Joggen mit dem Hund – was ist zu beachten?

Zusammen mit dem Hund durch den Wald oder Park zu laufen, bereitet vielen Joggern Freude. Auch ich „leihe“ mir regelmäßig den Nachbarshund aus. Doch für das gemeinsame Training gibt es ein paar Grundregeln, die jeder Hunde-Jogger befolgen sollte.

Gerade im Herbst hole ich mir regelmäßig einen Korb von Bekannten ab, wenn ich mit ihnen Laufen gehen will. Vor allem das nasskalte Wetter und die damit sinkende Motivation werden mehr oder weniger als Ausreden herangezogen. Das Problem erübrigt sich, wenn man einen Hund besitzt, der ausreichend trainiert ist.

Hund checken lassen
Und da wären wir auch schon bei der ersten goldenen Regel für das gemeinsame Laufen mit dem Hund. Denn nicht jeder Hund, vor allem etwas ältere, ist fit genug, um mit einem trainierten Jogger locker mitzulaufen. Daher ist es ratsam, sich vorher durch einen Besuch beim Tierarzt zu vergewissern, ob der Hund keine Gelenks- oder Kreislaufprobleme hat. Andernfalls wird das gemeinsame Laufprogramm für das Tier eher zur Qual.

Wald und Wiese statt Gras und Beton
Zudem sollte man unbedingt darauf achten, wo man mit dem Hund joggt. Während unsereins seine Füße in schützende und stoßdämpfende Laufschuhe einpacken kann, laufen die Hunde barfuß. Auf betonierten Laufuntergründen wie Asphalt können sich die Tiere ernsthaft verletzen, wenn sie sich Rollsplit o.ä. in die Pfote eintreten. Apropos Pfote: die sollte man immer vor dem gemeinsamen Joggen nach kleinen Verletzungen überprüfen. Für das gemeinsame Lauftraining mit dem Hund eignen sich demnach weiche Untergründe wie Gras oder unasphaltierte Wege am besten. Und auch für eure Gelenke ist es besser.

Eine gewisse Erziehung sollte der Hund natürlich auch genossen haben, so dass er jederzeit auf eure Kommandos hört. Am besten ist es, wenn Bello beim Kommando „Fuß“ an eurer Seite läuft.

Auf Kommandos hören
Ein Problem scheint die Frage mit der Leine zu sein! Für den Läufer und Hund ist es immer am schönsten, wenn der Hund frei laufen kann. Das hat den Vorteil, dass man selbst die Hände frei zum Laufen hat und der Hund auch mal schnell sein Geschäft verrichten oder im Grün herumtollen kann. Auf jeden Fall muss das Tier gut genug erzogen sein, um auf euer Kommando sofort zurückzukommen. In gefährlichen Situation sollte der Hund bei einem Befehl wie „Sitz“ sofort verharren. Ist das nicht gegeben, sollte man sich zweimal überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, den Hund frei umherlaufen zu lassen.

Vorsicht ist in stark besuchten Parks oder an befahrenen Straßen geboten. In diesem Fall wäre es sicherlich ratsamer, wenn das Tier von vornerein angeleint ist. Wobei hier jeder Hundehalter sein Vierbeiner am besten kennen sollte, ob es nötig ist oder nicht.

Die richtige Leine
Statt einer klassischen Hundeleine sollte man über die Anschaffung einer extra Jogging-Leine nachdenken. Diese wird um die Hüfte gebunden und besitzt einen elastischen Bauchgurt. Aus eigener Erfahrung kann ich nur dazu raten. Wenn man jetzt noch darauf achtet, dass der Hund sein Geschäft gleich am Anfang verrichtet, kann man entspannt in das gemeinsame Training starten. Und dumme Kommentare über das schlechte Wetter muss ich mir auch nicht anhören.


2 Responses to Joggen mit dem Hund – was ist zu beachten?

  1. GZi 5. November 2009 at 08:55 #

    Ja, schlechtes Wetter gibt es nicht und laufen mit Hund bringt Spaß. Habe ich auch lange gemacht, aber seit 2 Jahren hat mein Mischling nicht mehr allzu viel Lust auf längere Strecken. 1mal die Woche nehme ich ihn höchstens noch mit auf 7 km, ansonsten tobt er lieber im Garten und natürlich erst Recht mit anderen Hunden. Und wasserscheu ist er auch. Es gab zwar nie einen „blöden Kommentar“ wegen des Wetters… aber sein Blick sprach bei Regen auch Bände und die Pfoten schüttelte er genauso angewidert wie man es von Katzen kennt 🙂

  2. Alex 19. November 2009 at 13:29 #

    Ich laufe auch meistens mit Hund und einer normalen Langlauf-Leine. Damit kann man auch weiterlaufen wenn der Hund mal eben stehen bleibt und kurz schnuppert. Wenn jetzt im Winter mal Schnee liegt, dann ist noch darauf zu achten, das sich keine Eisklumpen an den Pfoten des Hundes bilden. Das kann für den Hund sehr schmerzhaft sein.

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