Der Besuch in der Sauna ist vor allem in der kalten Jahreszeit ein sehr beliebtes Mittel, um Körper und Geist etwas Gutes zu tun. Bei regelmäßiger Anwendung wird das Immunsystem gestärkt, der Stoffwechsel gefördert und das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflusst. Dennoch schleichen sich beim Saunieren immer wieder Fehler ein.

Die Sauna ist nahezu für jeden gesund. Die Abwehrkräfte werden durch die extremen Temperaturen stimuliert und der Kreislauf stabilisiert. Zudem bietet die Sauna einen Anstoß zur Gewichtsreduzierung, eine Entgiftung durch Schlackenausfuhr über die Haut, Linderung von Rheuma, Gicht und Gelenkproblemen, Besserung von Hautkrankheiten, Erweiterung von Atemwege und natürlich Entspannung und innere Erholung. Ganz schön viel, was dieser kleine Glutofen alles mit uns anstellt.

Doch auch hierbei gilt es einige Regeln zu beachten oder besser gesagt, Fehler zu vermeiden.

Kein Stress und voller Magen
Es ist ratsam, immer ausgeruht in die Sauna zu gehen. War der Tag stressig oder kommt man gerade ausgepowert vom Training, sollte man erstmal 15 bis 30 Minuten entspannen, bevor es in die Sauna geht. Sauna © Flickr by Camping Solo Vail Ledro Ansonsten kann es schnell zu einer körperlichen Überbelastung (Kreislaufbeschwerden) kommen und der Wellness-Faktor kommt nicht zum Zuge. Ähnlich verhält es sich mit dem Essen. Ein voller Magen schwitzt nicht gern – daher sollte die letzte volle Mahlzeit mindestens eine Stunde zurückliegen.

Richtig abkühlen
Aus Hygienegründen seift man sich vor dem ersten Saunagang sorgfältig ein und trocknet sich dann, um besser schwitzen zu können, gründlich ab. Nach dem Besuch der Schwitzkabine greift man lediglich auf klares, kaltes Wasser zurück. Ob die Abkühlung dabei durch eine Kaltwaschung mit einem triefenden Tuch, kalten Guss aus dem Schlauch, eine Regendusche oder kurzes Tauchbad erfolgt, bliebt jedem selbst überlassen und ist abhängig von der Ausstattung. Dabei wird immer von den herzfernen Extremitäten zum Herzen hin gekühlt. So ziehen sich nicht nur die geöffneten Poren wieder zusammen, sondern es dient auch der Abhärtung.

Maximaler Aufenthalt
Doch zurück zum eigentlichen Aufenthalt in der Sauna. Dieser sollte, um Herz und Kreislauf nicht zu überlasten, auf keinen Fall länger als 15 Minuten andauern. Ansonsten ist dieser abhängig vom körperlichen Befinden. Manche Saunagänger fühlen sich schon nach acht bis zehn Minuten gut erhitzt und sind mächtig am schwitzen. Die meiste Zeit wird in liegender Position verbracht, am besten auf der mittleren oder höheren Reihe. Durch das Liegen erfährt der Körper eine einheitliche Erwärmung. Zwei Minuten vor dem anvisierten Ende empfiehlt es sich eine Sitzposition einzunehmen. Einfach nur, um den Organismus auf das Aufstehen einzustimmen. Körperliche Anstrengung, das kann auch schon die Unterhaltung mit anderen Sauna-Besuchern sein, muss natürlich vermieden werden.

Absolute No-Go’s
Während eines akuten (Virus-)Infektes ist die Sauna absolut tabu. Genauso wie das Trinken während des Saunaaufenthaltes. Um den Entgiftungseffekt nicht zu zerstören, immer erst nach dem Saunabad trinken. Obwohl das Saunieren bei richtiger Anwendung eher belebend als ermüdend wirkt, ist es ratsam, sich zwischen den Saunagängen und besonders nach dem letzten eine Ruhepause zu gönnen. Gymnastik oder Schwimmen verzögern das Abkühlen und fördern Infektionen. Ruhephasen unterstützen hingegen die Entspannung und dienen der langfristigen Fitness und Erholung.

Na dann, viel Spaß beim nächsten Saunabesuch.


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