Self-Tracking als neuer Gesundheitstrend

Self-Tracking ist ein völlig neuer Gesundheitstrend, dem immer mehr Menschen nachgehen. Doch worum geht es dabei eigentlich? Im Grunde genommen ist das Self-Tracking nichts anderes als das Führen von Statistiken zu Körperfunktionen – dieses wird natürlich nicht mehr traditionell mit Papier und Bleistift vorgenommen, sondern mittels speziellen Hightech Messgeräten direkt auf den Computer oder das Smartphone geladen und dann mittels einer entsprechenden App grafisch aufbereitet. Wörtlich übersetzen könnte man Self-Tracking also mit einer Sammelleidenschaft, bei welcher persönliche Daten im Vordergrund stehen. Natürlich stammt dieser Trend aus den USA und hat dort bereits viele Anhänger.

Doch was kann man alles tracken?

Der eigenen Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Während einige Self-Tracker sich dafür interessieren, wie viele Kilometer, Schritte oder Stockwerke sie in der letzten Woche gelaufen sind, möchten andere wiederum ihren Schlaf in einem bestimmten Zeitraum überprüfen oder Essgewohnheiten auf elektronischem Wege kontrollieren. In den meisten Fällen des Self-Tracking geht es also darum, seine Gesundheit in irgendeiner Form zu kontrollieren und letztendlich zu verbessern. Mehr über seinen eigenen Körper zu wissen, ist schließlich auch nicht ganz verkehrt.

Damit dies alles möglichst unkompliziert ablaufen kann, haben sich auch die Hersteller verschiedener Elektrogeräte diesem neuen Trend verschrieben und bieten beispielsweise spezielle Waagen, Pulsmessgeräte oder Schrittzähler an, welche die entsprechenden Meßergebnisse drahtlos an den heimischen PC oder Smartphone übermitteln. Mittlerweile gibt es sogar ein Armband, welches man im Schlaf trägt und das den Träger mit einer leichten Vibration am Handgelenk statt mit einem lauten Brummen weckt. Ganz nebenbei überwacht dieses Gerät den Schlaf seines Trägers. Auch diverse Internetseiten helfen dabei, dass man am Ende des Tages sein Leben in bunten Kurven und Diagrammen auf dem Computer angezeigt bekommt. Sleepcycle oder Weightbot sind hier zwei bekannte Beispiele.

Gewichtsmessung mittels Body Scale

Hauptsinn dieses Self-Tracking ist es, mehr über die eigene Gesundheit herauszufinden und damit womöglich auch anderen Personen zu helfen. Auf der Internetpräsenz von CureTogether beispielsweise werden verschiedene Daten gesammelt und so diverse neue Erkenntnisse gewonnen. Hier erfährt man beispielsweise, dass Sport und guter Schlaf die besten Mittel gegen Depressionen sind, während Tagebuchschreiben oder die altbekannten Fischölkapseln nur wenig helfen. Diese Erkenntnisse zieht man einzig und allein aus den Daten, die Millionen fleißiger Self-Tracker zusammengestellt haben.

Was aber bewegt diese Leute dazu, so akribisch Daten über sich selbst zu sammeln und auszuwerten? In der Regel sind dies Leute, die etwas in ihrem Leben verbessern möchten – sei es ihr Gewicht oder ihren Gesundheitszustand. Dank genauer Betrachtung der eigenen Lebensgewohnheiten soll dieses Ziel schneller erreicht werden.

Ganz fanatische Self-Tracker können ihre Daten sogar mit anderen teilen und diese bei Facebook, Twitter oder auf diversen anderen Internetseiten preisgeben. Dies wird wohl aber nur von Menschen betrieben, die eine sehr exhibitionistische Ader haben. Zudem sollte man sich nicht wundern, wenn die hier zur Verfügung gestellten Daten missbraucht werden.

Alles in allem ist diese „Selbstvermessung“ ein geeignetes Mittel sowohl für Sportler, die ihre Leistungen kontrollieren und verbessern möchten als auch für chronisch Kranke, die so einen besseren Überblick über ihre Krankheit bekommen und dementsprechend behandelt werden können. Gleichzeitig ist das Self-Tracking aber auch zur allgemeinen Stressbewältigung sinnvoll, denn mögliche Stressfaktoren werden schnell erkannt. Für alle anderen Gruppen bedeutet das Self-Tracking lediglich einen Spaß, seine Ergebnisse auszuwerten und mit anderen Usern zu teilen beziehungsweise zu vergleichen.

Was haltet Ihr von Self-Tracking?


One Response to Self-Tracking als neuer Gesundheitstrend

  1. Tommy 19. September 2012 at 11:32 #

    Ich habe mit dieser Art des Tracking bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Man kann dies ungefähr mit den Tracking-Möglichkeiten eines Fitnessstudios vergleichen. Dort zeichne ich auch meinen Trainingsplan auf und versuche ihn nach und nach zu verbessern. Wenn man dies zuhause mit einem kleinen elektronischen Hilfsmittel macht, kann dies nicht schaden, da man erst dann einen Überblick über zb seine Essgewohnheiten erhält.

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