Älter werden dank Joggen: Wie viele Jahre man sich erlaufen kann

Jeder weiß, dass Laufen gesund ist und gesunde Menschen eine längere Lebenserwartung haben. Nun haben dänische Forscher von der Universität Kopenhagen untersucht, um wie viel Jahre man sein Leben durch Joggen bzw. Laufen verlängern kann. Wir zeigen euch das Ergebnis der Studie und liefern somit zusätzliche Motivation, sich öfter mal die Laufschuhe zu binden.

Wie viele Lebensjahre man sich erlaufen kann, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Allen voran müssen Häufigkeit, Laufdauer und Laufgeschwindigkeit berücksichtigt werden. Um das Ergebnis im Vorfeld kurz zusammenzufassen: Wer dreimal pro Woche joggen geht und dabei insgesamt maximal 2,4 Stunden bei mittlerem Tempo trainiert, gewinnt die meisten Lebensjahre – und zwar bis zu sechs Jahren!

Die goldene Mitte beim Lauftraining wählen

Entscheidend ist demnach, dass man beim Training so ziemlich in der goldenen Mitte liegt. Also nicht zu viel und nicht zu wenig, nicht zu lange und nicht zu schnell.

Joggen, Laufen. Foto: Flickr/Maxwell GS

Joggen, Laufen. Foto: Flickr/Maxwell GS

Die Langzeitstudie erstreckte sich über 35 Jahre und insgesamt wurden fast 17.600 gesunde Frauen und Männer im Alter von 20 bis 98 Jahren beobachtet, von denen rund 10 Prozent bekennende Läufer waren. Anhand der gewonnen Daten haben die Forscher die Wirkung vom Laufen auf das Sterblichkeitsrisiko umgerechnet. Das Ergebnis spricht Bände: Denn immerhin kann regelmäßiges Joggen das Gesamtsterblichkeitsrisiko um 44 Prozent senken. Abhängig von anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Alkoholkonsum wurde bei Frauen ein 40 prozentiges und bei Männern ein 31 prozentiges gesenktes Sterberisiko errechnet als bei Personen, die nicht laufen.

So verlängert Joggen das Leben

Bevor wir euch die Zahlen präsentieren, darf der Hinweis nicht fehlen, dass die Aussagen immer mit Vorsicht zu genießen sind und keine Allgemeingültigkeit besitzen. Jetzt aber zu den harten Fakten:

  • 60 Minuten joggen pro Woche senkt Sterberisiko um 32 Prozent ggü. Nicht-Läufern
  • 1 bis 2,4 Stunden joggen pro Woche senkt Sterberisiko um 42 Prozent ggü. Nicht-Läufern
  • 2,5 bis 4 Stunden joggen pro Woche senkt Sterberisiko um 21 Prozent ggü. Nicht-Läufern
  • Mehr als 4 Stunden joggen pro Wochen senkt Sterberisiko um 14 Prozent ggü. Nicht-Läufern

Und wie oft sollte man idealerweise laufen gehen? Laut Studie sollte man maximal dreimal pro Wochen ein Lauftraining absolvieren. Mit drei Einheiten wird das Sterberisiko um 60 Prozent gesenkt. Wer zu oft laufen geht, schadet der Gesundheit meist mehr als das man ihr etwas Gutes tut. Was das Lauftempo angeht, sollte tendenziell eher ein langsames Tempo angeschlagen werden. So lässt sich im Gegensatz zu den Nicht-Läufern das Risiko um bis 63 Prozent senken, mit einer moderaten Laufgeschwindigkeit immerhin noch um 47 Prozent reduzieren. Von einem zu schnellen Lauftempo ist dagegen abzuraten, zumal es auch in Sachen Lebensverlängerung nicht viel bringt. Im Gegenteil – die Studie kam zum Ergebnis, dass sich das Sterberisiko im Vergleich zu Nicht-Joggern erhöhen kann.

Fazit: Sportler leben länger und gesünder

Doch von dieser Aussage sollte man sich nicht beirren lassen. Denn die Studie erklärt nicht, wie schnell ein moderates oder schnelles Lauftempo genau ausfällt. Doch so oder so, eine Tatsache lässt sich nicht abstreiten: Die Studie hat mal wieder bewiesen, dass man mit Sport länger und gesünder leben kann, als wenn man ein Dasein als reine Couch-Potato fristet.


One Response to Älter werden dank Joggen: Wie viele Jahre man sich erlaufen kann

  1. Horst 25. April 2013 at 13:11 #

    Was soll denn ein Sterberisiko sein ? Also wenn ich heute ein Sterberisiko von 5% hab dann lauf ich ne Runde und dann sind es 2,8% das heisst ich sterbe dann nicht in 20 Tagen sondern erst in 42 Tagen.

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