2 Jun 2010
Der Bizeps ist wohl der Muskel mit dem höchsten Prestige – zumindest in der Männerwelt. Doch damit das Training der „Keulen“ effektiver wird, sollte man immer wieder die Griffhaltung bei den einzelnen Übungen ändern. Wir klären auf.
Bizepstraining gehört für viele Kraftsportler zur absoluten Lieblingsbeschäftigung. Kaum ein anderer Muskel steht für Athletik und Kraft. Zudem lassen sich am Oberarm relativ schnell Muskeln aufbauen. Das liegt zum einen in der relativ kleinen Größe sowie in der Tatsache, dass der Bizeps als Hilfsmuskel bei vielen anderen Übungen (vor allem für den Rückenbereich) mittrainiert wird. Außerdem wird der Bizepskult bei Männern schon in der Kindheit geprägt. Schließlich wurde immer erst der Arm angehoben, das T-Shirt beiseite gezogen und dann mächtig geposet, wenn man seine Muskeln zeigen wollte.
Trizeps wichtig für Oberarmvolumen
Aber nicht vergessen: Der Bizeps ist weniger für einen großen, imposanten Oberarm verantwortlich als sein Gegenspieler, der Trizeps. Auch wer straffere Arme bekommen will, sollte dem Trizeps genau soviel Beachtung schenken wie dem Bizeps. Nur so kann man effektiv den „Winke-„ oder „Pudding-Arm“ vorbeugen.
Griffpositionen für Bizepstraining
Es gibt diverse gute Bizepsübungen. In erster Linie natürlich alle diversen Bizepscurls mit Lang-, Kurzhantel oder an der Maschine. Der Bizepscurl lässt sich zudem in neun verschiedenen Varianten ausführen (Hammercurl, Konzentrationscurl, etc. pp.) – ihr kennt sie alle
Dabei können sowohl Lang- als auch Kurzhanteln verwendet und die Griffhaltung verändert werden. Man unterscheidet bei den unterschiedlichen Griffhaltungen zwischen dem Untergriff (Handrücken zeigt nach oben) und dem Hammergriff (Handrücken zeigt nach außen).
Die Griffposition an der SZ-Stange bietet hingegen einen Mittelweg zwischen Unter- und Hammergriff. Vor allem wer beim Bizepstraining mit der Langhantel Beschwerden im Unterarmbereich oder Handgelenk hat, findet in der SZ-Stange eine hilfreiche Alternative. Die Hände sind dabei weniger nach außen rotiert, wodurch die Sehnenscheiden der sich am Unterarm befindlichen Muskeln entlastet werden.
Welcher Griff ist am besten für Muskelaufbau?
Wichtiger Hinweis: Für den Muskelaufbau bzw. –entwicklung zeigen sich kaum Unterschiede zwischen dem Unter- und dem Hammergriff. Dennoch ist es nur empfehlenswert, die Griffposition regelmäßig (ob von Training zu Training oder Trainingsplan zu Trainingsplan) zu variieren. So kann sich der Bizeps nicht an die Belastungen gewöhnen und durch die unterschiedlich entstehenden Belastungsreize lassen sich im Hinblick auf die Muskelaufbau, Straffung und Kraftsteigerung bessere Ergebnisse erzielen.
Oberarmgriff zielt auf Unterarm
Der Obergriff ist im Gegensatz zum Unter- oder Hammergriff zum Bizepstraining weniger geeignet, da hierbei eine geringe Muskelaktivität im Bizeps zu verzeichnen ist. Bei der Übung Langhantel Curl Reverse, bei dem die Hantel im Obergriff gefasst wird, erhält der Bizeps Unterstützung durch zwei kleine Hilfsmuskeln: dem Oberarmmuskel (Brachialis) und dem Oberarmspeichermuskel (Brachioradialis). Dadurch wird vermehrt der Unterarm trainiert, was aber beim Armtraining auch nicht gänzlich vergessen werden sollte. Denn je weiter der Handrücken nach oben zeigt, desto schlechter kann der Bizeps seine Kraft entfalten.
Na dann, viel Spaß beim nächsten Armtraining und immer schön an den Trizeps und die unterschiedlichen Griffpositionen denken.
Mehr zu diesem Thema hier im Blog:
One Response for "Bizeps-Training: Unterschiedliche Griffposition und deren Wirkung"
Der Trizeps macht ca. 2/3 der Oberarmmasse aus und sollte deshalb auf keinen Fall vernachlässigt werden. Ein gutes Armtraining besteht deshalb immer der gleichen Anzahl an Trizeps- und Bizepsübungen sowie mindestens einer Übung, die die Belastung vorrangig auf die Unterarme legt (z.B. Hammercurls oder reverse Langhantelcurls).
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