Fußball ist des Deutschen liebstes Kind – viele spielen in Vereinen, noch mehr einfach nur so zum Spaß an der Freude mit ein paar Kumpels. Doch ob Profispieler oder Freizeitkicker, eins ist immer gleich. Der Ball! Dass dieser rund sein sollte, versteht sich eigentlich von selbst. Wobei es jetzt auch extra unrunde Trainingsgeräte, so genannte Eck-Bälle, in unterschiedlichen Formen zu kaufen gibt. Aber was soll das?

Sie heißen Corpus I und Corpus II und sind den klassischen Fußbällen auf dem Papier sehr ähnlich. Die Bälle haben das gleiche Gewicht wie ein gängiger Fußball und sie sind genauso verarbeitet. Doch mit den gängigen Fußbällen haben diese unrunden Eck-Bälle herzlich wenig gemeinsam.

Fußball. Foto: Flickr by Katie@! Denn diese Bälle kommen einmal Richtung dreieckig und oval daher. Und das Ganze ist keine Erfindung von Fußballhassern, die so den beliebten Ballsport einen Knüppel zwischen die Beine werfen wollen. Auch waren die Macher – Firma Rasenreich – nicht im Vollrausch. Das Gegenteil ist der Fall. Denn der Corpus I und II wurden bewusst unrund gestaltet.

Vorteile von Eck-Bällen

Was das soll? Ganz klar, denn wer mit diesen Bällen spielt schult das Reaktionsvermögen, die Koordination sowie Konzentration. Schließlich weiß man nie, in welche Richtung der Ball abspringt. So werden selbst Grundelemente wie das Passen oder der Torschuss zu einer höchst anspruchsvollen Aufgabe. Die Hersteller wollen mit ihren Bällen natürlich nicht den Freizeitmarkt in Sachen Fußball erobern. Vielmehr sollen der Corpus I und II als Ergänzung zum normalen Fußballtraining angesehen werden.

Zweifelhafter Spaß mit dem Eck-Ball

Dadurch soll sich bei den Spielern nicht nur die Technik und Ballbehandlung verbessern, sondern laut Hersteller kommt so ein bisschen Abwechslung und Spaß ins Training. Mit der Abwechslung mag ja sein und auch die Tatsache, dass diese Bälle aus trainigs- und fußballspezifischen Sicht durchaus sinnvoll sind, doch Spaß sieht bei mir nun wirklich anders aus. Denn ich kann mir Lustigeres vorstellen, als mit einem Ball (versuchen) zu spielen, der permanent verspringt und ein Spielen unmöglich macht.

Naja, wer will kann sich so einen unrunden Ball für „rund“ 100,- Euro zulegen. Weitere Informationen findet ihr hier. Alternativ kann man aber auch irgendeine ältere Pille als Sitzgelegenheit umfunktionieren – so hat man früher oder später ebenfalls einen Ball in Eiform. Und spart zugleich noch viel Geld.

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