Die 7 größten Fitness-Mythen

Fitness-Mythen gibt es wie Sand am Meer. Jeder kennt welche und gibt sie durchaus auch als gut gemeinte Ratschläge weiter. Wir haben uns ins Märchenland begeben und die größten Fitness-Mythen für euch mitgebracht.

Gerade beim Sport gibt es unzählige gut gemeinte Tipps, die sich als unwahr herausstellen. Mindert Sex wirklich die Leistungsfähigkeit? Ist tägliches Training wirklich sinnlos? Nimmt man wirklich nur mit Ausdauertraining ab? Oder kann man mit Sport wirklich Cellulite loswerden?

Auf diese und andere Thesen wollen wir im Folgenden kurz eingehen.

 

Fitness-Mythen: Top 7

Sex vor dem Training beeinflusst die körperliche Leistungsfähigkeit
Ein heikles Thema und immer wieder bekommt man zu hören, dass Trainern ihren Sportler ein Sexverbot vor dem Wettkampf aussprechen. Es gibt aber keine sportwissenschaftlichen Untersuchungen darüber, ob Sex vor dem Training wirklich die Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst. Aber dennoch gibt es ein Argument, was man in Betracht ziehen muss: Aufgrund des angenehmen Entspannungsgefühls kann die mentale Grundspannung und Fokussierung etwas leiden.

Nahrungsergänzungsmittel steigern die Leistung
Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen und auf ein Wunder hoffen, funktioniert nicht. Erst einmal muss ein Bedarf durch Training geschaffen werden. Ebenso sind die richtige Dosierung und der richtige Zeitpunkt ausschlaggebend, um die Leistung zu verbessern.

Wer schwitzt, ist nicht fit
Ein der größter Klassiker aller Fitness-Mythen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Wer Sport treibt, verfügt über eine bessere Thermoregulation – die Muskeln sind leistungsfähiger und geben bei einer hohen Belastung mehr Schweiß ab. Schwitzen ist also ein Ausdruck von Fitness.

Tägliches Training ergibt keinen Sinn
Nicht unbedingt. Natürlich sind das Training und die Erholungshasen für eine positive Entwicklung wichtig, aber bei einer intelligenten Trainingsplangestaltung, einer optimierten Ernährung und der Einbindung regenerativer Trainingsformen ist nichts gegen ein tägliches Training einzuwenden.

Nur durch Ausdauertraining nehme ich ab
Stimmt nicht – und obwohl man es immer wieder zu hören bekommt. Um eine Reduktion des Körpergewichts zu erreichen, sollte man eine Negativdifferenz zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch herbeiführen. Jede Art der Bewegung ist geeignet, das Ziel zu erreichen, und am Ende des Tages wird Bilanz gezogen. Wichtig ist, dass man sich Bewegungsarten aussucht, die einem Spaß machen. Dies erhält die Motivationsspannung. Eine erfolgreiche Formel im Kampf gegen das Übergewicht: Ausdauersport mit Krafttraining kombinieren, da Muskeln wahre Energieöfen sind und den Grundumsatz ankurbeln.

Ab einem gewissen Alter bringt Sport nichts mehr
Es steht außer Frage, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit mit zunehmenden Alter verringert. Aber es gibt eindeutige Studien, die belegen, dass eine Verbesserung der Gesundheit und Fitness in jedem Alter möglich ist. Ausschlaggebend hierfür ist nur, ein zielgerichtetes und an den eigenen Gesundheitszustand angepasstes Training durchzuführen.

Mit Sport bekämpfe ich Cellulite
Auch leider ein Mythos. Cellulite unterliegt genetischen und hormonellen Faktoren, und es gibt derzeit keine Maßnahmen, die die kleinen Hautdellen gänzlich beseitigen. Allerdings kann man durch Ausdauer- und vor allem Krafttraining die Muskulatur unterhalb des Bindegewebes straffen und eine Zustandsverbesserung herbeiführen.

Man sollte also nicht immer alles glauben, was man im Fitnessstudio hört oder von Freunden empfohlen bekommt. Wer einem Fitness-Mythos entgehen will, sollte gut gemeinte Trainingstipps kritisch hinterfragen und sich von Experten eine zweite Meinung einholen lassen.

Es gibt natürlich noch unendlich weitere Mythen. Ihr kennt noch welche und wollt die Community davor bewahren? Dann bitte kommentieren.


4 Responses to Die 7 größten Fitness-Mythen

  1. Jasmin 20. August 2012 at 06:25 #

    Alsol Sex vor dem Sport ist wirklich ein heikles Thema, vor allem weil es die Fachwelt unterschiedlich betrachtet. Du schreibst hier, dass es die Leistung nicht beeinflusst. Ich habe am Wochenende in einem Beitrag wieder genau das Gegenteil gelesen. Dort stand, dass man es vor sportlichen Anstrengungen vermeiden sollte, Sex zu haben. Doch wie bei allem kommt es wohl auch hier darauf an, wie man selbst damit umgeht, bzw. wie es einen beeinflusst.

  2. Hannes 27. August 2012 at 12:24 #

    Ich hätte vielleicht noch eine weiteren Punkt für Ihre Liste. Wie ist das mit dem Satz „Sport nach dem Essen ist nicht gesund“?. Natürlich, wenn ich so satt bin, dass ich mich nicht mehr rühren kann, tut ich mich schwer mit Bewegung. Und mir ist auch bewusst, dass die Verdauung den Körper beschäftigt. Aber mit völlig leerem Magen zu Höchstleistungen anzutreten, kann doch auch nicht effektiv sein, oder?

  3. Andreas 28. August 2012 at 01:10 #

    @Hannes…es spricht nichts dagegen vor dem Sport etwas zu essen, jedoch sollte es etwas leicht verdauliches und kohlenhydratreiches sein. Oft werden hier Bananen empfohlen. Ich persönlich kann viel besser auf nüchternen Magen trainieren, als ich mal versuchte vor dem Joggen eine Banane zu essen, wurde mir beim Laufen schlecht. Das ging gar nicht. Wichtig ist nach dem Sport etwas proteinreiches zu essen.

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