9 Dez 2008
Das Speed Stacking ist vielleicht nicht gerade das, was man landläufig unter Sport versteht. Nichtsdestotrotz erfreut sich dieser unterhaltsame Zeitvertreib in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit. Sie ist bei manchen sogar so beliebt, dass einige von einem gewissen Suchtpotential sprechen. Einmal damit angefangen, kann man nicht mehr damit aufhören! Der Grundgedanke liegt darin, 9 oder zwölf farbige Becher pyramidenartig in einer bestimmten Reihenfolge auf-, und wieder abzustapeln, und das natürlich möglichst schnell und fehlerfrei. Die Idee dazu stammt aus den USA, wo sogar regelmäßig Speed bzw. Sport Stacking Meisterschaften stattfinden. Die Firma Hasbro brachte in den Achtziger Jahren die ersten Becher auf den Markt. Seit ca. vier Jahren gibt es auch immer mehr Deutsche, die diesem Geschicklichkeitstraining verfallen und es regelmäßig ausüben. Beim Becher stapeln steht mit Sicherheit der Spaß und der hohe Unterhaltungsfaktor im Vordergrund.
Speed Stacking, die Sportart für Geist und Körper, eignet sich für jung und alt. Neben dem Spaßfaktor, zeichnet sie sich aber auch durch einen anderen tollen Nebeneffekt aus. So trainiert man durch die Benutzung beider Hände die Motorik, die Augen-Hand-Koordination und die Reaktions-, sowie die Konzentrationsfähigkeit. Dadurch verknüpfen sich die zwei Gehirnhälften und die Entstehung neuer Nervenbahnen wird gefördert. Es gibt Untersuchungen, die eindeutig bewiesen haben, dass durch die Verknüpfung der zwei Gehirnhälften Neues effektiver umgesetzt und sich generell Lernstoff schneller eingeprägt wird. So hat das Speed Stacking einen ähnlich positiven Effekt auf unser Gehirn, wie er es auch dem Jonglieren zugeschrieben wird. Auch wenn hauptsächlich Schüler diese Sportart betreiben, ist nicht zu bestreiten, dass dieses Training vor allem behinderten und älteren Menschen hilft, ihre Motorik zu trainieren und sie dadurch auch geistig angeregt werden. Es gibt mittlerweile zahlreiche Vereine in Deutschland, in denen man das Speed Stacking in Staffeln als Mannschaftsportart betreiben kann, weshalb es sich zusätzlich noch durch einen hohen Sozialfaktor auszeichnet.
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