3 Aug 2010
Pedelecs werden immer beliebter. Doch wie sinnvoll ist der Einsatz von Elektro-Rädern aus sportlicher Sicht? Wird das Training dadurch weniger effektiv? Und welche Kritikpunkte lassen sich an Pedelecs finden? Wir haben ein paar Antworte auf die Fragen.
Auf den ersten Blick scheint sich die elektronische Antrittshilfe, was Pedelecs eben auszeichnet, negativ auf das Training auszuwirken. Schließlich wird Muskelkraft geschont und wir lassen uns von der Motorenleistung unterstützen. Doch ganz so plump kann das nicht stehen bleiben.
Pedelec sportlich sinnvoll?
Der Elektor-Antrieb eines Pedelecs bringt einen schneller und vor allem leichter in den effektiven Tretbereich, in dem der Körper die größte Leistung am schonendsten und kräftesparendsten bringen kann. Dieser liegt ungefähr bei einer Drehzahl von 70 bis 110 pro Minute. Bei niedrigeren Umdrehungszahlen oder auch beim Antreten sind der Leistungsverlust und die Belastung auf die Knie viel höher.
Gelenk- und Kreislaufbelastung sind mit der Trethilfe in jeder Situation genau dosierbar. So kann man seinen Krafteinsatz beim Ausdauertraining variabel gestalten, etwa für ein Intervalltraining bei konstantem Tempo. Daher macht ein Pedelec durchaus auch für sportlich ambitionierte Radfahrer Sinn.
Sehr vorteilhaft ist ein Pedelec in unbekannten Geländen, wo man die Steigung und Länge der Tour nicht abschätzen kann. So können auch Anfänger anspruchsvolle Bergetappen wesentlich leichter meistern.
Nachteile eines Pedelecs
Doch es gibt auch ein paar Schwachstellen, die ein Pedelec offenbart. Das betrifft vor allem die Reichweite der Akkus. Durchschnittlich halten diese für 60 Kilometer. Generell lassen sich in Abhängigkeit der Fahrsituation, Tempostufe und Gewichtsbelastung Distanzen zwischen 30 bis 120 Kilometer zurücklegen. Ein weiterer – und für viele Interessierte größerer – Nachteil ist der Preis eines Pedelecs. Denn günstige Modelle kosten bereits über 1.000 Euro.
Zudem könnte der Ehrgeiz während der Biketour auf der Strecke bleiben. Denn die Verlockung ist groß, sich bei anstrengenden Abschnitten vom Motor anschieben lassen, als selber in Pedale zu treten. Bei normalen herkömmlichen Rädern ist das Gefühl dann doch etwas erhabener, einen Tour bis zum Ende ohne technische Hilfe vollbracht zu haben.
Pedelec: Welches Modell soll es sein?
Optisch sind die Sport-Pedelecs kaum noch von Trekkingbikes zu unterscheiden. Wer sich ein Pedelec anschaffen will, sollte beim Kauf folgende Kriterien beachten:
Wer sein Pedelac auch ohne Motorunterstützung nutzen will, sollte auf das Gewicht des Rades achten und unbedingt auf einen Alurahmen setzen. Ebenso wichtige Kaufkriterien für ein Pedelec ist die Art der Batterie und somit auch die Gesamtreichweite.
Im Folgenden findet ihr ein paar Pedelec-Modelle:
27-Gang-Kettenschaltung, hydraulischer Felgenbremse und kopmakter Gepäcktasche. Preis: 2.100 Euro. Weitere Informationen unter: www.giant-bicycles.com
Pedelec ist mit MTB Komponenten ausgestattet, um mühelos kleine Hindernisse zu meistern. Preis: 3.000 Euro. Weitere Informationen unter: www.focus-bikes.com
Mit 250-Watt-Motor, 8-Gang-Nabenschaltung und hydraulischer Felgenbremse. Preis 2.600 Euro. Weitere Informationen unter: www.kalkhoff-bikes.com
Mit hydraulischen Scheibenbremsen, besitzt die Wendigkeit eines Mountainbikes. Preis: 2.500 Euro. Weitere Informationen unter: www.raleigh.de
Ausgestattet mit „Turbo-Boost“, der kurzzeitig ein erhöhtes Drehmoment auf Knopfdruck zur Verfügung stellt. Preis: 2.200 Euro. Weitere Informationen unter: www.winora.de
Mehr zu diesem Thema hier im Blog:
3 Responses for "Pedelecs – Teil 2: Modelle und Nachteile von sportlichen E-Bikes"
Guten Morgen.
Sind die Links tot? Es kommt eine 404 Fehlermeldung.
Gruß Harry
@ Harry:
Bei den Links war ein Fehler drin, wurde korrigiert. Jetzt müsste alles klappen. Danke für den Hinweis.
[...] zweiten Teil über Pedelecs werde ich die Bikes aus sportlicher Sicht betrachten, mögliche Nachteile nennen und euch ein [...]
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