Beim Lauftraining auf Gewichtsmanschetten oder –westen verzichten

Um möglichst effektiv zu trainieren, binden sich einige Jogger gerne Gewichtsmanschette um die Unterschenkel oder tragen kiloschwere Gewichtswesten. Doch von solchen Trainingsmitteln ist abzuraten.

Generell sind Zusatzgewichte, egal ob an den Knöcheln oder am Oberkörper getragen, hinderlich und stören erheblich den natürlich Bewegungsablauf. Langfristig kann sich dadurch sogar die Lauftechnik verschlechtern, da man schwerfälliger, langsamer und unökonomischer läuft.

Zudem stellen die Gewichtsmanschetten für die Unterschenkel eine unnötige Belastung für die Sprunggelenke und das Fußgewölbe dar. Im schlimmsten Falle kommt es zur Überbelastung, was letztlich zu Verletzungen führt.

Gewichtswesten sinnvoll beim Krafttraining

Ähnlich sieht es mit den Gewichtswesten aus. Diese haben keinen positiven Effekt während des Ausdauertrainings. Sinnvoller wäre es dagegen, solche Westen beim Krafttraining zu tragen. Hier können sie vor allem bei Körperübungen wunderbar zum Einsatz kommen: Klimmzüge, Dips, Kniebeuge oder Ausfallschritt! Zudem sind Gewichtswesten beim Fitness um einiges komfortabler, als wenn man sich beispielsweise eine Hantelscheibe zwischen die Bein klemmt, um das Training zu intensivieren. Billig sind die Westen jedoch nicht und ein Kostenpunkt um 100,- Euro sollte einkalkuliert werden.

Intensität durch Tempoläufe steigern

Statt Manschetten und Westen beim Ausdauertraining zu tragen, empfiehlt es sich, dieIntensität durch Steigerungsläufe zu erhöhen. Hierfür ist es vollkommen ausreichend, wenn das Tempo auf einer Strecke von 80 bis 120 Metern von locker bis zum Sprint gesteigert wird. Pro Trainingseinheit können mehrere Steigerungsläufe eingebaut werden.

Bergläufe als gutes Ganzkörpertraining

Neben dem Intervalltraining eignen sich auch Bergläufe mit kräftigem Armeinsatz zur Intensitätssteigerung. Zudem wird auch der gesamte Körper bei gut dosierten Bergläufen mittrainiert, da neben den Beinen auch Oberkörper, Bauch- und Beckenbodenbereich volle Leistung bringen.

Widerstandsläufe effektiv – aber auch gefährlich

Als eine weitere Alternative könnt ihr auch Widerstandsläufe ins Training einfließen lassen. Ob im Sand, Wasser, Schnee oder Querfeldein – den Phantasien sind keine Grenzen gesetzt. Doch vor allem Laufuntergründe wie Sand, Schnee oder das Gelände bringen ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich. Daher unbedingt Augen auf beim Laufen.

Fazit:

Gewichtswesten oder –manschetten haben beim Lauftraining nichts verloren. Wer sein Training intensivieren will, kann auf die oben angesprochenen verschiedenen Trainingsvarianten zurückgreifen, um mehr Pfeffer in das Lauftraining zu bringen. Beim Kraftsport stellen Zusatzgewichte aber durchaus eine sinnvolle Erweiterung dar.


One Response to Beim Lauftraining auf Gewichtsmanschetten oder –westen verzichten

  1. Tim 13. Juli 2009 at 17:51 #

    Auch auf modernen Laufbändern kann man verschiedenste Möglichkeiten der Trainingsintensivierung erreichen. Zum Beispiel: Steigungsläufe, Geschwindigkeit variieren, Berg-Talstrecken laufen, … Es gibt fast keine Grenzen. Jedoch an frischer Luft zu Laufen ist doch am besten 🙂

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