Aqua-Pilates – Vorteile der Variante im Wasser

Wassersport ist hochgradig effektiv und so ist es wenig verwunderlich, dass immer mehr Sportangebote, wie Aqua-Cycling, Aqua Yoga, Aqua-Boxing oder Aqua-Jogging ins Wasser verlagert werden. Doch damit nicht genug. Denn auch Entspannungsprogramme wie Pilates finden den Weg ins feuchte Nass. Und schon ist Aqua-Pilates geboren.

Auf den ersten Blick sieht Aqua-Pilates wie Wassergymnastik aus. Die Kursteilnehmer joggen auf der Stelle, kreisen mit dem Fuß Wasser oder ziehen die Arme vor und zurück. Doch der Eindruck täuscht, denn der Unterschied liegt in der Ausführung der Übungen.

Augenmerk auf Atmung und Powerhouse
Beim Pilates im Wasser geht es vor allem um die innere Arbeit. Dabei stehen im Training die Atmung und das Powerhouse im Vordergrund. Powerhouse? Das Powerhouse besteht aus den in der Körpermitte liegenden Muskeln rund um die Wirbelsäule, den Beckenboden und die Rumpfmuskulatur. Und statt, wie beim Aqua-Fitness, nur mit dem Fuß Kreise durch das Wasser zu ziehen, sollen beim Aqua-Pilates gleichzeitig auch tief liegende Muskelgruppen, die in der Regel schwächer ausgebildet sind, angespannt werden.

Pilates-Vorerfahrung hilfreich
Das hat einen positiven Einfluss auf eine korrekte und gesunde Körperhaltung. Sich auf das Powerhouse und die richtige Atmung zu konzentrieren, fällt schon vielen Menschen zu Lande nicht gerade leicht, entsprechend anspruchsvoller ist das ganze im Wasser, wo der Körper wesentlich instabiler ist. Daher sollten die Kursteilnehmer über Pilates-Erfahrungen verfügen.

Absolute Neulinge können aber entsprechende Kurse buchen, in den eine Kombination von klassischem Pilates auf der Matte und Aqua-Pilates kombiniert werden. Das hat den Vorteil, dass die Teilnehmer so erstmal die Grundlagen lernen und verstehen, bevor sie dann im Schwimmbecken die Positionen einnehmen.

Aqua-Pilates: effektiv und zeitsparend
Doch nicht nur Entspannung steht beim Aqua-Pilates auf dem Programm. Schließlich will man ja auch seine Muskeln stärker und hierfür ist das Wasser der perfekte Trainingspartner. Für die einzelnen Übungen muss der Körper viermal so viel Muskelkraft aufbringen wie an Land, weil das Wasser einen rund 60-mal stärkeren Widerstand ausübt als die Luft. Außerdem werden durch den Auftrieb die Gelenke geschont, und der Druck wirkt zusätzlich wie eine sanfte Bindegewebsmassage. Durch diese Form der Lymphdrainage wird der Abtransport von Giften, die sich im Gewebe verstecken, gefördert.

Aqua-Pilates bietet aber noch einen weiteren Vorteil. Das Training im Pool ist durch seine hohe Effektivität um einiges kürzer. So liegt die optimale Trainingsdauer bei nur einer halben Stunde, zweimal in der Woche. Klassisches Pilates auf der Matte dauert im Vergleich gut eine Stunde.


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