfehlenswert, pro Woche 3 bis 4 Mal über eine längere Distanz zu joggen, als täglich eine kürzere.

  • Spät abends joggen

Wer joggen gehen will, sollte das nicht zu spät tun. Zwischen körperlicher Belastung und Nachtruhe ist ein Zeitfenster von mindestens zwei Stunden einzuhalten. Ansonsten kann es durch den angeregten Stoffwechsel zu Schlafstörungen kommen.

  • Einseitiges Training – nur joggen, sonst nichts

Es ist sinnvoll, sich neben dem Laufen noch eine Ausgleichssportart zu suchen, bei dem auch andere Muskelgruppen (außer die Beine) beansprucht werden. Ob Schwimmen, Kraftsport oder irgendein Ballsport, ist egal.

So, das war mal ein kleiner Überblick über klassische Lauffehler. Die Liste schreit natürlich nach Vervollständigung. Falls ihr anderen Usern noch Tipps zum Jogging geben wollt, dann macht das am besten über die Kommentarfunktion.


3 Responses to 10 typische Fehler beim Jogging

  1. Mr. Sixpack 11. Juni 2010 at 14:40 #

    Hallo Rainer,

    sehr gute Auflistung der fatalsten Fehler die man beim Joggen begehen kann.

    Ich kann jeden Punkt absolut unterstreichen. Besonders das man nicht zu spät laufen sollte. Ich habe vor kurzem einen Artikel über die Regenerationszeit beim Fitness geschrieben und einer meiner Leser beklagte das er Abends schlecht einschlafen kann. Der Grund hierfür war, das er Abends direkt vom Joggen, in die Dusche und ins Bett ist.

    Wie du bereits geschrieben hast, sollte die Zeit zwischen Training und zu Bett gehen mindestens 2 Stunden betragen.

    Viele Grüße

  2. Jasmin 18. Juni 2010 at 12:50 #

    Ein super Artikel, gut geschrieben!
    Jetzt bleibt mir weiterhin nur noch rauszufinden, warum ich neuerdings häufig Magenkrämpfe nach dem Laufen bekomme – obwohl ich gut trainiert bin. 🙂

    Viele Grüße,
    Jasmin

  3. fitness maxx 13. Juni 2011 at 09:52 #

    Die Tipps sind echt sehr Gut ich muss auch mal wieder abfangen mit den Joggen. 10kg müssen wieder runter.
    Gruß

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