Zugegeben, aus modischer Sicht sind Kompressionssocken nicht wirklich überzeugend. Dennoch machen die kniehohen Strümpfe, die in der Medizin primär für die Behandlung von Gefäßkrankheiten eingesetzt werden, durchaus Sinn.

Nicht nur Weltklasse-Langstreckenläufer wie Paula Radcliffe zwängen sich seit geraumer Zeit in die hautengen Kompressionssocken, die viele als Thrombosestrümpfe kennen. Auch zahlreiche Profis aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA tragen an Unterschenkeln und Unterarmen diese Überzieher.

Der Grund ist einleuchtend: Denn durch den permanenten leichten Druck der Kompressionssocken wird das darunter liegende Bindegewebe und die Muskulatur gestützt und zugleich entlastet. Dadurch wird der Rückstrom des Blutes aus der Körperperipherie zurück zum Herzen verbessert und das Lymphsystem angeregt. Somit werden die Arterien blutdurchlässiger und die Muskulatur mit mehr sauerstoffreicherem Blut versorgt.

Dadurch ermüdet die Muskulatur langsamer, was auf der anderen Seite eine Leistungssteigerung darstellt. Zudem wird durch den Einsatz von Kompressionsstrümpfen die Regenerationsphase verkürzt. Das lässt sich durch den gesteigerten venösen Abfluss von bestimmten Abbauprodukten wie Laktat erklären.

Doch nicht jeder wird sich mit diesen Strümpfen anfreunden können, da sie extrem eng anliegen und so bei vielen eher als unangenehm und störend wahrgenommen werden. Ein Versuch ist es aber in jedem Falle wert.

Und wer sich zum Kauf von Kompressionsstrümpfen für den Sport entschlossen hat, sollte unbedingt auf eine exakte Passform achten. Hier gilt es auch, den Wadenumfang zu berücksichtigen. Da die Strümpfe in der Regel um einiges dünner als normale Laufsocken sind, könnten eure Laufschuhe zudem etwas größer ausfallen.

Falls ihr Erfahrungen mit Kompressionssocken beim Laufen oder in anderen Sportarten gemacht habt, dann teilt diese doch bitte mit.

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