Nach „Wetten, dass…?“ Unfall: Ist der Funsport Bouncing zu gefährlich?

Nach dem schweren Unfall bei „Wetten, dass…?“ stellen sich viele die Frage: Ist der Funsport Bouncing zu gefährlich? Auch wenn die Bilder von Samuel Koch, der mit seinen Sprungstelzen per Salto über fahrende Autos gesprungen ist und dabei schwer stürzte, eine andere Sprache sprechen: Bouncing birgt keine sonderlichern Risiken.

Beim Bouncing werden die Sprungstelzen unter dem Knie fest angebracht und schon kann man im Stile eines Kängurus durch die Gegend hüpfen. Die stabilen Federn bestehen aus Fieberglas und federn jeden Schritt. So sind Sprünge von zwei Metern Höhe und fünf Meter Weite kein Problem. Als Höchstgeschwindigkeit können mit den Sprungstelzen bis zu 45 km/h erreicht werden.

Bouncing: Den Risikograd bestimmt jeder selbst

An sich verspricht der Funsport nicht nur Spaß, sondern auch wenig Risiko. Wenn man sich normal auf den Sprungstelzen vorwärts bewegt – also ohne Salto -, wird durch einfaches Stehenbleiben gebremst.

Funsport Bouncing mit Sprungstelzen. Foto: Flickr/SignalPAD

Funsport Bouncing mit Sprungstelzen. Foto: Flickr/SignalPAD

Zwar braucht das alles etwas Übung, aber im Grunde genommen ist Bouncing ungefährlicher als Inline-Skating. Doch natürlich übt das Springen mit den Stelzen auch schnell seinen ganz besonderen Reiz aus. Auf der Suche nach dem Adrenalinkick werden neue ausgefallene und waghalsigen Stunts ausprobiert.

Wo das hinführen kann, mussten wir leider am letzten Samstag bei „Wetten, dass…?“ sehen.

Bouncing: Qualitativ hochwertige Sprungstelzen kaufen

Wer dennoch Interesse am Bouncing hat, sollte jetzt nicht gleich von seinem Vorhaben Abstand nehmen. Das Material ist qualitativ hochwertig und wenn man sich seinem Können entsprechend auf den Sprungstelzen bewegt, ist es sicher. Dabei darf natürlich die Sicherheitsausrüstung wie Helm, Ellenbogen-, Handgelenks- und Knieschonern nicht fehlen. Wobei diese leider auch Samuel Koch vor schlimmen Verletzungen nicht schützen konnten.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man definitiv keine billigen Sprungstelzen aus dem Ausland kaufen. Besser sind Sprungstelzen mit hoher Qualität, die natürlich ihren Preis haben. In Deutschland zählen diesbezüglich „7Meilenstiefel“ und „Poweriser“ zu den bekanntesten Herstellern, wobei die Sprungstelzen rund 330 Euro kosten.

Fazit Bouncing

Letztendlich ist jeder für sein eigenes Handeln selbst verantwortlich. Wer den Drang verspürt mit einem Fahrrad oder Inlinskates über fahrende Autos zu springen, geht dabei immer ein sehr hohes Risiko ein. Das ist beim Bouncing natürlich nicht anders. Gefährlich ist Bouncing oder die Sprungstelzen nicht. Außer, man macht es durch riskante Sprünge selber gefährlich.

Vielleicht hätte das ZDF die riskante Wette nicht zu lassen dürfen. Dann wäre es wahrscheinlich irgendwann anders auf einem anderen Sender bei einer anderen Show zu einem vergleichbaren Unfall gekommen. So traurig es ist: Unfälle können in keiner Lebenssituation ausgeschlossen werden.

Eure Meinung: Hätte das ZDF die riskante Wette untersagen müssen? Haltet ihr Bouncing für eine gefährliche Funsportart?


6 Responses to Nach „Wetten, dass…?“ Unfall: Ist der Funsport Bouncing zu gefährlich?

  1. Karo 7. Dezember 2010 at 17:28 #

    Sicher ist Samuel ein ziemlich großes Risiko eingegangen. Aber dennoch hat das ZDF bei der Annahme von den Wetten die letzte Entscheidungsgewalt. Also völlig freisprechen von der Verantwortung kann man das ZDF wohl eher nicht.

  2. Pina 7. Dezember 2010 at 20:08 #

    Ich finde nicht das das ZDF die Wette hätte untersagen müssen. Immerhin sollte man doch davon ausgehen, dass der der die Wette anmeldet auch weiß nwas er da tut, zu dem wenn er oder sie Stuntman oder Frau ist, so wie es ja glaube in dem Fall war…
    Immerhin hätte sowas bei das Super Talent auch passieren können, wenn die so eine große Bühne hätten, dass da Autos u.s.w. herauf gepasst hätten, wäre es da sogar bestimmt gezeigt worden….
    Ist natürlich trotzdem alles nicht so schön, also mal hoffen, dass alle Fernsehsender daraus lernen…

  3. Karo 10. Dezember 2010 at 14:43 #

    Es geht letztendlich um die Tendenz, dass die Sender immer riskantere Aktionen in ihrem Programm aufnehmen, um das Volk zu unterhalten. Fernsehen scheint leider nur noch nach dem Prinzip zu funktionieren: Schneller, höher, weiter. Dass dieses Prinzip auch zu Unfällen führen kann, haben wir am Samstag deutlich sehen können.

  4. Regina 11. Dezember 2010 at 17:13 #

    Die Sendung hätte nicht unterbrochen werden sollen. Der Kandidat muß selbst wissen was er kann und was nicht, das Risiko liegt ganz bei ihm. Da habe ich schon Wetten gesehen die gefährlicher aussahen wie z.b. jemand der sich mehrfach überfahren ließ.

  5. Andre Leisner 12. Dezember 2010 at 21:26 #

    Es ist sicherlich keine risikoarme Sportart, aber jede Sportart birgt gefahren. Wenn ein Stunt gedreht wird, passieren immer mal wieder Unfälle. So auch in diesem Fall. Es ist tragisch, aber nicht weniger tragisch, wenn dies einem Stuntman bei Dreharbeiten zu einem Film passiert. Nur haben in dem Augenblick Millionen von Zuschauern zugesehen. Ein gefundenes Fressen für die Medien. Unverantwortlich, musste das sein etc. Jeder Kanidat, der sich für eine Wette anmeldet, weiß welcher Gefahr er sich aussetzt. Aber dafür nun das Sportgerät oder Wetten dass verantwortlich zu machen ist für mich ein wenig übertrieben!

  6. Laurie Bailey 24. Dezember 2010 at 02:11 #

    Sicher ist Samuel ein ziemlich großes Risiko eingegangen. Aber dennoch hat das ZDF bei der Annahme von den Wetten die letzte Entscheidungsgewalt. Also völlig freisprechen von der Verantwortung kann man das ZDF wohl eher nicht.

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