Rückenscherzen sind eine Volkskrankheit, von der kaum einer verschont bleibt. Der Schmerz im Kreuz ist oft die Folge von Haltungssünden im Alltag und zu wenig sportlicher Tätigkeit. Wenn es einmal zu Rückenschmerzen kommt, reagieren die meisten Betroffenen falsch. Zeit, mit den größten Rücken-Irrtümern aufzuräumen.

1. Schonung bei Schmerzen

Wenn es einmal im Kreuz zieht und zwickt, sollte man genau das Gegenteil machen. Bewegung hilft, Muskelverspannungen zu lösen und zudem werden die Bandscheiben besser mit Nährstoffen versorgt. Rückenschmerzen sind häufig die Ursache einer Unterforderung der Rückenmuskulatur. Bei akuten Schmerzen hilft erstmal Wärme oder ein leichtes Schmerzmittel, um wieder auf die Beine zu kommen. Sobald es geht, sollten Entspannungs- und Lockerungsübungen vollzogen werden. Langfristig gesehen, ist der Besuch einer Rückenschule angebracht. Auch Krankenkassen bieten oft Rückentraining an und übernehmen die Kosten.

2. Harte Matratzen sind besser

Ein absoluter Irrglaube. Zu harte Matratzen führen zu Muskelverspannungen und schädigen die Wirbelsäule. Das trifft aber auch auf weiche Matratzen zu. Hier wird der Rücken nicht gut genug stabilisiert und das Kreuz hängt regelrecht durch. Die Lösung sind mittelharte Matratzen, die entspanntes Liegen ermöglichen.

3. Die Bandscheibe ist schuld

Das ist nur in ganz seltenen Fällen richtig, da Bandscheiben zu den stabilen Körperteilen gehören. Die Ursache liegt meist in Muskelverspannungen, die durch krummes Sitzen, falsche Körperhaltung oder zu wenig Bewegung hervorgerufen werden. Neben einer schwachen Muskulatur können auch verkürzte unelastische Bänder die Ursache für den Schmerz sein. Hier versprechen Bewegungsarten wie Yoga oder Chi-Gong Besserung.

Wer seine Bandscheiben gezielt trainieren will, sollte Beuge- und Streckübungen machen.

4. Sitzen schadet

Alles eine Frage der Technik. Nur wer es sich über Stunden schief und krumm auf seinem Allerwertesten bequem macht, darf sich über Rückenschmerzen nicht wundern. Daher muss der Rücken auch während des Sitzens in Bewegung bleiben. Dynamisches Sitzen ist angesagt: die Position wechseln und zwischendurch strecken. Ein Bürostuhl mit flexibler Rückenlehne wäre ideal.

5. Rückenschmerzen treten erst im hohen Alter auf

Klarer Fall von „Denkste“. Gut 60 Prozent der jüngeren Generation bis 30 Jahren leiden bereits unter Rückenschmerzen. Die Ursachen dürften klar sein: Bewegungsmangel, falsche Haltung und langes Sitzen. Vor allem Teenager verbringen einen Großteil ihrer Zeit vor dem Computer, der Sport bleibt auf der Strecke. Zudem ist bei vielen jüngeren Menschen die Rücken- und Bauchmuskulatur zu schwach ausgeprägt.

Wer präventiv tätig werden will, sollte täglich zehn Minuten Gymnastik betreiben oder 30 Minuten spazieren gehen. So helft ihr eurem Rücken, gesund zu bleiben.

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