Ein schöner Wachbrettbauch ist das charakteristischste Merkmal für einen athletischen und gut durchtrainierten Körper. Um diesen zu erreichen oder zu halten, muss natürlich die Bauchmuskulatur entsprechend trainiert, Ausdauersport betrieben und auf die Ernährung (fettarm) geachtet werden. Hinsichtlich des Bauchmuskeltrainings sind schier endlose Sätze mit hohen Wiederholungszahlen nicht das Allheilmittel.

Denn das ist ein Irrglaube. Und dieser basiert auf der Annahme, dass die Bauchmuskulatur eine vorwiegend tonische Muskulatur sei. Das bedeutet, dass sich die Bauchmuskeln aus mehr roten Muskelfasern zusammensetzen, bedingt durch ihre stützende Funktion. Rote Muskelfasern, oder auch Slow-Twitch-Fasern genannt, sind langsamer in ihrer Kraftentfaltung, ermüden dafür nicht so schnell. Am besten reagieren diese Muskelfasern, wenn mit hohen Wiederholungszahlen trainiert wird.

Doch neuere Untersuchungen haben ergeben, dass die Muskelfaserzusammensetzung im Bauch der restlichen Muskulatur gleicht, was durchaus einleuchtend ist. Denn was passiert, wenn ihr zum Beispiel durch einen unerwarteten Stoß das Gleichgewicht verliert? Dann sind die Bauchmuskeln für das schnelle Ausbalancieren nötig und in diesem Fall sind schnelle Muskelfasern (Fast-Twitch-Muskelfasern) gefragt.

Fazit: Trainiert eure Bauchmuskeln so wie jeden anderen Muskel auch. Wiederholungszahlen um die 100 mögen dem einen oder anderen Spaß machen, doch bessere Bauchmuskeln bekommt man dadurch nicht.

Besser ist es, die Wiederholungen, beispielsweise bei den Crunches, langsam und bewusst durchzuführen. Da kann eine Wiederholung schon mal 6 bis 8 Sekunden dauern. Vielmehr als 25 Wiederholungen dürften dann auch kaum möglich sein.

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