Natural Movement – trainieren und essen wie die Steinzeitjäger

Back to the roots – zurück zu den Wurzeln! So könnte der Slogan von „Natural Movement“ heißen. Ein  Fitness-Konzept von Erwan le Corre welches sich an die Bedingungen der Steinzeitjäger orientiert. Wenig Kleidung, viel Natur und eine entsprechende Ernährung sollen die Teilnehmer fit wie Neandertaler machen. Wir stellen euch das Fitness-Konzept etwas genauer vor.

Die Steinzeitjäger galten als fit und durchtrainiert. Schließlich musste sie bei der Jagd nach Mammuts und Co. sprinten, klettern, springen und natürlich lange Wege zu Fuß zurücklegen. Wer einmal in die Rolle eines Steinzeitjägers schlüpfen und ein Training angelegt an die damaligen Lebensumstände erfahren will, sollte sich Matural Movement ausprobieren.

Trend zur Outdoor-Aktivität

Klimmzug. Foto: ForrestWodwar by Flickr

Klimmzug. Foto: ForrestWodwar by Flickr

Zu Zeiten, wo Fitnessstudios wie Pilze aus dem Boden sprießen, hat Erwan le Corre ein ganz besonderes Workout kreiert. Der Franzose nennt sein Trainingsprogramm „Natural Movement“, was als natürliche Bewegung übersetzt werden kann, und bietet auf vielen Orten der Welt (u.a. Brasilien) mehrtägige Fitnesscamps an. Damit liegt Le Corre scheinbar voll im Trend, denn sein Konzept findet immer mehr Anhänger. Nicht umsonst gestalten viele Menschen ihre Freizeit in der Natur, indem sie zahlreiche Outdoor-Aktivitäten absolvieren. Das könnte den hohen Zuspruch erklären. Doch wie hat man sich das Training bei Natural Movement vorzustellen?

Natural Movement: Fitnessprogramm für den Wald

Bequeme Funktionswäsche und Laufschuhe haben beim Natural Movement nichts verloren. Die Teilnehmer treten barfuß und in kurzen Hosen zum Workout an. Das findet natürlich vornehmlich im Wald und der freien Natur an (siehe Video). Schließlich konnten die Steinzeitjäger auch nicht einfach ins Fitnessstudio stolzieren und Eisen stemmen. Vielmehr wird bei Natural Movement ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, bei dem Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit oder Koordination parallel und nicht voneinander getrennt trainiert wird.

Entsprechend sieht das Training aus. Zu den Grundelementen gehören Liegestütze, Zielsprünge, Rollen, gehockte Läufe, Balancieren auf und Heben von Baumstämmen, Klimmzüge an Ästen oder das Hochklettern an Bäumen. Ganz wichtig dabei sind die Barfußläufe, die bevorzugt im Sprinttempo absolviert werden sollen. Mit der Zeit sollen die Teilnehmer die Übungen von Natural Movement kraftsparend und effizient ausüben.

Parallelen zu Parcour und Trimm-Dich-Pfade

Im Grunde genommen lassen sich Parallelen zur heutigen Sportart Parcour erkennen und die Krafübungen primär mit dem eigenen Körper zu bewerkstelligen – so genannte Bodyweight Excersises – ist auch nicht gänzlich neu. Jeder der schon einmal auf einem Trimm-Dich-Pfad war, weiß wovon ich rede.

Bei Natural Movement werden daher auch keine bestimmten Übungen an bestimmten Kraftgeräten für bestimmte Muskeln absolviert. Während andere also ihren Trainingsplan nach Rücken, Brust, Schulter oder Arme aufteilen, wird bei Natural Movement immer der ganze Körper trainiert.

Durchaus ein interessanter Ansatz, bei dem vor allem alle Naturliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Wer aber keine Lust hat, bei Wind und Wetter draußen zu trainieren, findet ähnliche Konzepte des Natural Movements auch vereinzelt in bestimmten Fitnessstudios. Hier werden Hantelstangen und Latzug-Maschine gegen Hölzer oder Kleingeräte eingetauscht.

Natural Movement: Ernährung als wichtiger Bestandteil

Doch Natural Movement umfasst nicht nur das Training. Vielmehr spielt im Konzept von Erwan le Corre auch die Ernährung eine ganz wichtige Rolle. Und die soll – wie auch nicht anders zu erwarten – stark an die der Steinzeitjäger angepasst sein. Während die Jäger aus der Steinzeit noch selbst auf die Jagd machen mussten, können wir gemütlich zum nächsten Supermarkt latschen. Doch sobald das Geschäft betreten wird, sollen die Teilnehmer des Natural-Movement-Konzeptes in die Rolle eines Steinzeitjägers schlüpfen.

Auf dem Speiseplan stehen nur Obst, Gemüse, Eier, Nüsse, Fisch, Kräuter und natürlich jede Menge Fleisch. Die Lebensmittel die unseren Vorfahren zur Verfügung standen. Für Brot, Nudeln, Kartoffeln, Milchprodukte oder Zucker ist da kein Platz.

Kritik an Paleo Food

Das bedeutet auch, dass der Salat ohne Dressing gegessen werden muss. Und auch die leckere Stulle mit Wurst und Käse ist Geschichte. Dieses Ernährungskonzept trägt den Namen Paleo Food, ist aber nicht ganz unumstritten. Ernährungswissenschaftler kritisieren dabei vor allem den hohen Fleischkonsum und befürchten langfristig Mangelerscheinungen.

Ich bin zwar auch kein Anhänger des Paleo Food, aber das Trainings-Konzept von Natural Movement finde ich auf jeden Fall sehr interessant. Was haltet ihr davon?


One Response to Natural Movement – trainieren und essen wie die Steinzeitjäger

  1. James 25. August 2010 at 17:09 #

    Ich denke, es gibt mindestens drei Vorteile für die Türen Fitness

    Sie haben mehr Platz und mehr Sauerstoff als in der Heimat

    Holen Sie sich mehr Entspannung und mehr loswerden Seenot

    Sie sparen Zeit, wenn Sie ein viel beschäftigter Mann sind, wissen Sie, Sie können die Arbeit ausgeführt wird, statt Schwitzen auf dem Laufband

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