Fast-Food-Steuer – Ein interessanter Ansatz

Wie ungesund Fastfood a la Pommes, Cheeseburger, Pizza oder Döner ist, dürfte jedem klar sein. Nun wird über die Einführung einer europaweiten Fast-Food-Steuer nachgedacht, die vielleicht den einen oder anderen abschrecken könnte. Keine schlechte Idee!

Fastfood ist lecker – keine Frage! Auch ich will nicht mein Leben ohne Pizza oder Döner gestalten müssen. Auch wenn es alles andere als gesund ist, greife ich hin und wieder zu diesen fetthaltigen Leckerbissen, wobei ich natürlich versuche, meinen Konsum im überschaubaren und einigermaßen verträglichen Rahmen zu halten.

Burger und Pommes. Foto: Flickr by pointnshoot

Burger und Pommes. Foto: Flickr by pointnshoot

Da ist es durchaus interessant, dass seit einigen Wochen über die Einführung der so genannten Fast-Food-Steuer nachgedacht wird, wobei Rumänien dabei die Vorreiterrolle übernimmt. Die Idee sieht vor, das künftig alle Lebensmittelhersteller von Chips, Süßigkeiten sowie Produzenten von sehr fett-, salz- und zuckerhaltigem Essen und Trinken (bspw. Cola) diese Fast-Food-Steuer zu zahlen haben. Davon nicht betroffen sind Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Gemüse, Milch und Molkereiprodukte usw.

Mit Steuererhöhung gegen Übergewicht und Co.

Und da der Trend in der Bevölkerung eindeutig zu immer mehr Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten geht, finde ich den Ansatz durchaus interessant. Zudem ja auch bereits Alkohol und Tabak mit einer speziellen Verbrauchssteuer versehen ist, die ebenfalls die Gesundheit schädigen können.

Und die Lebensmittelhersteller müssen dabei auch nur mit einem überschaubaren Steuersatz zwischen 0,01 und 0,1 Prozent des Geldwertes des Produkts rechnen. Dieser wird sich in der Summe natürlich ordentlich addieren, aber auf der anderen Seite sorgen viele Fastfood-Jünger aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken für hohe Gesundheitsausgaben. So kosteten derzeit die Folge einer ungesunden Ernährung die europäischen Gesundheitssysteme 192 Milliarden Euro pro Jahr.

Endverbraucher muss zahlen

Natürlich werden die Fastfood-Produzenten erstmal wieder über die Zusatzkosten klagen und Mitarbeitern mit Entlassungen drohen. Aber letztendlich muss nicht die Industrie, sondern der Verbraucher dafür bezahlen. Und leider führt bei vielen erst eine Preiserhöhung zum Umdenken.

Nach meiner Auffassung wäre es ein sinnvoller Beitrag für unsere Gesundheit. Auch wenn sich ein Großteil der Fastfood-Liebhaber sich durch ein erhöhten Endpreis auf Pizza, Pommes und Co. sicherlich nicht vom Genuss abhalten lassen würden, gibt es garantiert einige bei denen diese Form der Erziehungsmaßnahme greifen würde. Dafür hätte man so etwas mehr Geld in der Staatskasse, das dann hoffentlich voll in das Gesundheitswesen fließen würde.

Deutschland lehnt ab – andere Länder wollen nachziehen

Während Rumänien seit Anfang März die Abgabe auf dickmachendes Fastfood eingeführt hat, wird sie sich hierzulande nicht durchsetzen. Deutschland lehnt die Fast-Food-Steuer kategorisch ab. Dagegen werden in Belgien, Dänemark und Finnland über ähnliche Abgaben nachgedacht.

Was haltet ihr von diesem Ansatz: Würde ihr eine Fast-Food-Steuer befürworten? Oder ist das eine schwachsinnige Idee?


One Response to Fast-Food-Steuer – Ein interessanter Ansatz

  1. Manuela Marin 3. März 2010 at 11:16 #

    Die Menschen müssen lernen, was in den einzelnen Lebensmitteln drin ist und wie man sich gut ernährt – da hilft die Steuer meiner Ansicht nach wenig. Die müsste dann ja auch für viele Käsesorten gelten und Käse ist bekanntlich gesund, natürlich auch nur in sinnvollen Mengen. Auch Fastfood kann durchaus gelegentlich auf dem Speiseplan stehen, man kann es ja auch mit einem Salat oder einem Stück Obst als Nachtisch ergänzen.

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