Bouldern: Mehr Muskeln dank Klettern

Bouldern ist eine beliebte Disziplin im Klettersport, bei der sich die Sportler in geringer Höhe an Felsen oder Kletterhallen bewegen. Besonders für alle, die nicht wirklich schwindelfrei sind, ist Bouldern eine gute Alternative, die zugleich viel Kraft und Muskeln gibt.

In Kletterhallen sieht man diese Kletterspezialisten oftmals im Kinderbereich turnen. Doch kinderleicht ist dieser Sport beileibe nicht. Denn es bedarf schon jeder Menge Erfahrung, guter Klettertechnik und natürlich viel Kraft, um sich auch knapp über dem Boden (rund 1 Meter) kopfüber oder seitwärts an Felsen oder der Kletterwand entlangzukrackseln. Selbstverständlich kann Bouldern auch in freier Natur ausgeübt werden, wobei die Athleten ohne Sicherheitsausrüstung wie Gurte oder Kletterseil unterwegs sind, da die Sturzgefahr aus der geringen Höhe in der Regel kein großes Risiko darstellt. Lediglich bestimmte Matten gehören zur Standardausrüstung, doch dazu später mehr.

Bouldern: Welche Muskeln werden gebraucht?

Boulder. Klettern. Rücken. Foto: Flickr/Hagbard_

Boulder. Klettern. Rücken. Foto: Flickr/Hagbard_

Wer ein gutes Kraftausdauer- und Muskelaufbautraining der besonderen Art probieren will, sollte diesen Trendsport ausprobieren. Nicht umsonst haben erfahrene und langjährige Kletterer einen echten Adoniskörper, da nahezu jede Muskelgruppe beim Klettern trainiert wird. Primär kommt es auf Kraft in den Fingern, Händen, Armen und Schultern an, aber auch der Latissimus, Bauch oder die Beine werden gefordert. Doch Maximalkraft alleine reicht nicht. Entscheidend beim Bouldern ist ebenso die Schnell- als auch Kraftausdauer.

Bouldern könnte zudem als ideale Alternative zum Krafttraining ausprobiert werden. Einfach in die nächste Kletterhalle und sich in dieser durchaus anspruchsvollen Kletterdisziplin versuchen. Schon nach wenigen Sekunden wird man merken, wie sehr das Bouldern die Muskeln beansprucht.

Bouldern Ausrüstung: Was wird benötigt?

Doch ganz ohne Ausrüstung funktioniert Bouldern dann doch nicht. Dabei gehören Kletterschuhe, Chalk Bag (Kreidetasche) und Crash Pad zum wichtigsten Equipment.

Ohne spezielle Kletterschuhe kann man Bouldern eigentlich gleich vergessen. Denn nur so könnt ihr die kleinsten Felsvorsprünge überhaupt spüren. Die Schuhe müssen sehr eng sitzen und kosten rund 150 Euro. Ebenso wichtig ist die Kreide. Damit diese immer Griffbereit ist, wird die Kreide am besten in die am Gürtel zu befestigende Chalk Bag platziert. Diese kostet etwas 20 Euro in der Anschaffung. Nur so bleiben die Hände trocken und griffig. Andernfalls wird man dank feuchter Hände schnell abrutschen und runterfallen. Im Idealfall landet man auf den sog. Chrash Pads. Das sind Matten zum Bouldern, die als einzige Schutzmaßnahme dienen. Die Chrash Pads gibt es in unterschiedlichen Dicken und Großen und sollten vorsichtshalber unterhalb der Kletterroute gelegt werden. Der Preis für die Bouldermatten liegt bei ungefähr 300 Euro.

Bevor man an Felsen in freier Natur Bouldern geht, sollte man unbedingt einige Male in einer Halle trainiert. Wichtig ist auch, dass immer ein zweiter Kletterpartner dabei ist. Dieser kann nicht nur motivierend zur Seite stehen, sondern auch bei einem drohenden Sturz präventiv eingreifen.

Falls ihr weitere Informationen zu diesem muskelgarantierenden Klettersport haben wollt, werdet ihr auf dieser Homepage garantiert fündig.


2 Responses to Bouldern: Mehr Muskeln dank Klettern

  1. Stanislav Silbermann 18. August 2011 at 16:30 #

    Schöner Beitrag. Ich war ein paar mal in einem Kletterhalle und habe mich auch in der freuen Wildbahn an verschiedenen Felsen, Mauern und sonst welchen Bauten probiert und kann nahezu alles bestätigen. Es ist enorm anstrengend und anfangs spürt man es vor allem in den Fingern und den Unterarmen. Wenn diese schwächsten Glieder aber erstmal stark genug sind ist der ganze Körper mit viel Klettertechnik gefragt.

    Also ich würde, bevor man sich von den hohen Anschaffungskosten abgeschreckt fühlt, eine Kletterhalle in der Nähe suchen, ein paar Freunde schnappen und es einfachmal ausprobieren. Es macht tierischen Spaß!

    Schöne Grüße, Sammi

  2. Dominik 16. Dezember 2013 at 16:47 #

    Ebenfalls ein sehr schöner Beitrag. Ich kann auch diesbezüglich nur alles bestätigen, was in Deinem Beitrag steht. Bouldern ist sehr sehr anstregend. Anfangs bei mir taten auch sehr die Finger und die Unterarme weh.

    Aber es macht tierischen Spaß. Mein Traum wäre das Himalaya!!

    Mal schauen, ob ich das schaffe 🙂

    Grüße,

    Dom

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