Joggen und Radfahren – zwei beliebte und gesund Fitmacher. Doch welche Sportart schneidet im direkten Vergleich besser ab. Wir nehmen das Duo genauer unter die Lupe und vergleichen es anhand verschiedener Parameter wie Kalorienverbrauch, Muskeltraining, Kosten, Gelenkbelastung, Sicherheit und Flexibilität und haben einen klaren Gewinner.

Eins vorweg: Sowohl Joggen als auch Radfahren sind ideal, um die Ausdauer zu trainieren, Gewicht zu verlieren, seine Fitness zu verbessern und der Gesundheit etwas Gutes zu tun. Dennoch gibt es zwischen beiden Sportarten kleine aber feine Unterschiede. Falls ihr noch zwischen beiden Sportarten hin und her überlegt, kann der folgende direkte Vergleich helfen.

Joggen, Laufen, Radfahren, Jogging. Foto: Flickr/donjd2

Joggen – Radfahren: Frage nach dem Kalorienverbrauch
Klarer Punktsieg fürs Laufen. Der durchschnittliche Kalorienverbrauch eines Joggers bei einer Laufgeschwindigkeit liegt bei 850 Kalorien. Der Radfahrer muss mindestens doppelt so schnell sein, um es zumindest auf 600 Kalorien zu bringen. Der simple Grund: Beim Jogging arbeiten wesentlich mehr Muskeln als beim Radfahren, wodurch mehr Kalorien verbrennt werden. Wer sich in kurzer Zeit richtig auspowern und zugleich mehr Fett verbrennen will, sollte Joggen dem Radfahren vorziehen.

Joggen – Radfahren: Frage nach dem Muskeltraining
Erneuter Punktsieg fürs Laufen. Beim Lauftraining werden neben der Beinmuskulatur auch die Arme und Rumpf bewegt. Das garantiert nicht nur eine Stabilität beim Laufen, sondern sorgt für einen höheren Kalorienverbrauch und am Ende wird mehr für die Fitness getan. Beim Radeln werden „lediglich“ Beine und Po trainiert.

Joggen – Radfahren: Frage nach den Kosten
Langsam wird’s langweilig: Wieder schneidet Joggen besser ab. Während man für ein gutes Fahrrad ab 500 Euro aufwärts auf den Tisch legen muss, sind ein paar ordentliche Laufschuhe zwischen 80 bis 120 Euro zu haben und somit deutlich billiger. Zwar ist der Verschleiß der Schuhe im Vergleich zum Rad höher, doch dafür fallen noch Kosten für Helm oder regelmäßig stattfindende Reparaturen an. Auch wenn man sich jährlich neue Schuhe kauft, wird es einige Jahre dauern, bis man die Kosten für ein Fahrrad ausgegeben hat.

Joggen – Radfahren: Frage nach der Gelenkbelastung
Hier kann das Radfahren überzeugen. Das Treten in die Pedale ist für die Gelenke schonender, als die Kräfte die beim Laufen auf das Knie- oder Fußgelenk wirken. Zudem ist die Wucht der Stöße geringer. Sportler mit Gelenkproblemen sind auf dem Drahtesel besser aufgehoben und sollten es dem Laufen vorziehen. Auch für Sportanfänger ist Radfahren besser, für deren Gelenke die Belastung beim Joggen noch ungewohnt ist.

Joggen – Radfahren: Frage nach der Sicherheit
Wer beim Sport insbesondere an die Sicherheit denkt, sollte definitiv Laufen gehen. Zwar besteht die Gefahr, dass man umknickt und sich vielleicht einen Bänderriss zufügt, doch beim Radfahren kann es schneller zu wesentlich schlimmeren Unfällen kommen. Allein schon wegen der höheren Geschwindigkeit sowie der nähere Kontakt zu Autos.

Joggen – Radfahren: Frage nach dem Schwierigkeitsgrad
Hier hat Radfahren seine Vorzüge, vorausgesetzt man ist in der Lage, sein Gleichgewicht zu halten. Joggen sieht zwar auf den ersten Blick anspruchslos auf, doch das ist ein Irrglaube. Denn Fragen nach der richtigen Atmung, Lauftechnik und guten Koordination, die allesamt für ökonomische Laufen wichtig sind, sollte man nicht unterschätzen. Andernfalls ist man schnell außer Atem und die Motivation leidet.

Joggen – Radfahren: Frage nach der Flexibilität
Klare Sache: Zum Laufen benötigt man lediglich seine Laufschuhe, die bequem in jedes Gepäck passen. Einfach anziehen und schon kann man überall joggen. Für das Radfahren ist man logischerweise auf das Fahrrad angewiesen. Das hat man nicht immer zur Hand und ist auch im Winter schwerer zu handeln als das Laufen. Es sei denn, man hat ein  Ergometer zuhause, doch die werden mal außen vor gelassen.

Fazit
Auch wenn Joggen im direkten Vergleich zum Radfahren als klarer Punktsieger hervorgeht, gibt es keinen Gewinner. Denn dieser kann nur die Gesundheit, Spaß und Fitness heißen. Und wer lieber radeln statt laufen geht, sollte nicht krampfhaft umsatteln. Denn ohne Spaß an der Sache wird man schnell seine Sportkarriere an den Nagel hängen.

Eure Meinung: Was bereitet euch mehr Spaß – Jogging oder Radfahren?

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