Krafttraining und sichtbare Adern: Was kann man dagegen tun?

Hervortretende Adern sind nicht jedermanns Sache. Doch wer regelmäßig Krafttraining betreibt, darf sich früher oder später über sichtbare Venen – vor allem in der Körperperipherie wie Arme oder Beine – nicht wundern. Wer aber während des Trainings nicht wie der adernversehene Hulk aussehen will, sollte auf die Atmung achten.

Ob ästhetisch oder nicht. Wo viel und schweres Eisen gestemmt wird, treten bei vielen Männern die Adern oft dermaßen stark hervor, dass man Angst bekommen kann, dass diese gleich platzen. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine ganz normale physiologische Erscheinung. Denn durch die Muskelanspannung kommt es zu einer Kompression in den Gefäßen.

Pressatmung. Foto: Flickr by bionicteaching

Pressatmung. Foto: Flickr by bionicteaching

Und da die Arterien natürlich munter weiter Blut vom Herzen wegtransportieren, kommt es in den Venen zu einem Blutstau. Vergleichbar mit einem Gartenschlauch, der geknickt wird. Die Folge ist, dass bei großer Muskelanstrengung die Adern stark hervortreten. Doch da sich der Blutstau schnell löst, bestehen keine gesundheitlichen Risiken.

Das Hervortreten der Adern beim Training verhindern

Wer aber nicht immer so einen verkrampften Eindruck beim Krafttraining machen will, kann eigentlich nur zwei Sachen tun.  Zum einen mit weniger Gewicht trainieren, was aber nicht immer sinnvoll ist, wenn man irgendwann Leistungsfortschritte erzielen und Muskeln aufbauen will. Die bessere Alternative wäre das Unterlassen der Pressatmung – vor allem bekannt bei Gewichthebern, die beim Heben der Gewichte nicht ausatmen. Diese machen viele Kraftsportler automatisch, da sie dem Körper auch zu mehr Stabilität beim Stemmen von schweren Gewichten verhilft. Wer statt der Pressatmung ruhig und regelmäßig weiteratmet, wird dadurch das Hervortreten der Adern beim Krafttraining weitgehend unterbinden.

Sichtbare Adern nicht vermeidbar

Aber sichtbare Blutgefäße kann man als aktive Sportler ansonsten kaum verhindern. Das ist der Tatsache geschuldet, dass Sportler wesentlich weniger Fettgewebe besitzen als die meisten sportlich inaktiven Menschen. Entsprechend sind die an der Körperoberfläche verlaufenden Adern bei vielen Athleten sichtbar. Zudem besitzen durchtrainierte Menschen aufgrund eines erhöhten Muskulaturanteils auch logischerweise mehr Adern, die die Muskeln mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Und machen wir uns nichts vor. Die meisten Kraftsportler wie Bodybuilder oder auch der durchschnittliche Fitnessstudio-Besucher freut sich über eine dicke Vene auf dem Bizeps. In vielen Fällen ist sie ein Indiz für einen gut durchtrainierten Körper und somit löst er beim Träger ein stückweit Stolz aus.

Adern als Schönheitsideal

Ich für meinen Teil habe auch kein Problem mit sichtbaren Adern. Es muss natürlich alles im Rahmen bleiben, aber da hat wohl jeder sein eigenes Schönheitsideal.

Eure Meinung würde uns interessieren: Findet ihr Adern attraktiv und sexy oder sind sie einfach nur lästig und hässlich?


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