Klassische Fehler beim Muskelaufbau

Wer seinen Körper etwas muskulöser gestalten will, kommt am Krafttraining nicht vorbei. Doch was leicht aussieht ist harte Arbeit und Bedarf viel Disziplin. Und natürlich schleichen sich dabei aber auch immer Fehler ein. Wir zeigen euch fünf klassische Fehler.

Viele Informationen – wenig Training
Ein Fehler, den viele motivierte Anfänger aber auch einige Fortschritte machen, ist die Suche nach dem perfekten Trainingssystem. Aber nicht in der Praxis, also beim Training an sich, sondern lediglich theoretisch. Hier werden in vielen Internetforen oder auch im Freundeskreis mehr oder weniger blauäugig und blind Informationen befolgt. Natürlich ist es interessant und nicht unwichtig, sich ein paar Informationen zum Training einzuholen, doch bitte nur in Maßen. Lieber die Energie aktiv beim Training nutzen und nicht permanent am Trainingsplan rumbasteln, nur weil ein revolutionäres System zehn Kilogramm Muskelmasse in sechs Wochen verspricht. Muskeln wachsen immer noch durch hartes und regelmäßiges Training, nicht durch die vielen Diskussionen darüber.

Bankdrücken © Flickr by ennuidesign

Bankdrücken © Flickr by ennuidesign

Fokus auf Lieblingsübungen
Jeder von uns hat Lieblingsübungen. Ich werfe mal Bankdrücken oder Bizepcurls in die Runde. Doch jede Lieblingsübung verliert an Wirksamkeit, wenn sie permanent im Trainingsplan aufkreuzt. Variables Training heißt das Zauberformel. Es kann zwar sein, dass man kurzfristig nicht mehr die maximalen Kraftwerte bei seiner Lieblingsübung erreicht, doch die Muskulatur entwickelt sich durch die neue Übung weiter. Und im folgenden Trainingszyklus kann man auch beim Bankdrücken und Co. die Leistung und Muskelentwicklung steigern.

Trainingsbuch? Brauch ich nicht!
Wer sein Training genau dokumentiert, erhöht die Chancen auf einen effektiveren Muskelaufbau. In dem Trainingstagebuch sollte man sein Trainingsgewichte und die absolvierten Wiederholungen eintragen. So lässt sich das Trainings systematisch besser kontrollieren und planen. Vor allem die Satzpausen sind für einen kurzen Eintrag ins Trainingsbuch hervorragend geeignet. Training nach dem „Lust und Laune“-Prinzip mag vielleicht mehr Spaß machen, doch sehr effektiv ist es nicht.

Training bis zur Schmerzgrenze
Ein erfolgreiches Training muss hart sein. Getreu dem Motto: No pain, no gain – ohne Fleiß, kein Preis! An sich ist die Annahme nicht verkehrt, doch hart heißt nicht immer bis zum oder über das Muskelversagen hinaus zu trainieren. Intensitätstechniken, wie beispielsweise „erzwungene Wiederholungen“ mithilfe eines Trainingspartners, sind zum Brechen von Trainingsplateaus geeignet. Für das Alltagstraining sind solche Methoden nicht gedacht. Also lieber einen Gang runterschalten, sonst wird am Ende das Nervensystem überlastet und es droht eine längere Zwangspause.

Muckis durch Supplemente
Nicht blind auf Supplemente verlassen. Auch wenn die Packungsbeilage verlockend klingt: Es gibt keine Wundermittel die einen schnell in einen Muskelprotz verwandeln – zumindest keine legalen und nicht gesundheitsschädliche. Als einzige Ausnahme sei hier Kreatin aufgeführt. Allgemein sollen Nahrungsergänzungen, wie der Name eigentlich sagt, lediglich gezielt bestimmte Nährstoffe der normalen Ernährung ergänzen. Die Grundlage für Muskelwachstum bildet immer dein täglicher Speiseplan – ‚Eiweiß lässt grüßen“!

Das war sicherlich nur ein Auszug aus den häufigsten Fehlern beim Muskelaufbau. Die Liste schreit nach Vervollständigung. Also ihr seit via Kommentarfunktion gefragt. Vielen Dank im Voraus.


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