Fettverbrennung richtig ankurbeln: Intervalltraining als Turbo-Boost

Um die lästigen Fettpölsterchen an Bauch, Hüfte oder Oberschenkel endlich loszuwerden, führt kein Weg an Sport vorbei. Denn nur so kann die Fettverbrennung effektiv angekurbelt werden. Ausdauersport hat sich zum Abnehmen schon immer geeignet, um aber noch mehr aus dem Training herauszuholen, sollte man es mit der Intervallmethode versuchen. Warum? Das erfahrt ihr im Folgenden.

Wer einen zu hohen Fettanteil hat, muss sich nicht nur mit einem ästhetischen Problem herumschlagen, sondern erhöht zugleich auch das Risiko für verschiedene Krankheiten. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas (Übergewicht), Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen. Um dem entgegenzuwirken ist regelmäßiger Ausdauersport ein probates Mittel. Doch Sport allein reicht nicht aus. Neben viel Bewegung und ist auch eine gesunde Ernährungsweise für den Fettabbau sehr wichtig. Denn je weniger Fett wir aufnehmen, umso mehr greift der Körper auf die vorhandenen Fettdepots zurück. Das meiste Fett verbrennen wir beim Sport, womit wir wieder beim Thema wären.

Mit Intervalltraining die Fettverbrennung richtig ankurbeln

Joggen, Laufen. Foto: Flickr/GeS

Joggen, Laufen. Foto: Flickr/GeS

Um die Fettverbrennung anzukurbeln, lautet die allgemeine Empfehlung: Mindestens dreimal in der Woche Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren zu betreiben. Die Trainingseinheiten sollten abhängig von der Trainingsintensität zwischen 30 bis 120 Minuten liegen. Am besten und effektivsten ist jedoch, wenn man nach der Intervalltrainingsmethode trainiert, die einen wahren Turbo für die Fettverbrennung darstellt und diese mächtig in Gang bringt.

Wie funktioniert Intervalltraining?

Beim Intervalltraining, das sich sehr gut für das Lauftraining, Radfahren aber auch Cardiotraining im Fitnessstudio eignet, wird das Tempo bzw. die Intensität innerhalb einer Trainingseinheit variiert. So folgen auf kurzen, intensiven, schnelleren Sprints lockere Erholungsphasen – immer im Wechsel. Man spielt im Grunde genommen mit Tempo. Das Training in unterschiedlichen Intervallen ist anstrengend und man kommt richtig ins Schwitzen, doch zugleich kann man die Fettverbrennung richtig ankurbeln. Doch was ist das Geheimnis des Intervalltrainings?

Abwechslung ist Trumpf und verbessert Fettverbrennung


Wenn die Trainingsabläufe – Umfang, Intensität – immer die gleichen bleiben, wird sich der Körper mit der Zeit an die einseitige Belastung gewöhnen und die Fettverbrennung nur langsam einsetzen. Wird jedoch die Geschwindigkeit ständig leicht variiert und der Körper unterschiedlich belastet sowie immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, kann er sich nicht an das Training gewöhnen. Auf diese Weise wird die Fettverbrennung am besten angekurbelt.

Daher ist es wesentlich effektiver, wenn man statt einer gemütlichen Joggingrunde mit 100 Schlägen pro Minuten in seinem Ausdauertraining immer wieder mit verschiedenen Geschwindigkeitsintervallen trainiert. Angefangen vom langsamen Schritttempo bis hin zum Sprint.

Intervalltraining: Trainingsplan

Fettverbrennung mit Intervalltraining ankurbeln: So könnte ein beispielhaftes Training aussehen
Das Training könnte dabei folgendermaßen aufgebaut sein:

  • 5 Minuten Aufwärmen im lockeren Tempo
  • Temposteigerung von ca. 30 bis 60 Sekunden oder über eine gewisse Distanz (200 bis 400 Meter)
  • 1 bis 2 Minuten aktive Erholung bei lockeren Trablauf (Puls senkt sich)
  • Nächstes Intervall mit neuer Temposteigerung

Zum Anfang kann man fünf Intervalle in das Training einbauen. Diese werden aber in regelmäßigen Abständen durch neue Intervalle optimiert. Hierbei handelt es sich nur um ein Beispiel, denn es gibt die unterschiedlichsten Formen des Intervalltrainings wie Tempodauerläufer, Steigerungsläufe, Fahrtspiel, Bergläufe oder Pyramidentraining. Eine gute Übersicht und weitere Tipps findet ihr hier.

Intervalltraining: 36 Prozent mehr Fett verbrennen

Durch diese Trainingsform wird die Fettverbrennung und Stoffwechsel ordentlich angeregt und zudem wird ein höherer Nachbrenneffekt erzielt, bei dem auch über Stunden im Anschluss an das Training vermehrt Kalorien verbrannt werden. Wie Studien belegen, verbrennt man im Durchschnitt mit Hilfe des Intervalltrainings 36 Prozent mehr an Fett, als wenn der Körper beim Ausdauertraining einseitig belastet wird. Somit ist Intervalltraining der perfekte Weg, um die Fettverbrennung richtig ankurbeln zu können und lästige Fettpölsterchen zum Schmelzen zu bringen.

Intervalltraining: Kurz, aber heftig – für Anfänger nicht geeignet

Doch bevor man sich gleich ans Training macht, sollte man wissen, dass das Intervalltraining – wenn man es richtig durchzieht – sehr anstrengend ist. Daher wird auch der Trainingsumfang nach unten geschraubt. 30 Minuten reichen bei dieser Methode vollkommen aus. Anfänger oder Untrainierte sind aber besser beraten, sich erstmal durch einfaches Grundlagenausdauertraining eine gewisses Maß an Kondition aufzubauen.


6 Responses to Fettverbrennung richtig ankurbeln: Intervalltraining als Turbo-Boost

  1. Piercing Evi 13. Juli 2012 at 10:41 #

    Versuche auch seiner einiger Zeit mit dem Intervalltraining zu trainieren. Es ist aber soooo anstregend. Man braucht wirklich sicher die doppelte Kraft als wie beim normalen Dauerlauf. Aber Fettverbrennung ist halt einfach anstrengend. Ich versuche es weiter !!!

  2. Frankfurt 13. Juli 2012 at 11:19 #

    Also vorab bedanke ich mich schon einmal für diesen Artikel. Der ist definitiv nicht nur mit allgem. Infos dahingeschrieben, soondern scheint orderntlich recherchiert. Wenn ich es schaffe, dieses Training so umzusetzen ;-), dann kommt nochmal ein Lob hinterher. Danke !!!

  3. Body Expert 13. Juli 2012 at 23:55 #

    Ich bin der festen Überzeugung das die Kombination aus Schwimmen und INtervalltraining bei der Fettverbrennung sehr effektiv ist. Insofern ein wirklich interessanter Artikel

  4. Mario 19. Juli 2012 at 14:25 #

    Danke für diesen Artikel! Finde es gut, dass immer mehr verstehen, dass man sich nicht stundenlang im Fitnessstudio abstrampeln muss, sondern kurze aber harte Workouts ebenso, wenn nicht sogar effektiver sein können. Vor einiger Zeit bin ich auf die Seite von Bodyrock.TV gestoßen, die im Grunde nach diesem Prinzip trainieren und ich bin erstaunt wie schnell man wirklich auch Fortschritte sieht. Aber für Anfänger ist es sicherlich nicht geeignet.

  5. Leuchtie 23. Juli 2012 at 12:13 #

    Ich denke auch, dass genau diese Intervalle den Effekt so stark machen. Immer wieder hast du durch die kurzen Pausen die Möglichkeit Sauerstoff-Reserven wieder aufzufüllen, so kannst du unterm Strich einfach länger durchhalten und dadurch auch mehr verbrennen.

  6. Guts 23. August 2012 at 10:31 #

    Vorab eine Sache, dieser Artikel wurde mit Bedacht geschrieben, das merkt man, ist mir persönlich immer sehr wichtig. Zum Thema: Leuchtie hat wohl Recht. Die Pausen sind genau richtig, wenn man einen möglichst großen Effekt sehen möchte. Nicht nur weil man unmittelbar wärend der Aktivität länger durchhält und daher mehr verbrennt. Ich finde auch die mentale Komponente sehr wichtig. Die meisten im Vorfeld gut motivierten Menschen scheitern an einem übermenschlich großen Muskelkater am nächsten Tag. Diesem entgehst du, indem du dich nicht von Beginn an übersäuerst. Also… alles richtig gemacht !

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