Der Winter steht vor der Tür und für die Windsurfer beginnt die lange Zeit des Wartens bis zum nächsten Sommer. Denkste! Denn auch in der Eiszeit könnt ihr eurem Surfdrang nachkommen. Und hierfür muss man nicht erst viel Geld für eine Reise auf die südliche Halbkugel ausgeben. Die Lösung bietet der „Snowfer“ – das Surfbrett für den Winter, mit dem ihr über Schnee und Eis gleiten könnt. Und für Surfanfänger ist er ideal.

Der Kanadier Charles Chepregi gilt als Erfinder des Wintersurfens. Und mittlerweile findet der Wintersport mit hohem Funfaktor immer mehr Anhänger. So ist es keine Seltenheit mehr, dass man immer häufiger auf zugefrorenen Seen die „Snowfer“ sieht.

Spaß auf zwei Metern
„Snowfer“ ist eine Wortkombination aus „snow“ (Schnee) und Surfer und steht wie die Wintersurfbretter, die seit Anfang der Neunziger Jahre das Licht der Welt erblickt und die Herzen der Surfergemeinde schneller schlagen lassen. Mit den knapp zwei Meter langen und kufenbesetzten Brettern kann man ideal durch die Winterlandschaft brettern.

Zum Snowfing benötigt man einen zugefrorenen See, dessen Eisschicht aber natürlich eine entsprechend Dicke vorweisen muss. Und wenn dann noch der Schnee die richtige Härte mitbringt, lassen sich mit dem „Snowfer“ Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Von der Geschwindikeit kánn man bei Windsurfen auf dem Wasser nur träumen. Die Ursache für den rasanten Spaß ist die geringe Reibung zwischen Brett und Schnee. Daher braucht man zum Wintersurfen auch nicht soviel Wind.

„Snowfer“ ideal für Surf-Anfänger
Zudem ist das Wintersurfen auch für Anfänger prädestiniert. „Die meisten können schon bei ihrem ersten Versuch segeln – auch ohne jegliche Windsurfing-Kenntnisse. Es ist leicht, die Balance zu halten und man benötigt nur wenig physische Kraft dazu“, erklärt Erfinder Chepregi. Ein weiterer Vorteil des Wintersurfens ist das erleichterte Aufsteigen aufs Brett, im Vergleich zur klassischen Wasser-Variante. Also, wer schon immer mal mit dem Gedanken gespielt hat, Windsurfen auszuprobieren, sollte die Chance im bevorstehenden Winter durchaus nutzen.

Helm und Schwimmweste
Und Angst vor schweren Verletzungen muss man nicht haben, gilt der Sport doch eher als harmlos. Natürlich sollte aus Sicherheitsgründen ein Helm getragen werden. Wer auf zugefrorenen Seen unterwegs ist, sollte vielleicht auch noch eine Schwimmweste anziehen. Aber in der Regel übersteht man die Stürze ohne große Blessuren.

In Deutschland gelten der Berliner Müggelsee, der Rangsdorfer See oder auch das Zwischensahner Meer in Niedersachsen als Mekka fürs Eissurfen – vorausgesetzt, es ist kalt genug. In der südlichen Region stehen unter anderem der Chiemsee, der Ammersee oder auch der Mergsee hoch im Kurs der Eissurf-Gemeinde.

Auf Eis und Wasser
Und wenn die relativ kurze Wintersuf-Saison ihr Ende findet, kann man den „Snowfer“ auch kurzerhand für das klassische Windsurfen auf dem Wasser zu benutzen. Schließlich hat der Erfinder höchstpersönlich den „Snowfer“ erfolgreich auf Wasser getestet.


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