Die perfekte Tageszeit zum Laufen – gibt es sie wirklich?

Laufen ist umkompliziert! Es bedarf keiner Mitgliedschaft in irgendeinem Studio und man kann es zu jeder Tageszeit machen. Dabei stellen sich viele Freizeitläufer oft die Frage, welche ist denn die beste Tageszeit zum Laufen? Die Antwort ist ganz einfach: es gibt sie nicht.

Jeder Mensch ist unterschiedlich und jeder kennt seine persönliche Tageszeit, wenn man am leistungsfähigsten ist. Zu der sollte man eigentlich auch Laufen gehen. Dabei kommen uns aber leider immer wieder Beruf oder andere Termine in die Quere, so dass man umdisponieren muss. Doch während die einen am liebsten morgens vor dem Frühstück ihre Runde im Wald drehen, wollen die anderen es bevorzugt am Abend machen.

Fettverbrennung morgens am besten

Wer durch das Laufen in erster Linie Gewicht verlieren und Fett verbrennen will, sollte dies möglichst am frühen Morgen machen – am besten noch vor dem Frühstück.

Jogging. Foto: Flickr by mikebaird

Jogging. Foto: Flickr by mikebaird

Denn schließlich haben sich die Kohlenhydratspeicher über die Nacht geleert, so dass der Körper bei der morgendlichen Ausdauerbelastung schneller auf die Fettdepots zurückgreift. Dabei darf aber auch nicht vergessen werden, dass das Laufen in den frühen Morgenstunden nicht ganz unbedenklich ist.

Hierfür gibt es drei Gründen:

  • Nach dem Aufstehen ist die Gelenksflüssigkeit etwas zäher und die Muskulatur durch die Ruhephase unbeweglicher. Entsprechend benötigen viele Läufer beim Morgenjogging etwas mehr Zeit, bis der lockere Laufschritt erreicht ist.
  • Ein wichtiger Aspekt ist der Flüssigkeitsdefizit, der nach dem Aufstehen im Körper herrscht. Wer jetzt gleich losläuft ohne etwa zu Trinken, tut sich keinen Gefallen und mutet dem Körper einiges zu. Und ein Leistungsabfall ist dann nur eine Frage der Zeit. Daher ist es ratsam, vor dem Laufen ein ordentliches Glas Wasser zu trinken. Finger weg von Kaffee: den dieser entzieht dem Körper bekanntermaßen nur Flüssigkeit.
  • Zudem ist beim Morgenlaufen die Verletzungs- und Unfallgefahr erhöht. Die Ursache ist einleuchtend. Schließlich mag der ein oder andere noch schläfrig sein, was sich negativ auf den Bewegungsablauf und die koordinative Kontrolle ausübt. Wer nicht aufpasst, kann schnell umknicken oder läuft einfach unrund etc. pp.

Doch diese „Gefahren“ sind sehr überschaubar und werden keinen davon abhalten, sein Lauftraining morgens zu absolvieren. Auch ich bin eher der Morgen-Typ, da ich so Kraft für den Tag tanken kann und meinen Kopf und Geist schon frühmöglich mit Sauerstoff „voll pumpen“ will. Andere schwören auf das Laufen am Abend, weil sie einfach mehr Energie verspüren.

Morgens, mittags, abends – ganz egal

Ich finde, man sollte auch das ganze Gerede über den Biorhythmus außer Acht lassen. Denn schließlich wird jeder für sich entscheiden können, wenn das Laufen am meisten Spaß macht und wann man sich am besten fühlt. Dabei ist es auch nicht schlecht, wenn die Tageszeit zum Laufen immer mal wieder gewechselt wird.

Also, unser Tipp: hört auf euer Körpergefühl. Schließlich ist und bleibt die Hauptsache, dass wir uns überhaupt zum Laufen aufraffen können. Morgens oder abends ist eigentlich schnurzpiepegal.

Wie schaut’s aus: Wann lauft ihr am liebtsten und warum?


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