Funktionelles Training als Fitness Trend für 2012

Funktionelles Training wird nach Ansicht von Trainern, Fitness-Profis und Ärzten im kommenden Jahr zum absoluten Trend der Fitnessszene. Hierbei steht der ganzheitliche Ansatz im Fokus, bei dem Seile oder Kettlebells das klassische Training an den Hanteln und Maschinen peu a peu ersetzen.

Funktionelles Training liegt eigentlich jetzt schon voll im Trend. Die steigende Nachfrage an Angebote wie Cross Fit können als Beweis herangezogen werden. Doch die breite Fitness-Masse hat diese Trainingsvariante, bei der Übungen mit dem eigenen Körper oder unter Beteiligung vieler Muskelgruppen, noch nicht wirklich auf dem Schirm. Das wird sich ändern. Davon geht zumindest das US-Institut „The American College Sports Medicine“ aus, wo viele Kenner der Fitnessszene das funktionelle Training als den großen Trend für 2012 erwarten.

Studios setzen auf funktionales Fitness

Kettlebell, Fitness. Foto: Flick/Mr. Vincent Freeman

Kettlebell, Fitness. Foto: Flick/Mr. Vincent Freeman

In den USA ist funktionelle Fitness-Training schon seit einigen Jahren kontinuierlich auf dem Vormarsch und gewinnt eine immer größere Bedeutung. Wie Umfragen ergeben, schaffte es das funktionelle Fitness in diesem Jahr erstmals in die Top-10.

Dagegen wird in der Fitnessbranche mit einem Rückgang des klassischen Bodybuildingansatzes gerechnet, der sich traditionell durch sein Stations- und Hanteltraining auszeichnet und bei dem durch Satz- und Wiederholungsschemen ein starker Muskelpump bzw. -aufbau erzielt werden soll. Natürlich wird das klassische Pumpen in der Muckibude so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden, doch die Vorzeichen sind unverkennbar und der Abschied auf Raten hat begonnen. 

Kettlebells statt Beinstrecker

Denn in den USA hat die Trendwende schon längst begonnen, was sich an der Ausstattung an Fitnessgeräten in den zahlreichen Studios erkennen lässt. Kraftstationen wie Beincurler oder Beinstreckbank mussten für Kettlebells oder Kletterseile weichen.

Hinter dem Begriff Kettlebell verbirgt sich ein traditionelles russisches Gusseisen Gewicht (russisch „girya“), das aussieht wie eine Kanonenkugel und über einen zusätzlichen Handgriff verfügt. Grundübungen mit der Eisenkugel sind z.b. der „Swing“ bei dem die Eisenkugel ausgehend vom Beinzwischenraum nach oben bis in Brust oder auch Kopfhöhe geschwungen wird. Aber Vorsicht, die Kugeln sind nicht gerade leicht (Gewichtsklassen: 16kg, 24kg bis 32 kg ) und demenstsprechend sollte man gerade als Einsteiger mit Bedacht schwingen. Den richtigen Umgang mit Kettlebells zeigt das folgende Einführungsvideo. Viel Spaß!

Zumba und Co.: Tanz-Workouts dominieren Fitnessszene

Auf den Spitzenplätzen der Fitness-Trend-Hitparade rangieren hingegen weiter diverse Tanz-Workout wie Zumba. Der Siegeszug des tanzenden Workouts geht weiter und mittlerweile ist die Bandbreite an vergleichbaren Programmen für den Ottonormalverbraucher unüberschaubar geworden. Nach Meinung der Experten handelt es sich dabei aber nicht um ein kurzfristiges Phänomen. Vielmehr geht man davon aus, dass Zumba und Co. noch lange gefragt sind. Der Grund liegt auf der Hand: Die Workouts bei Zumba bereiten den Teilnehmern einfach viel mehr Freude, statt monotones Krafttraining im Studio. Es fällt vielen leichter, sich nach einem langen, harten Arbeitstag für das partyähnliche Zumba Training aufzuraffen, statt schwere Hanteln zu schwingen.

Job: Gute Aussichten für Berufe in der Fitnessbranche

Zudem rechnet man damit, dass die Nachfrage an qualifizierten Fitness-Experten weiter steigen wird – ganz gleich ob das nun Personal Trainer oder Ernährungsberater sind. Die Medien haben viele Menschen für das Thema Fitness und Gesundheit sensibilisiert, die ihrerseits einen kompetenten Ansprechpartner suchen. Glaubt man den Prognosen des amerikanischen Arbeitsamtes, sind die berufliche Aussichten in der Fitnessbranche sehr rosig. Schließlich wird davon ausgegangen, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche mehr neue Arbeitsplätze schaffen wird, als jede andere Branche. Vielleicht etwas hoch gegriffen, man denke nur an die zukunftsträchtige IT-Branche, dennoch sind die Jobaussichten durchaus vielversprechend. Übrigens fallen die Prognosen für den deutschen Sprachraum ähnlich aus.


2 Responses to Funktionelles Training als Fitness Trend für 2012

  1. Fred 27. November 2011 at 21:10 #

    Kommt halt darauf an was man will. Ein Bodybuilder wird wahrscheinlich auch in Zukunft an Kraftmaschinen und mit schweren Kurz- oder Langhanteln trainieren. Wer jedoch vor allem fit sein will und Muskeln, nicht nur zum Vorzeigen, sondern auch mit einem wirklichen Nutzen im täglichen Leben haben will, ist mit einem funktionellen Krafttraining besser beraten.

  2. Gerhard 28. November 2011 at 09:44 #

    Kettlebells, Keulen, Seile und Sandbags sind die letzten Jahre schon etwas populärer geworden, auch in den Studios, aber immer noch nichts im Vergleich zu klassischen Gerätetraining oder (eher sinnfreien) Abnehm-Produkten, die ständig auf den Markt kommen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich einmal das Kettlebell-Training anzuschauen, wem das gefällt, wird nie mehr in ein simples Kardio- oder Gerätetraining zurückgehen wollen!

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