Foxwalk zur Entspannung: Im Schneckentempo durch den Wald schleichen

Um den stressigen Alltag mal zu vergessen und richtig abschalten zu können, gibt es viele Entspannungsmöglichkeiten und –übungen wie Yoga oder Tai Chi, die das innere Gleichgewicht. Eine weitere und ganz stark naturverbundene Möglichkeit, ist der „Foxwalk“. Hierbei schleichen die Kursteilnehmer wie Indianer im Schneckentempo durch den Wald. Doch was soll das?

Unser Alltag ist von Stress, Hektik und Leistungsdruck geprägt. Den meisten Menschen kann es zudem nie schnell genug gehen, von Ruhe, Geduld und Gelassenheit keine Spur. Für Entspannung bleibt da wenig Zeit, obwohl es der Seele, inneren Ruhe und natürlich auch der Gesundheit nur gut tut, einfach mal ein paar Gänge herunter zu schalten. Denn oftmals führt ein hektischer und stressiger Alltag zu Kopfschmerzen oder Verspannungen. Von Wohlfühlen keine Spur.

Wald. Foto: Flickr/web4camguy

Wald. Foto: Flickr/web4camguy

Foxwalk: interessante Alternative zur Stressbewältigung

Um den Wohlfühlfaktor zu erleben, ist Sporttreiben immer eine gute Wahl und für viele zugleich eine gute Therapie zur Stressbewältigung, egal ob das nun beim Joggen, Krafttraining, Yoga, Schwimmen oder Tanzen ist. Für Naturverbundene oder die, die es noch werden wollen, ist der indianische Foxwalk (Fuchsgang) eine interessante Alternative.

Foxwalk: Was ist das?

Der Foxwalk reicht bis zu den amerikanischen Ureinwohnern zurück, wo sich indianische Fährtenleser und Jäger ganz langsam durch den Wald bewegen, um das Wild aufzuspüren und schließlich zu erlegen. Bei der heutigen Variante des Foxwalk steht die Nahrungsbeschaffung natürlich nicht im Mittelpunkt, wenn man sich wie in Zeitlupe im Schneckentempo durch die freie Natur bewegt. Vielmehr geht es darum, eine tiefe Entspannung zu erreichen.

In den Foxwalk Kursen erlernen die Kursteilnehmer die richtige Technik, um sich möglichst leise auf dem Waldweg oder querfeldein durch den Wald fortzubewegen. Dazu gehört auch das inne halten mitten in einer Bewegung. Um dabei die Natur und unmittelbare Umgebung wahrzunehmen, wird Foxwalk natürlich barfuß betrieben. Ansonsten ist der Oberkörper aufrecht und die Arme liegen ganz eng am Körper am.

Foxwalk: Wie geht das?

Langsam und vorsichtig wird ein Fuß vor den anderen gesetzt, wobei immer erst der kleine Zeh und Ballen aufgesetzt werden, bevor die restlichen Zehen in Kontakt mit dem Boden kommen und erst dann ganz langsam die gesamte Fußsohle aufgesetzt wird. Dank der nackten Haut spürt man schnell die Unebenheiten auf dem Waldboden, wobei das nicht nur Wurzeln oder Tannenzapfen sein können, sondern auch kleine Kriechtiere wie Schnecken oder Pilze.

Durch die enorm langsame Fortbewegung und vorsichtiges Schleichen sollen Geräusche wie Knacken oder Rascheln vermieden werden, die beim Treten auf Holz oder Berühren von Ästen entstehen. Schließlich durften die Indianer bei der Jagd die Tiere nicht auf sich aufmerksam machen. Eh man den Foxwalk richtig beherrscht, bedarf es zwar etwas Übung, doch wer die Technik raus hat, wird seinen Blick beim schleichenden Gang durch den Wald vom Boden lösen und nach vorne gucken können, um bereits die kleinsten Bewegungen im Wald wahrzunehmen

Foxwalk: Was bringt das?

Manchen wird allein schon die Vorstellung, heutzutage durch den Wald zu schleichen, sehr komisch vorkommen, doch Foxwalk gibt dem Körper einiges zurück. Allen voran Entspannung. Denn die naturverbundenen Kursteilnehmer werden alle Alltagssorgen weit hinter sich und sich etwas Gutes gönnen. Das fördert letztlich auch den Stressabbau und die innere Ruhe, und während der Arbeit werden Aufgaben schneller und effektiver bewältigt. Und ganz nebenbei werden durch das Barfußlaufen auch die Reflexzonen angeregt, was ebenfalls eine positive Auswirkung auf den ganzen Körper hat.

Wer beim Erlernen des Foxwalk Probleme hat, sollte die Flinte nicht gleich ins Korn werfen und einfach so öfter mal barfuß laufen. Ganz gleich ob nun im Wald, auf einer Wiese, am Strand oder im heimischen Garten. Barfußlaufen ist eine absolute Wohltat.

Foxwalk wird in manchen Volkshochschulen und anderen Einrichtungen für die Erwachsenbildung angeboten, ansonsten einfach im Internet etwas recherchieren. Hier ein Beispiel-Angebot. Ein Kurs ist zum Erlernen der Technik nur empfehlenswert.


One Response to Foxwalk zur Entspannung: Im Schneckentempo durch den Wald schleichen

  1. Stanislav Silbermann 23. September 2011 at 09:13 #

    Klasse Konzept! Habe vorher noch nie was darüber gehört, aber das klingt sehr gut und interessant. Für mich klingt das vor allem nach Achtsamkeitsmeditation. Bewusst langsam gehen, bewusst auftreten, bewusst seine Umgebung wahrnehmen… Kann mir vorstellen, dass es gerade für Menschen, für die Achtsamkeitsmeditation gleich einer Wartezeit beim Zahnarzt kommt, eine spannende Sache sein kann. Ich würde es jedenfalls gerne mal ausprobieren!

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