Doping: Warum uns Musik beim Sport beflügelt

Sport und Musik ist für viele untrennbar. Vor allem beim Jogging oder Fitness ist der MP3-Player unerlässlich. Zwar ist Musikgenuss beim Sport aus gesundheitlicher Sicht nicht ganz unumstritten, doch über die motivierende Wirkung gibt es keine zwei Meinungen.

Es ist eine einfache Formel: Wer beim Sport auf Musik setzt, erreicht mehr! Das bestätigte auch viele Studien. Insbesondere Läufer dürfen sich durch das Hören von Musik während des Trainings über eine bessere Leistung freuen. Schließlich macht Musik das Training leichter, man ist besser motiviert, die Laune ist gut, die Ausdauer wird gesteigert und man kann über sich selbst hinauswachsen.

So konnte anhand von Untersuchungen bewiesen werden, das Testläufer ihre Leistung um satte 20 Prozent steigern konnten, weil durch die Musik die Ermüdungssymptome hinausgezögert wurden. Doch diese Erkenntnis gilt nicht nur beim Lauftrainintg, sondern trifft auch auf Fitness bzw. Krafttraining zu.

Musik blockiert Nervensignale

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass dadurch natürlich auch die Gefahr der Selbstüberschätzung groß ist. Wenn ihr euch also von stark motivierender Musik beschallen lasst, sollte man aber immer auch auf körperliche Warnsignale achten.

Aber wie kommt es, dass Musik beim Training uns zu mehr Leistung verhilft? Offensichtlich kann Musik Nervensignale blockieren, welche dem Körper Erschöpfung signalisieren. Daher fühlt man sich länger fit. Hinzu kommt: Der Sound im Ohr sorgt für eine Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn. Diese vermindern Stress und lassen uns euphorisch fühlen. Daher ist Musik gerade für das Lauftraining bei schlechtem Wetter, wenn uns der innere Schweinehund einen Strich durch die Rechnung machen will, sehr hilfreich. Musik versetzt uns wie gesagt in gute Laune und vertreibt die Müdigkeit. Und bei der richtigen Liedauswahl kann man sich gut konzentrieren und einen Flow-Zustand eintauchen.

Den richtigen Rhythmus finden

Doch Musik ist nicht gleich Musik. Ganz wichtig, wer Musik als wirksames „Dopingmittel“ benutzen will, ist der Rhythmus. Dieser sollte mitreißend sein und nicht bremsend. Wenn das Musiktempo nicht stimmt, kommt man schnell aus dem Laufgefühl. Für ein eher lockeres leichtes Workout ohne körperliche Höchstleistung, sind Songs mit treibendem Rhythmus angesagt. Ein nützlicher Ansatzpunkt für die richtige Trainingsmusik sind die Beats pro Minute. Bei Trainierte sollte der Wert zwischen 120 bis 140 Beats pro Minute (BPM) liegen. Anfänger kommen hingegen schon mit 100 BPM aus, während Leistungssportler ruhig schnellere Klänge mit 160 BPM wählen können.

Um festzustellen, wie viele BPM’s die Songs eurer Playlist haben, kann man sich im Internet einfach und kostenlos entsprechende BPM-Rechner runterladen (z.B. BPM Analyzer).

Demnächst werde ich euch in einem weiteren Beitrag zum Thema Sport und Musik ein paar Tipps zur Liedauswahl geben, aber auch mögliche Gefahren durch den Einsatz von Musik im Sport nennen. Und das betrifft nicht die gesundheitlichen Risiken der Ohren.

Wie sieht es bei euch aus: Training mir oder ohne Musik?


2 Responses to Doping: Warum uns Musik beim Sport beflügelt

  1. David K. 27. März 2010 at 09:20 #

    Musik treibt einen ganz schön an beim Sport, wenn sie dementsprechend getaktet ist, daher nehme ich auch immer einen Musicplayer mit zum Laufen und habe da einen eigenen Sportmix. Da ich gerade Intervalltraining mache, habe ich die Musik angepasst. Wenn nämlich zwischendrin immer wieder ruhigere Stücke kommen, drosstelt man automatisch das Tempo ein wenig.

  2. Marcellus Margel 23. Juni 2012 at 22:25 #

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