Fitnessboxen: abwechslungsreich und effektiv auf ganzer Linie

Es gibt viele Möglichkeiten, sich sportlich fit zu halten. Zum Beispiel mit Jogging oder Nordic Walking. Eine der effektivsten Varianten ist jedoch Fitnessboxen.

Boxtraining ist hart und anstrengend. Doch man muss ja nicht gleich wie die Klitschkos. Dürfte für den normalen Freizeitsportler mit gut ausgeprägten Gesundheits- und Fitnessgedanken auch nicht machbar sein. Aber dennoch ist Boxtraining eine der gesündesten und zugleich auch vielseitigsten Trainingsformen. Langeweile kommt dabei garantiert nicht auf.

Und das nicht, weil man beim Fitnessboxen auf der Flucht vor seinem Gegner stundenlang durch den Boxring laufen muss. Denn in den Ring kommen Fitnessboxer erst gar nicht. Auch Sparring, also das direkten Boxtraining gegen einen anderen Boxer, bleibt erspart. Der einzige Gegner ist der innere Schweinehund.

Fitnessboxen: Tipps für Anfänger

Trotzdem werden beim Fitnessboxen nahezu alle Bewegungsabläufe trainiert, die auch beim Boxen verlangt werden: schnelle und ausdauernde Beinarbeit, mentale Stärke und variantenreiche Schläge mit den Fäusten. Die werden natürlich ordnungsgemäß in Boxhandschuhe gesteckt. Aber es werden maximal die Boxbirne, Pratzen oder Sandsack bearbeitet – niemals ein anderer Boxer.

Fitnessboxen. Foto: Flickr/laradanielle

Fitnessboxen. Foto: Flickr/laradanielle

Wer mit dem Fitnessboxen anfängt, braucht hierfür vorerst keine spezielle Sportausrüstung. Normale, locker sitzende Sportkleidung, die den Bewegungsradius nicht eindämmen. Wichtige Trainingsgeräte wie Boxhandschuhe oder Springseil gibt es vom Trainer. Zwar scheint das Boxtraining beim Fitnessboxen in erster Linie Männer anzusprechen, doch auch Frauen können natürlich am intensiven und abwechslungsreichen Training teilnehmen. Im Vorfeld sollte mit dem Trainer die gewünschten Ziele besprochen werden. Sollen gesundheitliche Probleme oder körperliche Defizite aufgearbeitet werden? Will man sich einfach nur wieder in Form bringen oder möchte man in zwei Monaten bei einem Marathon starten? Das Fitnessboxen macht bei vielen Zielen Sinn.

Vorteile vom Fitnessboxen


Wer gefallen am Boxen gefunden hat, sollte sich durchaus eigene Boxhandschuhe und Bandagen zum Schutz der Knöchel und Handgelenke zulegen. Auch wenn die Ausstattung kostenlos gestellt wird, ist es nicht nur schöner mit dem eigenen Material zu trainieren, sondern zugleich auch hygienischer. Auch ein eigenes Springseil sollte man sich kaufen.

Denn genau wie beim normalen Boxtraining ist auch beim Fitnessboxen das Springseil mit das wichtigste Fitnessgerät für die Beine. Das Ausdauertraining ist gut für das Herz-Kreislauf-System: Körper und Gehirn werden besser mit Sauserstoff versorgt, das Gewicht reduziert und Cholesterinwerte verbessert. Wer regelmäßig zum Fitnessboxen geht, stärkt zudem sein Immunsystem und wird widerstandsfähiger gegen Stress und dessen Begleiterscheinungen wie Schlaflosigkeit oder Gereiztheit.

Fitnessboxen: Wie sieht das Training aus und was bringt es?

Ein wichtiger Inhalt beim Fitnessboxen ist das Krafttraining für Arme, Beine, Rücken und Bauch. Hierfür kommen verschiedene Körperübungen (Liegestütze, Kniebeugen, Klimmzüge, Situps usw.) zum Einsatz. Und da eine gut entwickelte Muskulatur nicht nur gut aussieht, sondern auch für eine bessere Haltung sorgt, gleich doppelt gut. Das Koordinations- und Techniktraining am Sandsack oder den Pratzen (breite Handpolster aus Leder) steigert wiederum die Koordinationsfähigkeit. Zudem müssen die Trainierenden beim Fitnessboxen sehr konzentriert zur Sache gehen, was vor allem das Schlagtraining betrifft. Die Konzentration hat für die meisten Fitnessboxer sehr positive Effekte. Denn auch abseits der Sporthalle steigt durch das Boxtraining die Konzentrationsfähigkeit. Hilfreich, um besser mit Stress umzugehen. Und natürlich werden beim Schlagen auf den Sandsack hervorragend Aggressionen abgebaut.

Wo kann man Fitnessboxen machen?

Anfänger sollten zu Beginn aber keine Wunder erwarten. Gleich nach der ersten Trainingseinheit wird man sich noch nicht unbedingt fitter fühlen als vorher. Schon gar nicht, wenn der zu erwartende Muskelkater einsetzt. Doch wer zweimal die Woche zum Fitnessboxen geht, dürfte ungefähr nach vier Wochen positive Effekte spüren.

Um Fitnessboxen auszuprobieren gibt es drei Möglichkeiten: im Fitnessstudio, Boxsportverein oder bei Personal Trainern.

Habt ihr schon Erfahrungen im Fitnessboxen gemacht?


4 Responses to Fitnessboxen: abwechslungsreich und effektiv auf ganzer Linie

  1. Luise Keller 11. April 2011 at 10:22 #

    Das klingt doch mal interessant! Das Boxen gut für die Ausdauer, Schnelligkeit etc ist wusste ich. Mich hat aber der Gegner immer abgehalten…
    Aber so kann ich mir das auch vorstellen. Auf jeden Fall wird das mal ausprobiert! Und zwar ein paar Monate, sonst bringt es ja nichts 😉

  2. Cameron 13. April 2011 at 20:24 #

    Heute rief mich ein freund an, als er tolle Infos auf ihrer Website gefunden hat. Ich las sofort ihren Blog und war erstaunt über ihrer Erfahrung. Nochmals vielen Dank. Und ich hoffe das Sie noch viel Erfolg ihrem Blog Bereich haben.

  3. Maria 8. Juni 2011 at 09:41 #

    Ich habs ausprobiert und es macht mir total viel Spaß. Man wird nicht nur fitter, sondern ich baue auch den ganzen Stress aus dem Büro ab. Außerdem kann man als Frau auch paar Strategien zur Selbstverteidigung lernen.

  4. Robin 4. Oktober 2015 at 02:05 #

    Hallo,
    das Fitnessboxen ist wirklich eine gute Möglichkeit um richtig fit zu werden. Was anfangs leicht aussieht, stellt sich schnell als durchaus sehr anstrengend dar. Dass man ohne direkten Kontakt zu anderen Boxern trainiert, gefällt mir an dieser Variante besonders gut.
    Gruß Robin

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