Speed Hiking: Schnelles Wandern als neuer Trendsport

Speed-Hiking lässt sich als schnelles Wandern beschreiben. Diese Form des Ausdauersports ist noch relativ jung, findet aber mehr und mehr Anhänger in Deutschland. Höchste Zeit, den neuen Trendsport mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Beim Speed-Hiking ist das Lauftempo um einiges Höher als beim normalen Wandern, so dass die Sportler je nach Fitnessgrad auch „Laufpausen“ einlegen. Die Sportindustrie ist natürlich auch schon auf den Trendsport aufmerksam geworden und entwickelt fleißig spezielle Schuhe für das Speed-Hiking. Im Vergleich zu normalen Nordic-Walking-Schuhen wird das Abrollverhalten als sportlicher beschrieben.

Schuhe für Speed-Hiking

Die Speed-Hiking-Schuhe muss man sich als eine Art Mischung aus Lauf- und Wanderschuhen vorstellen, die sich durch ihre Haltbarkeit und besondere Sohlenbeschaffenheit auszeichnen. Doch wer will, kann zum Speed-Hiking natürlich auch normale Lauf- oder Trailschuhe verwenden.

Speed Hiking. Wandern. Foto: Flickr/Rick McCharles

Speed Hiking. Wandern. Foto: Flickr/Rick McCharles

Hauptsache die gewählten Outdoor-Schuhe (egal ob Speed-Hiking- bis Trailrunning-Schuhe) verfügen über ein grobes Profil und rutschfester Sohlen. Denn sonst kann man auf Felsen oder feuchten bis nassen Laufuntergrund schnell in große Probleme kommen.

Für wen ist Speed-Hiking zu empfehlen?


Die „neue“ Sportart richtet sich in erster Linie an diejenigen, die auf der Suche nach einer sportlichen Betätigung zwischen Joggen und Nordic Walking sind. Joggen ist vielen Menschen zu anstrengend und intensiv, während sie beim Walking zu wenig gefordert werden. Wer zusätzlich noch im Gelände unterwegs und die Vorzüge einer Outdoor-Sportart genießen will, könnte beim Speed-Hiking durchaus voll auf seine Kosten kommen. Denn neben einem ordentlichen Spaßfaktor ist das schnelle Wandern zudem für den Körper sehr sinnvoll.

Normale Wanderer lassen sich bei ihren Märschen durchaus Zeit. Da kann schon Mal ein ganzer Tag für das Erklimmen eines Gipfels und den folgenden Abstieg vergehen. Beim Speed-Hiking dauert der Ausflug dagegen meist nur zwischen 3 bis 5 Stunden – inklusive Einkehr in die Wirtschaft. Natürlich abhängig von der Wanderroute und dem jeweiligen Fitnesszustand.

Stöcke beim Speed-Hiking

Beim Speed-Hiking macht der Einsatz von Stöcken ebenfalls Sinn. Beim bergauf Laufen wird die Arbeit der Beinmuskeln ein bisschen auf den Oberkörper übertragen, so dass man im besten Fall schneller unterwegs ist. Bergab können die Stöcke hingegen für eine bessere Gewichtsverlagerung dienen und zudem in unwegsamem Gelände zusätzlich unterstützen. Aber ganz ungefährlich ist Speed-Hiking nicht. Schnell kann man bspw. mit dem Stock hängen bleiben und sich eine Schulterluxation sowie Bänder- oder Muskelrisse in der Rotatorenmanschette zu ziehen. Ganz zu schweigen von Stürzen. Daher sollten Anfänger vorerst lernen, wie man sich ohne Stöcke im bergigen Terrain richtig zu bewegen hat.

Dem können viele passionierte Bergsteiger ebenfalls nur beipflichten. Denn diese verfolgen die durchaus richtige Ansicht, dass man sich nur dann im Gebirge bewegen sollte, wenn man sich allein auf seinen Füßen, Sohlen und Beinen ohne jegliches Hilfsmittel fortbewegen kann. Ist das nicht der Fall, hat man in den Bergen nichts zu suchen!

Also, wer sich im Gebirge gut bewegen kann und auf der Suche nach einer neuen, naturverbundenen Sportart die von der körperlichen Belastung zwischen Jogging und Nordic Walking anzusiedeln ist, sollte sich vielleicht Mal im Speed-Hiking ausprobieren. Hier findet ihr weitere Informationen zum Speed Hiking.


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