Rückenschmerzen: Tipps zur Ersten Hilfe und Prävention

Fast jeder kennt das gemeine Zwicken und Ziehen im Rücken. Rückenschmerzen sind ein wahres Volksleiden. Doch was kann man gegen den Schmerz tun? Wir haben wichtige Tipps und zeigen, wie man Rückenschmerzen angehen kann. Aber auch, wie sich Rückenschmerzen vorbeugen lassen.

Viele gönnen sich und ihrem Körper einfach zu wenig Regenerationsphasen. Erst wenn Warnzeichen wie Rückenschmerzen auftreten, kommt man ins Grübeln. Doch wenn die Erholung zu kurz kommt, weil die Flut an Terminen es nicht erlauben, wir zu wenig trinken oder uns zu wenig bewegen, ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis der Rücken „dicht“ macht.

Stress fördert Rückenschmerzen

Wer viel vor dem PC sitzt, verkrampft oft unbewusst die Schultern und streckt den Nacken auf. Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur sind die Folge, genauso wie Schmerzen im unteren Rücken und Nackenbereich. Doch nicht nur im Job, sondern auch in der Freizeit warten zahlreiche Verpflichtungen. Die Muße kommt dabei viel zu kurz. Das ist verheerend. Denn bei sog. nichtspezifischen Kreuzschmerzen (ohne bestimmte körperliche Ursache) spielen neben organischen auch psychsische und soziale Bedingungen eine wichtige Rolle.

Rückenschmerzen. Foto: Flickr by dessertnagel

Rückenschmerzen. Foto: Flickr by dessertnagel

Rückenschmerzen: Bewegung und Wärme statt Bettruhe und Massage

Daher sollte jeder die ersten Anzeichen als Warnzeichen und zugleich als Aufforderung verstehen, es etwas ruhiger angehen zu lassen und sich ein bisschen mehr um sich selbst zu kümmern. Denn jeder kann gegen Rückenschmerzen vorgehen. Bettruhe oder Massage sind dabei aber meistens die falschen Mittel. Denn gegen Rückenschmerzen hilft immer noch Bewegung am besten. Progressive Muskelentspannung kann helfen, die Muskelspannungen zu senken.

80 Prozent aller akuten Rückenschmerzen verschwinden nach vier Tagen bis zwei Wochen. Doch wenn sie zunehmen oder vom Rücken in Arme oder Beine ausstrahlen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn Schwäche oder Taubheitsgefühle auftreten.

Tipps gegen Rückenschmerzen

Neben Bewegung ist Wärme ein gutes Mittel gegen Rückenschmerzen. Ein Heizkissen im Rücken oder auf dem Bauch können Wunder bewirken. Alternativ dienen Körnerkissen, Wärmeflaschen und spezielle Wärmeauflagen für den Rücken. Zudem können pflanzliche und synthetische Wärmesalben und –pflaster die Hautdurchblutung fördern und den Schmerz senken. Aber nur, wenn die Haut nicht zu empfindlich ist. Ferner können kurzzeitig eingesetzte Schmerzmedikamente die Bewegung ermöglichen, wobei auch pflanzliche und synthetische Entzündungshemmer oftmals gegen Rückenschmerzen eingesetzt werden.

Rückenfreundliche Sportarten zur Prävention

Aus sportlicher Sicht haben sich Bewegungsarten aus dem Fernen Osten wie Yoga, Qigong, Tai-Chi aber auch Feldenkrais als sehr sehr rückenfreundlich erwiesen. Ebenfalls ideal sind Pilates sowie spezielles Kraft- und Rückentraining. Wichtig ist, dass man im Alltag einen Ausgleich zum Beruf schafft. Zudem tun die aufgeführten Bewegungsarten nicht nur dem Rücken gut, sondern auch dem Entspannungsfaktor.

Wie oft und was trainieren?

Um Rückenschmerzen vorzubeugen, reichen bereits zwei Trainingseinheiten pro Woche aus. Wem es gelingt, dreimal die Woche zu trainieren, baut nicht nur Kraft, sondern auch Stabilität auf. Dabei sollten nicht nur die langen Muskelstränge im Rücken gekräftigt werden. Denn ebenso beugen und lindern gestärkte tiefe kurze Bauch- und Rückenmuskeln die Schmerzen vor.

Zudem kann eine Überprüfung von Arbeitsabläufen und der Körperhaltung helfen, Rückenschmerzen zu vermeiden. Vielleicht einfach mal im Stehen telefonieren, den Papierkorb außer Reichweite aufstellen oder das Kopieren selbst in die Hand nehmen. Denn schon diese Kleinigkeiten mobilisieren die Wirbelsäule.


3 Responses to Rückenschmerzen: Tipps zur Ersten Hilfe und Prävention

  1. Andreas 14. Juni 2011 at 17:32 #

    Ich würde raten zu dem Physio seines Vertrauens zu gehen! Alles andere macht keinen Sinn.

  2. Michel 24. Juni 2011 at 21:47 #

    Wisst ihr, wie sich Lauftraining auf den Rückenschmerzen auswirkt?

    Ich laufe ganz gern, hab allerdings auch oft Rückenschmerzen. Mit Wärmekissen sitze ich Abends immer schon im Sessel, die hatte ich mal bei Amazon bestellt. Aber so wirklich besser wird es nicht.

    Sollte man zum Arzt gehen, oder?

  3. Martin 15. August 2011 at 15:10 #

    Wie sich Lauftraining auf Rückenschmerzen auswirkt, kann ich leider nicht sagen, aber meiner Erfahrung nach ist schwimmen sehr gut gegen Rückenschmerzen. Wenn man dann zusätzlich noch Krafttraining für die Rückenmuskulatur durchführt, sind in der Regel die Schmerzen wie weggeblasen.

    Bei länger anhaltenden Schmerzen sollte man meiner Meinung nach immer zum Arzt gehen – zu groß ist das Risiko in diesem Bereich.

Schreibe einen Kommentar