Der Fahrrad-Markt für E-Bikes und Pedelecs boomt seit 2009. Nun sollen spezielle Sportmodelle eine neue Zielgruppe für die Räder mit eingebautem Motor begeistern. Im Folgenden findet ihr ein paar interessante Informationen, was sich hinter den neuen Räder versteckt, wie sie funktionieren und für wen sie geeignet sind.

Radfahren ist seit jeher beliebt. Schließlich macht es Spaß und die Bewegung auf dem Drahtesel ist für die Gesundheit gut. Entsprechend schlecht ist es um das Image der Elekto-Räder gestellt. Viele denken dabei eher an Rentner oder Sportmuffel, die sich nicht groß bewegen können bzw. wollen. Doch die neuen Sport-Pedelecs wollen dieses Bild etwas aufpolieren. Die neue Zielgruppe für den eingebauten Rückenwind ist jung, sportlich und trendy, die einer rasanten Beschleunigung und schnellem Fahren etwas abgewinnen kann.

Pedelec. Foto: Flickr by hansdorsch Was sind Pedelecs?

Doch was sind Pedelecs überhaupt? Zwischen E-Bikes und Pedelecs gibt es einen wesentlichen Unterschied. Beim E-Bike wird die Motorleistung über einen Gasgriff am Lenker geregelt. Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) verfügt über eine elektronische Tretkraftunterstützung. Der Zusatzantrieb ist sensorgesteuert und wird erst aktiv, sobald man in die Pedale tritt. Entsprechend steht die Muskelkraft beim Pedelec immer im Vordergrund. Prinzipiell wird die Bewegung erleichtert (wie bei einer Servolenkung) und ein schneller Antritt sowie hohe Geschwindigkeiten charakterisieren das Fahren auf einem Pedelec.

Wie funktionieren Pedelecs?

Der Elektro-Motor hilft mit, wenn man mit dem Treten der Pedale beginnt bzw. bei 30 Umdrehungen pro Minute. Bei 25 km/h (entsprechen ca. 60 Umdrehungen/Minute) ist die effektive Drehzahl erreicht und die Antriebshilfe setzt aus. Auf einem Pedelec wird demnach die Tretkraft beim Antritt aber auch an Steigungen, Überholmanövern und Gegenwind unterstützt oder auch, wenn man am Ende einer Tour kräftemäßig am Ende ist.

Unter den Pedelecs kann man zwischen unterschiedlich stark motorisierten Rädern unterscheiden. Dabei gibt es Modelle mit einer Tretkraftunterstützung bis 25 km/h (max. 250 Watt Motorleistung) und welche, die ein schnelleres Fahren erlauben. Die schnelleren Pedelecs können bis 35 oder 45 km/h unterstützen, zählen aber bereits zu den „Kleinkrafträdern“, die bestimmten Regeln unterliegen. Ein Ottonormalverbraucher kann mit einem schnellen Pedelec sogar die Leistung eines Rennradfahrers übertreffen.

Für wen sind Pedelcs geeignet?

Das Pedelec ist umweltfreundlich. Wer eines hat, kann öfters das Auto in der Garage stehen lassen – auch bei langen Strecken. Sinnvoll ist ein Pedelec für Pendler, die länger als eine Stunde mit dem Rad unterwegs sind. Man spart Zeit und Kraft, tut aber trotzdem der Figur ein Gefallen, wenn man zur Arbeit radelt, statt das Auto oder den Bus zu nehmen.

Auch wer sich beim Radfahren nicht immer überfordern und ans Limit will, ist mit einem Pedelec gut beraten. Bereits Anfänger können hohe Geschwindigkeiten erreichen. Das steigert die Motivation und macht auf jeden Fall Spaß. Und wenn ihr bei bisherigen Trekking-Touren mit Freunden immer hinterhergefahren seit und für einen niedrigen Temposchnitt gesorgt habt, kann ein Pedelec eine gute Wahl sein. Ebenfalls wie für Personen, die Knieprobleme haben oder unter Asthma leiden, ist ein Sport-Pedelec empfehlenswert.

Im zweiten Teil über Pedelecs werde ich die Bikes aus sportlicher Sicht betrachten, mögliche Nachteile nennen und euch ein paar Modelle vorstellen. Eins vorweg: Günstig sind Pedelecs nicht!



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