Jeder von uns hat seinen ganz individuellen Atemrhythmus. Ähnlich sieht es auch beim Laufen aus. Die richtige Atemtechnik gibt es nicht, dafür aber einige Anhaltspunkte, auf die man achten sollte.

Gerade Anfänger sollten es vermeiden, sich beim Laufen eine vorgeschriebene Atemtechnik anzutrainieren. Dies hat nur zur Folge, dass man sich zu sehr darauf konzentriert und völlig aus dem Laufrhythmus kommt. Keine Sorge, das Atmen passiert schon ganz von alleine.

Doch wer bei seiner nächsten Joggingrunde folgende Ratschläge mal befolgt, macht nichts falsch.

Richtig ausatmen
Das wichtigste für eine optimale Sauserstoffzufuhr ist das Ausatmen. Je mehr Luft aus den Lungen kommt, desto mehr Sauerstoff kann beim nächsten Atemzug eingeatmet werden. Dadurch wird nicht nur das Potential der Lunge ausgeschöpft, sondern zugleich die Lungekapazität trainiert.

Zudem solltet ihr immer aus dem Bauch atmen. Eine flache Brustatmung gilt es zu vermeiden. Diese liefert dem Körper zu wenig Sauerstoff und führt früher oder später garantiert zu Seitenstechen.

Mund oder Nase – was ist besser?
Doch ist es besser, durch die Nase oder durch den Mund zu atmen? Hier kann man keine allgemeingültige Aussage treffen. Das entscheidet jeder Läufer fast automatisch für sich allein. Und im Grunde genommen ist es egal, ob durch die Nase oder den Mund geatmet wird.

Wenn man Vorteile der jeweiligen Atemtechniken anführen will, kann man höchstens sagen, dass durch die Mundatmung der Körper etwas schneller versorgt wird. Bei der Nasenatmung wird hingegen die Luft gefiltert und angefeuchtet. Dadurch wird der Rachen nicht ausgetrocknet. Im Winter kommt die Luft vorgewärmt in den Lungen an, was bei der Mundatmung nicht der Fall. Bei klirrender Kälte sollten sich Läufer die mit der Mundatmung trainieren einen Schal vor den Mund binden.

Doch egal ob Mund- oder Nasenatmung, man sollte jetzt nicht krampfhaft versuchen, sich die eine oder andere Technik anzutrainieren. Der Körper wird das schon von ganz alleine richten.

Atemrhythmus wichtig?
Abschließend noch einen Blick auf den Atemrhythmus. Egal ob nach zwei, drei oder vier Schritten, hier gilt ganz klar, dass das jeder für sich automatisch entscheidet. Der Atemrhythmus kann aber als Indikator für die Intensität herangezogen werden.

Atmet ihr nach zwei Schritten ein und aus, spricht vieles dafür, dass das Tempo zu hoch ist. Lieber drosseln, sonst kann der Laufspaß ein abruptes Ende nehmen. Wird während vier Schritten ein- und ausgeatmet, habt ihr mit Sicherheit noch ein paar Körner im Speicher.

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