Headis: Kopfballtischtennis als Funsport

Wer auf der Suche nach einem neuen Funsport mit viel Ballgefühl und fürs Köpfchen ist, der sollte mal Headis probieren. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form des Tischtennis: Denn statt mit dem Schläger spielt man mit dem Kopf. Und statt Tischtennisball kommt ein größerer Plastikball zum Einsatz.

Es ist immer wieder interessant, auf welche Ideen so manche Sportinteressierte in ihrer Freizeit kommen. Dabei ist die Kombination verschiedener Sportarten immer ein probates Mittel, um ein neuen Funsport zu kreieren. Wie im Fall von Headis, einer Mischung aus Tennis, Tischtennis und Fußball. Der Name setzt sich dabei aus dem englischen Wort für Kopf (Head) und Tennis zusammen.

Headis: Spektakel dank Artistik

Gespielt wird an einer Tischtennisplatte, wobei der Ball nur mit Hilfe des Kopfes über das Netz befördert werden darf. Egal ob Stirn, Schläfe oder Hinterkopf. Doch im Gegensatz zum Tischtennis darf der Ball – außer bei der Angabe – direkt volley aus der Luft genommen werden.

Entsprechend artistisch kann es bei Headis Profis zur Sache gehen, wenn sie im vollen Eifer auf die Platte hechten. Nicht nur für Spieler, sondern auch Zuschauer durchaus ein attraktives Spektakel. Headis kann man als Einzel oder auch im Doppel spielen.

Da während des Spiels die Tischtennisplatte mit allen Körperteilen berührt werden darf, kann man sich durchaus auf das Spielfeld legen, um den Ball direkt volley zu spielen. Ansonsten sind die Headis Spielregeln an die des Tischtennis angelehnt. Ein Satz geht bis elf Punkte und nach drei gespielten Punkten wechselt die Angabe.

Voraussetzung für Headis

Neben einer guten Kopfballtechnik ist Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit und Ballgefühl für eine erfolgreiche Partie Headis von Vorteil. Doch der Funsport kann ganz schön anstrengend sein. Zwar lässt sich der Plastikball relativ einfach mit einem Kopfball bewegen, doch dafür muss man ein Großteil des Spiels in gebückter Körperhaltung an der Platt stehen, damit man auch flach gespielte Bälle gut zurückspielen kann. Entsprechend ist auch eine gut ausdauernde Beinmuskulatur sehr hilfreich.

Der Erfinder vom Funsport Headis ist der Sportstudent Rene Wagner. Die Geschichte reicht dabei bis ins Jahr 2006 zurück, wo man eine alternative zum Fußballtennis suchte und schon war Headis geboren. Der Sport hat sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt und etabliert, so dass inzwischen einige Headis-Vereine gebildet haben. Zudem wird der Funsport an 15 deutschen Hochschulen als Hochschulsport angeboten und die wahren Cracks treten zu Weltmeisterschaften an.

Falls ihr Headis mal ausprobieren wollt, findet ihr weitere Informationen auf der Homepage.


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