Handschuhe, Dipgürtel und Co.: Sinnvolle Ausrüstung beim Krafttraining

Jede Menge Hanteln und die ein oder andere Kraftmaschine – das sind die grundlegenden Zutaten für ein Krafttraining. Doch im Handel gibt es noch jede Menge Zusatzequipment bzw. -ausrüstung für das Krafttraining zu kaufen. Dazu gehören Fitness Handschuhe, Dipgürtel oder verschiedene Griffhilfen. Doch braucht man diese wirklich? Aktivblog hat den Blick in die Sporttasche geworfen und zeigt euch sinnvolle und weniger sinnvolle Ausrüstung für das Krafttraining.

Wer regelmäßig im Fitnessstudio sein Muskelaufbautraining am Eisen absolviert, kennt mit Sicherheit die Vielzahl an diversem Equipment. Dabei gibt es auch wirklich eine ganze Reihe praktischer Fitness-Tools, die absolut sinnvoll sind und helfen, das Training effektiver und besser zu machen. Welche das sind, zeigen wir euch im Folgenden:

Fitness Handschuhe

Fitness Handschuhe sind in vielerlei Hinsicht ein hilfreiches Equipment für das normale Krafttraining und Bodybuilding – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Denn der Träger bekommt einen besseren, sicheren Griff und zugleich wird das Abrutschen verhindert.

Fitness Handschuhe © Flickr by a.drian

Fitness Handschuhe © Flickr by a.drian

Ein weiterer Vorteil ist, dass Handschuhe im Krafttraining die Bildung von Schwielen in den Handinnenflächen minimieren. Vor allem immer dann, wenn schwere Lasten beim Latziehen, Rudern am Turm, Klimmzüge oder anderen Zugübungen bewältigt werden, ist die Belastung für die Haut der Handinnenfläche sehr groß – oftmals auch schmerzhaft. Fitness Handschuhe versprechen besseren Komfort fürs Training und sind aus meiner Sicht unverzichtbar. Zumal man sich auch ein Stück weit „hygienischer“ ist, wenn man die Griffen und Stangen mit Handschuhen anfasst. Zudem werden die Hantelstangen vor dem korrosiven Handschweiß geschützt.

Die Auswahl an Fitness Handschuhen ist enorm, wobei man alternativ auch auf Radhandschuhe zurückgreifen kann, die gepolsterte Handballen haben. Modelle mit Schlaufen zwischen den Fingern erleichtern zudem das Ausziehen.

Dipgürtel

Für Anfänger Dipgürtel sind kein Muss, doch ambitionierte Kraftsportler werden mit diesem Trainings-Zusatzgerät in den Genuss eines effektiveren Trainings kommen. Denn mit steigender Kraft muss das Trainingsgewicht erhöht werden, sodass bei Körperübungen wie Dips oder Klimmzüge Zusatzlasten her müssen. Statt sich eine Hantel zwischen die Unterschenkel zu klemmen, ist ein Dipgürtel definitiv die bessere Wahl, zumal es beim Einsatz von Hanteln durchaus zu einem unangenehmen Gefühl kommen kann, was sich auch negativ auf den Bewegungsablauf auswirken kann. Am Dipgürtel wird dagegen eine Gewichtscheibe mittels Kette und Karabinerhaken befestigt, wobei der Bewegungsablauf in keinster Weise beeinträchtigt wird. Ein weiterer Vorteil des Dipgürtels ist, dass man das Krafttraining-Equipment nicht nur für Dips, sondern auch bei anderen Übungen wie Klimmzüge oder Wadenpresse verwenden kann. Darüber hinaus kann der Dipgürtel mit eingehängtem Gewicht auch für Übungen am Seilzug mit hohem Widerstand eingesetzt werden. Warum? Durch die Steigerung des Körpergewichts bekommt man zugleich einen stabileren Stand bzw. bessere Standfestigkeit.

Ein stabiler, gut verarbeiteter Dipgürtel aus robustem Material ist definitiv ein zu empfehlendes und sinnvolles Trainingsgerät, welches man in vielen Trainingssituation einsetzen kann. Beim Kauf darauf achten, dass der Gürtel einen breites, gut gepolstertes Rückenteil hat. Bei Amazon gibt es eine große Auswahl an Dipgürteln.

Griffhilfen

Aus meiner Sicht sind auch Griffhilfen für das Krafttraining sehr sinnvoll. Allen voran beim Kreuzheben, wo es immer mal wieder vorkommt, dass die schwere Langhantel aus den Händen zu rutschen droht. Viele wenden daher den Kreuzgriff an (eine Hand im Untergriff, die andere Hand im Obergriff), was aber längst kein Allheilmittel ist. Denn wenn die linke Körperhälfte (in diesem Fall linke Hand) etwas anderes macht als die rechte Körperhälfte, fühlt sich das komisch und oftmals befremdlich an. Und zudem sollte beim Krafttraining auch immer auf Symmetrie und gleichmäßigem Muskelaufbau und -entwicklung gehen. Da ist der Kreuzgriff nicht unbedingt die beste Lösung. Doch Griffhilfen sind nicht nur beim Kreuzheben sehr hilfreich, sondern bei auch bei Zugübungen wie beispielsweise Klimmzüge, Rudern am Turm oder einarmiges Rudern. Denn mit jeder absolvierten Wiederholung schwindet die Griffkraft und oft muss die Übung deswegen abgebrochen werden, obwohl der eigentlich Muskel noch ausreichend Kraft für die eine oder andere weitere Wiederholung hätte. Werden pro Trainingseinheit viele Zugübungen absolviert, wird die Griffstärke durch den starken Pump im Unterarm geschwächt, was ein Training mit schweren Gewichten behindern bis unmöglich machen kann. Zudem kann man sich dank der Griffhilfen besser auf den Zielmuskel konzentrieren.

Im Handel gibt es verschiedene Varianten der Griffhilfen. Ich persönlich schwöre auf Zugschlaufen, während mich Haken nicht sonderlich überzeugen, da das Gefühl für das Gewicht geringer ist.

Gewichthebergürtel beim Krafttraining suboptimal

Doch es gibt – aus meinen Augen – auch Zubehör für das Krafttraining, was durchaus als unnötig beschrieben werden darf. Dazu gehört der Gewichthebergürtel. Wird im Maximalkraft-Bereich mit sehr geringen Wiederholungen trainiert, kann der Gürtel zweifelsohne zur Sicherheit beitragen, doch bei einer Wiederholungszahl jenseits von drei, macht der Gewichthebergürtel nicht wirklich Sinn. Vor allem bei Kniebeugen oder beim Kreuzheben wird das Trainingsgerät angewendet, wobei diese Übungen bei sauberer Technik auch ohne Gürtel gefahrlos möglich sind und für den unteren Rücken keine Problem darstellen. Sollten dennoch Beschwerden auftreten, kann es durchaus an einem orthopädischen Problem liegen, was man nicht versuchen sollte, mit einem Gewichthebergürtel zu lösen. Mit Kniebeugen und Kreuzheben wird man schnell einen Kraftzuwachs erzielen und wenn aber mit Hilfe von einem Gewichthebergürtel der Rücken entlastet wird bzw. nicht solch ein hohes Maß an Bauchspannung erzielt wird, als wenn man ohne Gürtel trainiert, dann wird man in diesem Bereich auch nicht angemessen stärker. Zudem wird auch mit Gewichthebergürtel das Problem früher oder später auftreten.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei Handgelenks- und Kniebandagen, sodass man auf diese beiden Trainingshilfen nach meiner Ansicht ebenfalls gut verzichten kann.

Eure Meinung: Auf welches Zubehör wie Handschuhe, Dipgürtel, Griffhilfen, Gewichthebergürtel oder Bandagen könnt ihr beim Krafttraining nicht verzichten? Kennt ihr noch alternatives Trainingszubehör für das Workout mit Gewichten?


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