Fitflops – mit wackliger Sohle zu sexy Beinen?

Der Markt wird von einer neuen Generation Gesundheitsschuhen überschwemmt. Hier ist nicht die Rede von Birkenstock aus dem Hause Klum, sondern von Fitflops. Mit ihnen soll man alleine durch das Tragen die Muskulatur an Beinen und Gesäß stärken. Klingt ja ganz nach der eierlegenden Wollmilchsau für schlanke sexy Beine. Doch Zweifel sind erlaubt und auch berechtigt!

Die Versprechen moderner Gesundheitsschuhe sind vollmundig: Schmerzfrei laufen und ganz nebenbei etwas für die Fitness tun. Wer aber das erste Mal in seinem Leben in solche Treter schlüpft, wird schnell von einem ganz anderen Gefühl als der Körperertüchtigung heimgesucht – Ungewohnheit.

Fitflops auch zum Winter
Ein Beispiel hierfür ist der Fitflop, den es ursprünglich im klassischen Sandalen-Style gab und immer noch gibt. Aufgrund der großen Nachfrage, vor allem in den USA und England, hat der Hersteller „Fit x 2“ nun aber auch entsprechende Fitnessschuhe für den Winter auf den Markt gebracht. Das besondere an diesen Fitflops ist die Einlage, das sog. Microwobbleboard. Diese werden in dicke Winterstiefel eingearbeitet.

Versprechen: Abnehmen und Muskeln straffen
Bei den Einlagen handelt es sich um eine weiche Masse im Fußbett, die anfänglich keinen sicheren Stand gewährt. Erst nach wenigen Schritten gewöhnt man sich daran und merkt, wie die Beine anfangen zu arbeiten. Während des Laufens wird gezielt der Längsmuskel der Waden, der Oberschenkel und das Gesäß trainiert. Mit jedem Schritt kommt man einen festen Po und wohlgeformteren Beinen näher. Quasi ein Fitnessstudio für die eigenen Füße. Satte 15 Prozent Energie sollen alleine durch das Gehen in den Fitflops aufgebraucht werden. Einen einfacheren Weg, endlich schlank zu werden gibt es nicht. Das alles sind zumindest die Versprechen der Hersteller, die aber mit großer Vorsicht zu genießen sind.

Berechtigte Zweifel
Vor allem Mediziner können diesen Versprechen keinen Glauben schenken. Zumal es auch keine seriöse Studie darüber gibt, die einen positiven Effekt belegen können. Doch ein Gutes kann man diesen Fitflops und anderen Schuhen (wie beispielsweise dem „Easytone“ von Reebok), die eine vergleichbare Technik verwenden, attestieren. Durch das etwas wacklige Geläuf und Kippeln werden die Reaktionen des Körpers auf Unebenheiten sehr gut geschult. Und zudem finde ich die Boots auch optisch durchaus überzeugend.

Wer aber dem Trend folgt und glaubt, allein durch das Tragen der Fitflops ein ausreichendes Workout für den Körper gefunden zu haben, der täuscht. Man kann sie natürlich unterstützend tragen und vielleicht klappt es ja bei dem einen oder anderen auch mit strafferen Beinen. Doch dafür auf Jogging oder anderen Sport zu verzichten wäre blauäugig und einfach nur dumm.


One Response to Fitflops – mit wackliger Sohle zu sexy Beinen?

  1. Tobias 25. Dezember 2009 at 11:10 #

    Wie du schon geschrieben hast, ersetzt das Tragen dieser Flip Flops kein richtiges Workout. Doch in Verbindung mit einem guten Trainingsprogramm, kann es sicherlich unterstützen und einen netten nebeneffekt haben.

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