Schrittzähler: Kleine Motivationshelfer für mehr Bewegung?

In den Medien wird derzeit kontrovers über den Einsatz von Schrittzählern (Pedometern) diskutiert. Mehrere Jobcenter in Brandenburg haben nämlich ältere Arbeitslose mit eben diesen Geräten ausgestattet. Ziel ist es die Träger dadurch zu mehr Bewegung zu motivieren und damit die Fitness zu verbessern. Kritiker halten das ganze Projekt allerdings für ziemlich daneben. Schauen wir uns daher einmal genauer an, wie Schrittzähler funktionieren und ob diese tatsächlich beim Abnehmen helfen können:

Steigern Schrittzähler die Laufmotivation?

Eine Studie aus den USA belegt tatsächlich den positiven Effekt der Schrittzähler. Die Internistin Dena Bravata von der Stanford University hat hierfür 2767 meist übergewichtige und wenig sportlich aktive Personen untersucht. Testergebnis ist, die Probanden mit Schrittzähler legten täglich 2491 Schritte mehr zurück als die Testpersonen ohne Schrittzähler. Gleichzeitig waren positive Effekte wie Gewichtsabnahme, gesunkener Blutdruck und damit auch ein reduziertes Herzinfarktrisiko im Rahmen der Studie erkennbar.

Wie viele Schritte sollte man täglich gehen?

Ein Büromensch mit wenig Auslauf kommt täglich auf nur ungefähr 3.000 Schritte. Eine gesundheitsfördernde Wirkung wird ab mindestens 6.000 Schritten täglich erzielt. Für eine deutliche und nachhaltige Verbesserung des Gesundheitszustandes empfehlen Sportmediziner eine tägliche Laufleistung von 10.000 Schritten.

Wie funktioniert ein Schrittzähler?

Schrittzähler sind in der Regel winzig und nur wenige Gramm schwer. Sie verfügen über einen Clip mit denen man sie z.B. an der Hose oder dem Gürtel befestigen kann. Die Geräte sind mit Bewegungssensoren ausgestattet und messen quasi jede Veränderung/Erschütterung im Rahmen einer Bewegung. Ein guter Bewegungssensor sollte dabei unterscheiden können, ob es sich um einen Schritt oder eine nur eine Körperdrehung handelt. Sofern die Bewegung als Schritt erkannt wurde, addiert das Gerät diesen.

Wie genau sind Schrittzähler?

Bei einem guten Schrittzähler muss man zu Beginn die eigene Körpergröße eingeben, schließlich hängt die Schrittlänge stark von der Körpergröße ab. Eine Person mit einer Größe von 1,70 Meter hat beim Wandern oder Walken eine Schrittlänge von ca.75 cm. Beim Joggen ist die Schrittlänge mit 90 cm deutlich länger. Trotzdem kann es natürlich immer zu Ungenauigkeiten kommen, wenn man Schritte verkürzt, beispielsweise beim Bergaufgehen.

Darauf sollte man beim Schrittzählerkauf achten

  • Hohe Messgenauigkeit
  • Klein, leicht, solide Verarbeitung (Clip zur Befestigung)
  • Gut ablesbares Display
  • Leichte Bedienung
  • Allwettertauglichkeit
  • Lange Speicherdauer für Daten

Sinnvolle Zusatzfunktionen

Daneben sollte ein Schrittzähler auch über diverse Zusatzfunktionen verfügen. Dazu zählt beispielsweise die Messung der Laufdauer, die zurückgelegte Strecke, Schrittfrequenz oder der Kalorienverbrauch. Einige moderne Schrittzähler können dank 3D-Bewegungssensor sogar bewältigte Stockwerke aufzeichnen und lassen sich mit dem PC oder Smartphone verbinden und zeigen dem Abnehmwilligen die Daten inklusive hübsch aufbereiteter Online Statistiken.

Schrittzähler gibt es in vielen Ausführungen und auch für wenig Geld. Da aber die Genauigkeit eine große Rolle spielt, ist auf günstige Geräte nicht immer Verlass. Im Folgenden ein paar Empfehlungen:


Omron Schrittzähler Walking Style Three – Solides Einsteigermodell
Preis: ab 20 Euro (Amazon-Link)
Messerwerte: Anzeige von Schritten, Laufdauer und Distanz, Kalorienverbrauch
Darstellung: Display


Fitbit One – Premiummodell mit vielen Extras
Preis: ab 99 Euro (Amazon-Link)
Messwerte: Anzeige von Schritten, Laufdauer, Distanz und Kalorienverbrauch. Der Fitbit One verfügt über einen 3D-Bewegungssensor /Höhenmesser, mit dem man Stockwerke aufzeichnen kann. Zudem kann man den Fitbit One auch zu Analyse der Schlafphasen nutzen.
Darstellung: Eigenes Display, Daten lassen sich kabellos via Bluetooth ins Internet hochladen. Dort findet man Statistiken und auch eine Online Community.

Fazit

Mit einem Schrittzähler erhält man einen guten Überblick über die täglich gelaufenen Schritte und kann sich Ziele setzen (und natürlich erreichen). Somit sind Schrittzähler in der Tat als Motivationshilfe und zur Verbesserung der eigenen Fitness geeignet.


One Response to Schrittzähler: Kleine Motivationshelfer für mehr Bewegung?

  1. Rolf 19. Dezember 2012 at 16:38 #

    Hallo,

    sehr interessanter Beitrag, dem ich auch vüllig zustimmen kann.
    Habe das bei mir selbst schon beobachtet. So ein kleines Teil kann einem ganz schön motivieren.
    Jeden Tag versucht man seinen Rekord zu schlagen und tut so etwas für seine Gesundheit!

    Viele Grüße
    Rolf

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