Mood Food – gesund glücklich essen

Lebensmittel nähren nicht nur, sie verbessern auch unsere Stimmung. Das ist hinlänglich bekannt. In diesem Zusammenhang ist immer wieder von Mood Food zu lesen, wonach bestimmte Nahrungsmittel unsere Laune steigert. Bekanntestes Beispiel ist die Schokolade. Doch es gibt auch einige gesündere Vertreter des Mood Foods.

Mood Food stammt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet soviel wie Stimmungs-Essen. Meist werden unter Mood Food Lebensmittel verstanden, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung die Psyche des Menschen beeinflussen. Jeder von uns kennt Nahrungsmittel, die die Stimmung heben und die Konzentrationsfähigkeit verbessern können. Verantwortlich sind Inhaltsstoffe, die die Produktion von stimulierenden Substanzen (sog. Neurotransmittern) fördern. Der Mood-Food-Klassiker schlechthin: die Schokolade.

Zitronen © Flickr by comingstobrazil

Zitronen © Flickr by comingstobrazil

Serotonin macht uns glücklich
Durch Schokolade und andere Süßigkeiten wird die Serotoninproduktion angekurbelt. Serotonin ist im Grunde genommen ein Glückshormon. Ist es ausreichend im Körper vorhanden, fühlen wir uns ausgeglichener und ruhiger. Bei einem Serotoninmangel sind wir hingegen gereizt und entwickeln eine Tendenz zur Aggressivität.

Klassisches Mood Food ein Dickmacher
Mood Food sorgt dabei für einen schnellen Anstieg des Serotoninspiegels. Vor allem bei einer Kombination aus Kohlenhydraten, Zucker und hohen Fettgehalt steigt das Serotonin schnell an. Entsprechend fühlen wir uns glücklich, wenn wir Mood Food essen. Doch die Seelentröster können sich bei übermäßigem Genuss schnell in Form von Gewichtzunahme bemerkbar machen. Und während das Gewicht steigt, sinkt natürlich auch unsere Laune. Scheinbar ein Teufelskreis, der aber mit gesünderem Mood Food durchbrochen werden kann.

Erinnern wir uns hierfür doch einfach an das altbekannte Sprichwort „Sauer macht lustig“.

Wenn Menschen unter Kopfschmerzen leiden, schlecht gelaunt, reizbar und nervös sind, kann sauerer Hering die schlechte Laune milde stimmen. Denn aus den Inhaltsstoffen wird Serotonin schnell aufgebaut.

Glücklich dank Gürkchen, Zitrone und Rhabarber
Mixed Pickles sind ebenfalls beliebt unter den sauren Leckereien. Bei den bunt eingelegten Gürkchen ist die Essigsäure für den Geschmack verantwortlich. Essig kurbelt die Verdauung an, hemmt das Wachstum krankheitserregender Keime im Darm und fördert die Abwehrkräfte. Oder Zitronen. Die gelben Früchte geben dem Körper wichtige Mineralstoffe und Zitronsäure macht zugleich Speisen leichter verdaulich. Daher werden Salate oder Fischgerichte gerne mit Zitronensaft zubereitet.

Auch Rhabarber gehört zum Reigen des Mood-Foods. Rhabarber, im übrigen Gemüse und kein Obst, ist roh aber kaum genießbar. Wird er mit Zucker gereicht, sieht es allerdings anders aus. Und hier schließt sich der Kreis: Denn süß und sauer macht bekanntlich beides glücklich.

Süße Früchtchen
Apropos süß. Süße Früchte wie Erdbeeren, Papaya oder Mangos sind ebenfalls stimmungsfördernd und wesentlich figurfreundlicher als Schokolade.

Also wenn ihr mal wieder für die Laune und nach Lust essen wollt, solltet ihr an die Vielfältigkeit des Mood Foods denken.


4 Responses to Mood Food – gesund glücklich essen

  1. Nadine 23. November 2009 at 09:54 #

    Sie haben vollkommen Recht. Jeder von uns weißt es schon, dass die gesunde Ernährung eigentlich das beste für unser Körper ist… Das Problem ist aber, dass die meisten Leute es oft vergessen…Man muss also öfter daran erinnern. Danke.

  2. Tobias 23. November 2009 at 12:00 #

    Klasse Artikel! Bei Schokolade sollte man allerdings aufpassen, da sie ja nur in geringen Mengen glücklich macht 🙂

  3. Nadja 27. November 2009 at 22:21 #

    Hi, ein Freund hat mir die Tage von einer Lebensmittelkombination, die glücklich machen soll erzählt:

    Einen mageren Fisch ohne Fett zubereiten (also dünsten oder grillen) und zu einer ebenfalls fettfreien Beilage essen, z.B. Reis (aber eben keine Pommes oder Sauce; Zitrone hingegen geht). Etwa eine halbe Stunde später einen süßen Nachtisch.

    Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber nach Aussage jenes Freundes ist es ein Mood Food, das nicht dick, aber sehr, sehr glücklich macht.
    VG

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  1. Teil II: Abnehmen leicht gemacht - Tipps gegen den Heißhunger | Fitness-Blog - 26. November 2009

    […] Zeit Wenn ihr mal wieder einen Heißhunger auf ungesundes Mood-Food wie Schokolade habt, solltet ihr euch ein Sprichwort in Erinnerung rufen: Abwarten und Tee trinken! […]

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