Die richtige Laufbekleidung im Winter

Die richtige Laufbekleidung im Winter ist enorm wichtig, damit Jogger das Lauftraining bei eisiger Kälte und Schnee auch in vollen Zügen genießen können. Doch was ist bei der optimalen Laufbekleidung für den Winter zu beachten? Was sollte man beim Winter-Joggen tragen? Antworten und wichtige Tipps für die richtige Laufbekleidung im Winter gibt es im Folgenden.

Im Winter ist es gar nicht so einfach, die richtige Regulation der Körpertemperatur beim Joggen und anderen Outdoorsportarten zu erzielen. Die Schweißbildung kann schnell zur Erkältungsquelle werden, wenn man nicht richtig angezogen ist. Daher muss die Feuchtigkeit vom Körper bzw. wegtransportiert werden und die kalte Luft darf nicht durch die Laufkleidung kommen. Doch bevor man sich vollkommen luftdicht verpackt und Gefahr läuft, sich zu überhitzen, ist richtige Funktionskleidung zu empfehlen.

Laufbekleidung im Winter: Wie dick anziehen?

Es ist wichtig, dass beim Joggen im Winter ein angenehmes Klima auf der Haut erzielt wird. Doch viele Sportler ziehen sich zur kalten Jahreszeit zu dick oder zu dünn an. Das lässt sich mit einer praktischen Faustregel umgehen: Die Laufbekleidung im Winter sollte immer so gewählt werden, dass man anfangs leicht friert! Nach den ersten Minuten des Lauftrainings kommt man auf Betriebstemperatur und von anfänglichen Kälte ist nichts mehr zu spüren.

Laufen, Joggen, Winter. Foto: Flickr/AlexDixon

Laufen, Joggen, Winter. Foto: Flickr/AlexDixon

Nun werden aber die einzelnen Kleidungsstücke für das Laufen im Winter vorgestellt und erklärt, was bei Laufhose, Weste, Shirts oder Handschuhen zu beachten ist.

Richtige Laufbekleidung im Winter: Laufhose

Die Laufhose spielt beim Lauftraining im Winter eine wichtige Rolle und muss zwei wichtige Eigenschaften erfüllen: 1.) Die Laufhose muss Wärme speichern. Daher beim Kauf darauf achten, dass die Hose gefüttert und wattiert ist. 2.) Die Laufhose muss eine windabweisende Funktion bieten. Nur so ist gewährleistet, dass die Beine und Muskeln warm bleiben und kalter Wind nicht durchdringt. 3.) Die Laufhose im Winter muss atmungsaktiv sein. So kann die durch Schweiß entstehende Feuchtigkeit nach außen geleitet werden, wodurch der Körper trocken bleibt, nicht auskühlt und der Erkältungsgefahr entgegengewirkt wird.

Im Handel werden spezielle Lauf-Tights (enganliegende Laufhosen) für jede Jahreszeit angeboten. Die Modelle für das Winterlauftraining sind gefütterte lange Hosen und ideal geeignet.

Richtige Laufbekleidung im Winter: Oberbekleidung

Der Oberkörper muss beim Laufen im Winter ebenfalls warm gehalten werden. Hierfür hat sich das Zwiebelprinzip bewährt, bei dem mehrere atmungsaktive Bekleidungsschichten wie Funktionsshirt, Laufshirts und Laufjacke kombiniert werden.

  • 1. Schicht: Funktionsshirt

Das Funktionsshirt (Funktionsunterhemd) ist beim Laufen im Winter immer die erste Schicht. Sie sollte eng am Körper anliegen, damit die Feuchtigkeit von allen Hautstellen wegtransportiert werden kann. Die Funktionswäsche gehört auch zur Standardausrüstung beim Skifahren.

  • 2. Schicht: Laufshirt

Als zweite Schicht wird ein langärmeliges Laufshirt getragen, welches ebenfalls eng am Körper anliegt. Sie dienen als Zwischenschicht zwischen Funktionswäsche auf der Haut und der Oberschicht (bspw. Laufjacke). So wird gewährleistet, dass der Stoff die Feuchtigkeit aufnimmt und weiter zur Außenseite transportiert. Beim Kauf eines Laufshirts darauf achten, dass der Kragen gut abschließt und dass die Ärmel mittels entsprechender Lasche über den Daumen gezogen werden können. Um die Atmungsaktivität zu erhöhen, sind Mesheinsätze (Netzstoff im Inneren) hilfreich, während Membranen auf der Vorderseite vor Wind schützen.

  • 3. Schicht: Laufjacke

Die äußere Schicht für die richtige Laufbekleidung im Winter besteht aus einem wärmenden Oberteile, Funktionsjacken oder Microfaserjacken. Die Funktionsjacke bietet gerade bei sehr kalten Minusgraden optimalen Schutz, wobei das Material wind- und wasserabweisend sein sollte. Die Laufjacke sollte zwar körpernah, aber nicht zu eng sitzen, damit der nötige Bewegungsfreiraum beim Joggen nicht eingeschränkt wird. Die Laufjacke für den Winter sollte zudem über reflektierende Elemente verfügen, damit eine erhöhte Sichtbarkeit in der Dunkelheit gewährleistet ist.

Ein leichtes Läuferfleece kann zusätzlich mit der Laufjacke kombiniert werden. Eng anliegende Laufwesten hingegen sind geeignet, um die Körpermitte warm zu halten und können in Kombination mit dem richtigen Langarmshirt getragen werden.

Richtige Laufbekleidung im Winter: Mütze und Handschuhe

Da der Körper viel Wärme über den Kopf abgibt, ist eine Laufmütze eine sinnvolle Ergänzung für das Training in den kalten Wintermonaten. Die Mütze muss unbedingt atmungsaktiv sein und den Kopf, die Ohren und im Idealfall auch den Nackenbereich gut abdecken. Als Alternative kann auch ein atmungsaktives Stirnband zum Laufen eingesetzt werden.

Dünne Laufhandschuhe sind ebenfalls für das Laufen im Winter zu empfehlen. Hierbei sollte man besser auf Fingerhandschuhe statt Fäustlinge setzen. Die Laufhandschuhe bestehen in der Regel aus Microfleece und verfügen auf der Oberseite manchmal über eine Windstopper-Membran. Wichtig ist, dass der Handschuh nicht zu eng ist und die Finger genügend Platz haben. Zu kleine Handschuhe sind nicht nur unangenehm beim Tragen, sondern werden auch noch schnell kalt.

Laufbekleidung Winter: Auf Qualität setzen

Abschließend noch der Tipp: Die richtige Laufkleidung für den Winter ist nicht billig. Doch hier bitte der eigenen Gesundheit zu liebe nicht am falschen Ende sparen und auf Qualität setzen. Diese halten bei richtiger Pflege lang und und lassen das winterliche Lauftraining zum schönen, abenteuerlich und vor allem frostfreien Erlebnis werden.


No comments yet.

Schreibe einen Kommentar