Schon wieder schafft es eine Trendsportart, die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten hat, immer mehr Menschen in ihren Bann zu ziehen. Der Begriff Slackline bedeutet wortwörtlich ins Deutsche übersetzt soviel wie Schlaffseil, was sich natürlich nicht ganz so cool wie der englische Ausdruck dafür anhört. Auf diesem Schlaffseil, das an zwei Befestigungspunkten festgezurrt wird, werden der Seilakrobatik nicht unähnlich, Balancierübungen vorgenommen. Es gibt hierbei einen gravierenden Unterschied im Material und in der Spannung. Das Drahtseil der Seiltänzer ist im Gegensatz zum Schlauchband der Slackliner nicht annähernd so flexibel und wird härter gespannt. Die Idee dazu ist schon in den Achtziger Jahren in amerikanischen Klettercamps entstanden, um die entstehende Langeweile oder den Lagerkoller zu bekämpfen. Seitdem diente diese Art der Beschäftigungstherapie Sportlern wie dem Extremkletterer Heinz Zak oder den Skifahrern Bode Miller und Ingemar Stenmark als zusätzliche Trainingsmöglichkeit, die hervorragend das Gleichgewicht trainiert und die Konzentrationsfähigkeit schult.

Mittlerweile hat es das Slacklinen aber geschafft aus dieser Nische herauszutreten und die Massen zu faszinieren. So wird die Trendsportart immer populärer, was auch beim ersten europäischen Slackline-Festival, welches 2006 von Heinz Zak ins Leben gerufen wurde, zu sehen war. Neben Surfern und Skateboardern, die mittlerweile das Slacklinen als Trockentraining für sich entdeckt haben, wird es auch von der breiten Masse, einfach zum Spaß in Parks oder Schulhöfen praktiziert. Meist ist es dann die am meisten verbreitete Art den Slacklinings, das Low- oder Tricklining, das eine geringe Höhe des schwach gespannten Schlauchbandes vorsieht, was das Verletzungsrisiko minimiert und sich deshalb auch für Anfänger empfiehlt. Dann kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und mehrere Tricks ausprobieren. Die gängigsten sind z. B. rückwärts zu laufen, sich umzudrehen oder sich hinzulegen. Davon abgesehen haben sich noch einige weitere Unterarten des Trendsports wie unter anderem das Longlining oder das Highlining entwickelt. Bei letzterem wird das Seil in einigen hundert Metern Höhe angebracht, weshalb dies nur Profis vorbehalten sein sollte.

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