Kranking: kurbelnder Fitnesstrend für die Muskeln

Kranking ist ein ideales Trainingsprogramm, um die Muskulatur des Oberkörpers zu stärken und zugleich einen positiven Einfluss auf die Kondition zu erzielen. Wir stellen euch das praktische und immer beliebter werdende Handbike als Fitnessgerät vor. Auch bekannt als Krankcycle.

Mit so genannten Handbikes kann man selbst steile Berge allein durch die Kraft der Arme bewältigen. Sie nutzen eine Variante der Liegefahrräder, bei der die Kraftübertragung auf die Räder mithilfe von Handkurbeln anstelle von Pedalen stattfindet. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Handbikes in einer veränderten Form auch in den Fitnessstudios zu finden sind. Und zwar als Standgeräte.

Krankcycle: Alternative zum Crosstrainer

In immer mehr Studios gibt es die so genannten Kranking- oder Krankcycle-Kurse. Darunter ist ein effektives Training für den Oberkörper und die Ausdauer am Krankcycle gemeint. Das Krankcycle kommt einem Oberkörperergometer gleich und bietet viele Vorteile.

Das Kranking (vom englischen Begriff „crank“ für Kurbel) kann zum Aufwärmen der Oberkörpermuskulatur genutzt werden, das bei den üblichen fünf bis zehn Minuten auf dem Ergometer oder dem Laufband zu kurz kommt. Demnach eine praktische Alternative zum Crosstrainer.

Kranking © Flickr by Spinninglucian

Kranking © Flickr by Spinninglucian

Die Kurbelarme sind unabhängig voneinander, was für ein variables Training spricht. Entsprechend können die Drehbewegungen beim Kranking parallel, versetzt, vorwärts, rückwärts, ein- oder beidseitig vollzogen werden. Durch dieses Workout mit seinem durchdachten Widerstandssystem wird die Ausdauer verbessert, Kraft im Oberkörper aufgebaut und gleichzeitig jede Menge Kalorien verbrannt.

In erster Linie stärkt das KRANK-Cycle den Bizeps, Trizeps und auch die Schultern. Wird im Stehen trainiert, werden zudem aber auch der Rücken und Bauch nach wenigen Minuten anfangen zu brennen.

Kranking: Frauen werden es lieben

Doch besonders Frauen werden das Gerät und deren Wirkung schätzen lernen. Denn das Kranking kräftigt zwar die Muskeln, baut dabei aber keine Muskelmasse auf. In erster Linie wird das Gewebe gestrafft – wodurch sich auch die berühmt berüchtigten Winke-Winke-Ärmchen oder Puddingarme, also das Herumschlackern des erschlaffenden Oberarmgewebes. Dieser Effekt wird auch von professionellen Handbikern bestätigt. Demnach wurde bei den Aktiven durch das Kurbeln am Handbike zwar eine enorme Kraft in den Armen entwickelt, doch die Muskelberge, die man vor allem vom klassischen Krafttraining kennt, bleiben aus. Falls ihr also eine effektive Art und Weise zur Straffung der Oberarme sucht, solltet ihr Ausschau nach einem Kranking-Kurs halten.

Ausdauertraining mit Krankcycle

Doch nicht nur zur Muskeldefinition soll das Kurbeln dienen. Denn genau wie bei allen anderen Ausdauergeräten lässt sich auch beim Krankcycle der Widerstand und damit der benötigte Kraftaufwand stufenweise regeln. Die Möglichkeit für ein gezieltes Ausdauertraining ist gegeben, was auch beim Abnehmen sehr von Nutzen ist.

Aber auch für Sportler, die nach einer Verletzung im Arm-, Brust- oder Schulterbereich langsam wieder ins Training einsteigen möchten, ist das Kranking ein zu empfehlendes Training. So kann beispielsweise durch einarmiges Training gezielt den schwächeren Arm trainieren. Außerdem schulen die vorwärts oder rückwärts ausgeführten Kurbelbewegungen die Beweglichkeit und das Koordinationsvermögen.

Handbike. Foto: Flickr/walrus2

Gut für Rollstuhlfahrer

Kranking steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Doch da das Powertraining Spaß macht und einfach zu erlernen ist, wird es bestimmt auch in Deutschland ein Erfolg. Das KRANK-Cycle richtet sich dabei nicht nur an alle Fitnessbegeisterte, sondern eignet sich hervorragend für den Einsatz in der Rehabilitation. Als spezielle Zielgruppe sind vor allem Rollstuhlfahrer zu nennen.


2 Responses to Kranking: kurbelnder Fitnesstrend für die Muskeln

  1. hörsport-olaf 5. Oktober 2010 at 14:43 #

    Kranking ist auf jeden Fall eine tolle Alternative für all diejenigen, die Ausdauertraining mal mit den Armen machen möchten; z.B. um die Beine bewusst zu entlasten oder einfach nur zur Abwechslung 😉

  2. Lothar1974 24. Januar 2011 at 13:25 #

    Ich sehe das genau wie Olaf. Nur Fahrrad macht diese typische T-Rex Figur. Deshalb fahre ich Hand- Tret- Velo.

    Gruss
    Lothar

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