Joggen bei Eis, Schnee und Kälte: Was ist zu beachten?

Jogging im Winter? Das kommt für viele aufgrund der Kälte, Schnee und Eis nicht in Frage. Doch mit der der richtigen Laufbekleidung und –ausrüstung macht Joggen auch im Winter viel Spaß und ist zudem gesund.

Die Verlockung ist groß, sich bei Kälte, Schnee und Eis doch lieber auf die Couch zu legen. Dabei ist es durchaus ratsam, sich während des Winters im Freien sportlich zu betätigen. Vorausgesetzt, man beachtet folgende Tipps.

Jogging im Winter: So geht’s richtig

  • Richtige Laufbekleidung im Winter

Das wichtigste beim winterlichen Joggen ist die richtige Laufbekleidung. Um sich vor den kalten Temperaturen zu schützen, sollte man Thermounterwäsche bzw. Funktionsunterwäsche (sorgt auch beim Schwitzen für trockene Haut), Thermopullover oder –jacke und bei Feuchtigkeit noch eine Regenjacke tragen. Generell ist das Zwiebelprinzip zu befolgen: Mehrere, dünne Kleidungsschichten anziehen. Unbedingt auf Funktions-Bekleidung aus modernen High-Tech-Fasern zurückgreifen. Die sind besonders leicht und atmungsaktiv. Die richtige Bekleidung für das Joggen bei Kälte wird durch lange Socken, damit die Achillessehnen und Waden warm bleiben, Mütze und gegebenenfalls Handschuhe abgerundet.

  • Wann Mütze und Schal tragen?

Neben Handschuhen darf eine Mütze oder Stirnband während des Joggings bei eisiger Kälte nicht fehlen.

Jogging im Schnee. Foto: Flickr by Carl_C

Jogging im Schnee. Foto: Flickr by Carl_C

Denn über die Stirn läuft ein Großteil der Temperaturregulation ab. Und um nicht unnötig Körperwärme über den Kopf oder die Stirn zu verlieren, ist bereits bei 3 bis 5 Grad eine Kopfbedeckung zu empfehlen. Wichtig ist, dass die Stirn trocken bleibt. Liegen die Temperaturen zwischen minus 6 bis minus 10 Grad, sollte man einen dünnen Schal als Mundschutz tragen, um sich so besser vor der kalten Luft beim Einatmen zu schützen.

Ist es draußen noch kälter, ist ein Sportverzicht die bessere Lösung. Denn die Kälte in Kombination mit körperlicher und sportlicher Betätigung kann schnell zu Reizhusten führen.

  • Laufschuhe für Winter: Mit oder ohne Spikes

Wenn auf der Laufstrecke kein Eis liegt, kann man durchaus mit normalen Laufschuhen joggen gehen. Bei etwas eisigerem Laufuntergrund empfehlen sich dagegen Trailrunning-Schuhe, die sich durch ein griffigeres Profil auszeichnen. Wer sich trotz Blitzeis undglatter Oberfläche nicht vom Laufen abhalten lassen will, sollte Laufschuhe mit Spikes tragen, die – je nach Modell – im Stile von Schneeketten an den Sohlen angebracht sind. Diese besonderen Winter-Laufschuhe sind auch unter dem Namen Yaktrax bekannt.

Eine Alternative sind die Laufschuhe von der schwedischen Firma „Icebug“, die Schuhe mit Spikes ausgerüstet hat. Hier findet ihr weitere Informationen zu den Laufschuhen.

  • Aufwärmen nicht vergessen

Ein kurzes Aufwärmprogramm vor dem Sport ist generell immer zu empfehlen. Aber besonders im Winter ist darauf zu achten. Am besten kann man ein paar lockere Aufwärmübungen noch zu Hause absolvieren, bevor es ins Freie zum Joggen geht.

Zudem sollte man mit einem ruhigen Lauftempo loslegen. Denn sowohl im Winter als auch im Sommer benötigen Muskeln und Gelenke ein paar Minuten, bis sie auf Betriebstemperatur kommen.

  • Nasenatmung bei Kälte besser

Zur Atmung ist zu sagen, dass man bei Kälte prinzipiell durch die Nase ein und durch den Mund ausatmen sollte. Die Nasenatmung hat den Vorteil, dass so die kalte Luft leicht vorgewärmt wird, bevor sie die Lungen erreicht. Wobei viele bei steigender Belastung ihren Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgen können, wenn ausschließlich durch die Nase eingeatmet wird. Dann gibt es zwei Varianten: Intensität runterfahren oder ein dünnes Baumwolltuch vor den Mund platzieren. Dieser Tipp ist vor allem bei besonders eisigen Temperaturen hilfreich.

  • Bäume schützen vor Wind

Wenn es nicht nur kalt, sondern auch windig ist, bieten Wälder und Parks mit vielen Bäumen einen guten Windschutz. Nach dem Training sollte man sich nicht zu lange draußen in der Kälte aufhalten, um gar nicht erst das Risiko einer Erkältung einzugehen.

  • Laufen im Winter: Ist das gesund?

Wer im Winter laufen geht, kommt gesundheitstechnisch in den Genuss von zwei Vorteilen. Einerseits wird das Immunsystem stärker beansprucht, was mit einem Impfeffekt verglichen werden kann. Schließlich werden die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt, da Joggen bei Kälte vergleichbare Auswirkungen auf den Organismus hat, wie ein Gang in die Sauna oder Kalt-Warm-Wechselduschen.

Außerdem tanken wir beim Joggen im Winter Tageslicht, insofern man nicht während der Dunkelheit laufen geht. Dadurch wird die Vitamin D-Produktion angekurbelt, die wiederum die Hormonproduktion anregt. Und außerdem fühlt man sich nach einem Waldlauf im Winter ungemein frisch, gut und fit.

Eure Meinung: Worauf sollte man sonst noch beim Joggen im Winter achten?


3 Responses to Joggen bei Eis, Schnee und Kälte: Was ist zu beachten?

  1. Yogi 17. Dezember 2010 at 12:24 #

    Hi,
    neben den ganzen Aspekten sollte man auch den Spaß nicht vergessen den man hat.
    Und: da Laufen im Schnee anstrengender ist, einfach das Tempo reduzieren und die Winterlandschaft geniessen.
    Außerdem werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison im Winter gelegt.
    Im Kampf gegen die ganzen Kalorienbomben um die Weihnachtszeit hilft das natürlich auch.

    Grüße aus Oberhausen, Yogi

  2. Juls 27. Dezember 2010 at 02:45 #

    Yogi stimme ich zu. Mir mach das Laufen im Winter mehr Spass als im Sommer. Man ist schneller kaputt und die Luft wirkt viel frischer. Ich laufe gerne durch den Wald etwas offroad 🙂

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  1. Fitnesstraining im Winter besonders wichtig » Fitness, Wintertraining, Woche, Skifahren, Ausdauer, Joggen, Winter, Für » Naringin - 22. Dezember 2010

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