BCAA – Aminosäuren für mehr Muskel-Power

Kraftsportler sind immer auf der Suche nach Nahrungsergänzungsmittel. Zu den Lieblings-Supplements gehören Creatin, Protein oder Glutamin. Aber auch BCAA ist in Bodybuilder-Kreisen sehr begehrt. Doch was können diese vier Buchstaben, die mehr Power versprechen?

Hinter BCAA, Abkürzung für Branched Chain Amino Acids, verbergen sich drei Aminosäuren: Vialin, Leucin und Isoleucin. Sie sind besonders wertvoll und nehmen unter den kleinsten Bestandteilen der Eiweiße eine Sonderstellung ein. BCAAs sind nicht nur Baustoffe für Muskulatur und Gewebe, wie andere Aminosäuren, sonder erfüllen direkte Funktionen im Körper.

Ihre Vielseitigkeit macht sie zur Allzweckwaffe für alle, die Muskulatur aufbauen oder Fett abbauen möchten, ohne dabei die hart antrainierte Muskulatur zu verlieren.

Muskelaufbau
Der Muskel wächst, indem die Muskelzellen nach einem harten Training vermehrt Aminosäuren einbauen. Wie viel Aminosäuren die Muskelzelle zusätzlich einlagert und wie lange dieser anabole (sog. Eiweißaufbauende) Zustand anhält, kann man durch die gezielte Einnahme von BCAAs beeinflussen. Hierfür gelten drei bis vier Gramm vor und nach dem Krafttraining als ideal.

Hoch dosierte BCAAs verbessern außerdem den Nährstofftransport in den Muskelzellen. Die Zellen reagieren empfindlicher auf das Hormon Insulin, das anabolste Hormon unseres Körpers.

Nach dem Training gelangen Aminosäuren und Kohlenhydrate auf diese Weise vermehrt und schneller in die Muskelzellen. Und da mit den Kohlenhydraten gleichzeitig Flüssigkeit hineinfließt, erhöht sich das Muskelvolumen. Dadurch fühlt sich die Muskulatur nicht nur praller an, sondern sie ist es auch.

Muskelerhalt
BCAAs unterstützen nicht nur den Muskelaufbau, sie können auch einen Muskelabbau, dem so genannten katalbolen Effekt, verhindern bzw. stark verlangsamen. Das macht sie auch für den Ausdauersport interessant. Hartes Training bzw. eine unzureichende Energieversorgung während einer Diät oder Definitionsphase führen meist zu einem Abbau von Muskeleiweiß. Der Körper verbrennt Muskulatur zur Energiegewinnung. Ist jedoch der BCAA-Spiegel im Blut erhöht, werden zuerst diese verbrannt und das Muskeleiweiß bleibt verschont.

Für Diätphasen gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für den Muskelaufbau.

Nebenwirkungen
Es ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. So können bei einer übermäßigen Dosierung von BCAA erhebliche Nebenwirkungen auftreten. Diese treten in Form von Magen- und Darmbeschwerden, vor allem Durchfall, nieder.

Tipps für die Anschaffung
BCAAs werden in unterschiedlicher Form angeboten: Tabletten, Kapseln oder Pulver. Tabletten sind leicht zu dosieren und zudem relativ preisgünstig. Andererseits gehen die BCAAs durch die längere Verdauung langsamer ins Blut über. Das sollte bei der Einnahme auf jeden Fall beachtet werden. Kapseln sind zwar etwas teurer, jedoch ebenfalls exakt zu dosieren. Zudem stellen sie dem Körper den Wirkstoff schnell zur Verfügung. Kapseln und Tabletten sind besonders während der Definitionsphase praktisch für unterwegs.

Wer es preisgünstig mag, sollte auf die Pulverform des BCAA zurückgreifen. Der Nachteil ist nur die etwas schlechtere Dosierung und es ist unterwegs weniger praktisch.

Beim Kauf solltet ihr auch auf das Mischverhältnis des BCAAs achten. Optimal sind zwei Teile Leucin zu jeweils einem Teil Isoleucin und Valin.


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