Mit dem Flyboard übers Wasser fliegen!

Fliegen wie Superman, springen wie ein Delfin und tauchen wie ein Pinguin: Das Flyboard macht es möglich. Diese Maschine wurde aus dem Racing-Jetski entwickelt und ermöglicht den Antrieb unter Wasser und in der Luft. Franky Zapata, der bereits mehrfach Jetski-Racing-Weltmeister war, hat das Flyboard 2011 erfunden. Seit diesem Jahr sind die Maschinen auf dem Markt und haben sich jetzt schon zu einem absoluten Kultsport entwickelt.

 

Wie funktioniert ein Flyboard?

Das Flyboard wird über einen Wasserschlauch an einen Jetski angeschlossen, der für den Antrieb sorgt. Unter den Füßen des Flyboarders sind Düsen angebracht, die 90 Prozent des Antriebs sicherstellen. Lenkung und Stabilisierung erfolgen über weitere Düsen an den Händen. Es wurden zwei verschiedene Versionen entwickelt, eine für eine Person und eine für zwei Personen. Bei der Zwei-Personen-Version sitzt eine Person auf dem Jetski, während die andere das Flyboard verwendet. Der Flyboarder kann sich dabei schnell an das Gerät gewöhnen und lernen, damit umzugehen. Er hat außerdem eine große Bewegungsfreiheit. Für die Einmann-Version wird ein zusätzliches Elektronik-Kit benötigt. Der Gebrauch des Flyboards wird dadurch noch intuitiver, das Flugerlebnis noch präziser.

Ein schönes Flyboard Video:

Für das Flyboard benötigt man eine gute Körperspannung und Balance. Laut Ausbildern braucht man nur eine kurze Eingewöhnungszeit von ca. zwei bis 20 Minuten, bis man den grundsätzlichen Umgang mit dem Flyboard beherrscht. Ohne professionelle Hilfe soll die Eingewöhnung etwa eine Stunde dauern.

Der Traum vom Fliegen hat seinen Preis

Zunächst einmal braucht man einen Jetski mit mindestens 100 PS, der je nach Modell einige Tausend Europ kostet. Die Flyboard-Grundausstattung besteht aus dem Flyboard, einem Hauptschlauch, einem 180-Grad-Winkelstück, einem Schnellverschluss und einem Adapter zum Anschließen an den Jetski, zwei Schläuchen mit Handgriff, einem Paar Schuhe zum Anschnüren auf dem Board und einem Reinigungssystem. Dieses Paket kostet 5712 Euro (Stand: September 2012). Das Elektronik-Kit für den Einmann-Betrieb kostet 1309 Euro und bietet folgendes Equipment: Die Steuerung für die rechte Hand, die Signale an eine elektronische Karte im Jetski leitet; die Steuerung für die linke Hand, die Start- und Stopfunktionen sowie eine Not-Aus-Funktion steuert; einen Gashebel mit Verkabelung. Je nach Art des Jetskis muss ein spezieller Adapter zum Anschließen des Hauptschlauchs erworben werden. Die Preise hierfür liegen bei 290 bis 500.

Kann man Flyboards auch testen?

Bevor man sich ein teures Flyboard-System kauft, kann man testen, ob einem der Sport überhaupt gefällt. Zentrale Anlaufstelle ist Flyboard Deutschland (www.flyboard.de). Dazu muss man einen Jetski haben oder mieten, nach Absprache stellt auch der Hersteller einen. Vertreter von Flyboard Deutschland bieten eine Einführung und Testmöglichkeit. Es müssen fünf bis acht interessierte Teilnehmer versammelt werden an einem Gewässer, auf dem Jetskis und Motorboote fahren dürfen. Der Test kostet 200 Euro pro Person, die aber bei Kauf eines Flyboards verrechnet werden. Bei Flyboard Deutschland werden Interessierten auch Adressen genannt, wo Flyboards gemietet werden können. Übrigens kann man Flyboard-Kurse auch verschenken. Verschiedene Anbieter von Erlebnisgeschenken wie z.B. Mydays oder Jochen Schweizer haben entsprechende Kurse im Angebot (z.B. hier).

Fazit

Surfen, Fliegen, Springen, Tauchen: Mit dem Flyboard kann man der Schwerkraft entfliehen, in Adrenalin baden, Action erleben, kurz: das „normale“ Leben einfach mal völlig vergessen. Einziges klares Manko sind die enorm hohen Anschaffungskosten, die das Flyboarden nur gut betuchten Personen zugänglich machen. Wenn aber ein paar gute Freunde für eine Schnupperstunde zusammenlegen, wird das dem Beschenkten garantiert ein unvergessliches Erlebnis bescheren!


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