Test: Die bekanntesten Diäten im Vergleich

Wer abnehmen will, kann aus einer riesigen Auswahl an Diäten oder Ernährungskonzepten wählen, wobei jede von ihnen kurz- oder langfristig Erfolge versprechen. Doch wie gesund sind Diäten? Und welche Diäten sind überhaupt geeignet? Aktivblog hat die Top 4 der beliebtesten und bekanntesten Diäten unter die Lupe genommen. Zudem zeigen wir euch 6 goldene Regeln, mit denen man langfristig abnehmen und einen gesunderen Lebensstil führen wird!

FdH: Friss die Hälfte

Die gute alte FdH Diät! FdH steht dabei kurz und knapp für „Friss die Hälfte“ und funktioniert auf zwei Arten: Entweder man isst von jeder Mahlzeit nur die Hälfte oder man lässt mehrere Mahlzeiten komplett ausfallen. Auch wenn auf den ersten Blick sehr leicht anwendbar, ist FdH äußerst unbefriedigend, da man nie satt wird. Ständig knurrt einem der Magen, die Konzentration leidet, man ist weniger leistungsfähig und früher oder später wird man unweigerlich von Heißhungerattacken überkommen. Zudem lernt man nicht, seine Ernährung dauerhaft umzustellen. Auch wenn man mit der FdH Formel abnehmen kann, lässt sich diese Diät nur schwer über einen langen Zeitraum durchhalten – und gesund ist sie auch nicht.

 

Low Carb: die bösen Kohlenhydrate

Kohlenhydrate genießen einen schlechten Ruf und die Kohlenhydrate-Anti-Haltung wird in der Low Carb Diät so richtig ausgelebt. Denn hier wird auf Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Brot fast ganz verzichtet. Stattdessen sind auf dem Speiseplan vornehmlich eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Fisch, mageres Fleisch und Hülsenfrüchte prominent vertreten. Hinzu kommen frisches Obst und Gemüse. Hintergrund der Low Carb Diät ist, dass Kohlenhydrate den Insulinspiegel stark ansteigen lassen, wodurch der Fettabbau behindert wird. Dagegen verbraucht der Körper bei der Energiegewinnung aus Proteinen viele Kalorien. Das Versprechen bei der Diät ist, dass die Pfunde in der Summe schneller schmelzen oder erst gar nicht auf Hüfte oder Rippe wandern. Vor allem bei vielen Prominenten erfreut sich die Low Carb Diät einer sehr großen Beliebtheit, wobei es hierbei die verschiedensten Varianten gibt: New York Body Plan, Scarsdale-Diät, Atkins-Diät oder South-Beach-Diät.

Wird die Low Carb Diät clever zusammengestellt, kann man mit ihr bezüglich des Abnehmens gute Erfolge erzielen. Durch den hohen Proteinanteil fühlt man sich gesättigt, auch die vielen frischen Zutatn wie Obst und Gemüse sind natürlich positiv zu bewerten. Doch es gibt auch Nachteile, die man nicht missachten darf. Zum einen muss aufgepasst werden, dass man nicht zu viele tierische Fette zu sich nimmt, da das auf Dauer ungesund ist und die Nieren belastet werden. Und zum anderen wird es den meisten extrem schwer fallen, ihren Speiseplan ohne Kohlenhydrate und Ballaststoffe zu gestalten. Heißhungerattacken sind auch hier vorprogrammiert.

Trennkost: Eiweiß und Kohlenhydrate als Intimfeinde

Die Trennkost Diät bzw. Ernährungsprogramm verfolgt eine ganz einfache Regel, die da lautet: Eiweiße und Kohlenhydrate nie zusammen essen! Zum Fisch darf es kein Reis geben, zum Fleisch keine Kartoffeln und die zünftige Brotzeit mit Schinken und diverser anderer Wurst ist natürlich auch tabu. Die Idee hinter der Trennkost lautet wie folgt: Der Organismus kann angeblich Proteine und Kohlenhydrate nicht gemeinsam verwerten, was dazu führt, dass der Körper nicht „entschlackt“ wird und man schnell zunimmt.

In der Theorie gibt es zur Trennkost Methode keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund. Laut Mediziner und Ernährungsspezialisten bereits mehrfach mitgeteilt haben, ist die Annahme einfach falsch, dass der Körper Eiweiße und Kohlenhydrate nur getrennt voneinander verwerten kann. Vielmehr ist das genaue Gegenteil der Fall, da sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Trennkost Diät manchen Personen beim Abnehmen hilft. Dieser Effekt ist aber meist der Tatsache geschuldet, weil sich die Abnehmwilligen generell Gedanken über ihre Ernährung machen und somit ein Gespür entwickeln, was ihnen guttut und was nicht.

Schlank im Schlaf: mit strengen Regeln zur Traumfigur?

Hört sich sehr verlockend und unkompliziert an, erfordert von den Teilnehmern aber jede Menge Disziplin und Durchhaltevermögen. Die Diät Schlank im Schlaf verfolgt die Theorie, dass ein zu hoher Insulinspiegel den Fettabbau bremst, weshalb am Abend keine kohlenhydrathaltigen Lebensmittel mehr gegessen werden dürfen. So wird der Körper dazu gezwungen, zur Energiegewinnung in der Nacht ausschließlich auf die Fettdepots zurückzugreifen. Morgens sind wiederum ausschließlich Kohlenhydrate, kombiniert mit Obst und pflanzlichen Fetten erlaubt. Milch im Müsli oder Joghurt sind tabu, der Kaffee darf generell nur schwarz getrunken werden. Zum Mittag kommt eine Mischkost aus Eiweiß und Kohlenhydraten auf den Teller. Zwischen den drei Mahlzeiten wird eine Essenspause von fünf Stunden vorgeschrieben, wobei selbst kleine Snacks zwischendurch nicht erlaubt sind! Weder einen Apfel, einen Milchkaffee oder ein Stück Schokolade. In der Schlank im Schlaf Diät ist Sport fester Bestandteil und fest eingeplant – vor dem Frühstück oder am Abend.

Bislang gibt es keinerlei Beweise, ob die fünf Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten das Abnehmen positiv unterstützen. Vielen ist Experten ist das Konzept von Schlank im Schlaf zu streng und lässt sich darüber hinaus auch nur sehr schwer in den Alltag und die Lebenswirklichkeit anpassen. Denn was macht man, wenn die Arbeitskollegen zum Mittagessen gehen, während man selber laut Diätplan noch 40 Minuten bis zur nächsten Nahrungsaufnahme warten muss? Auch der nachmittägliche Kaffeekranz ist nicht machbar. Für die Motivation nicht unbedingt förderlich.

In diesem „Stern“-Artikel findet ihr weitere Informationen für die Schlank im Schlaf Diät.

Fazit und 6 goldene Regeln zum Abnehmen

Die perfekte Diät gibt es nicht – und braucht auch keiner! Jeder von uns tickt ein bisschen anders, sodass allgemeingültige Diäten oftmals zum Scheitern verurteilt sind. Dennoch gibt es aber natürlich Möglichkeiten, um erfolgreich abnehmen zu können. Hierfür sollte man sich am besten an den folgenden 6 goldenen Regeln orientieren, die einem bei der langfristigen und gesunden Ernährungsumstellung und beim Abnehmen helfen.

  • Regel 1: Nicht zu viel, dafür ausgewogen essen!
  • Regel 2: Kalorien reduzieren!
  • Regel 3: Weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine essen (aber kein totaler Verzicht auf Kohlenhydrate)
  • Regel 4: Gesättigte Fettsäuren aus Butter, Fleisch, Wurst oder Sahne besser durch mehrfach ungesättigte aus Nüssen, Lacs oder Rapsöl ersetzen!
  • Regel 5: Das Essen genießen! Mehr als gut essen kann der Mensch nicht und es gibt keine bösen und guten Lebensmittel. Vielmehr ist die Balance entscheidend. Verboten führen früher oder später zu Heißhunger.
  • Regel 6: Reichlich Bewegung und Sport! Mindestens genauso wichtig wie die richtige Ernährung.

Und wer sich in seiner Haut wohlfühlt und vom Hausarzt keine gesundheitlichen Bedenken zu hören bekommt, sollte den Schlankheitswahn ignorieren – und Artikel wie diese eher als Anregung für eine gesunde Ernährung denn als Aufforderung zum Abnehmen verstehen!

Eure Meinung: Habt ihr eine Lieblingsdiät oder mit welchen Tipps und Tricks habt ihr erfolgreich abgenommen? Teilt uns eure Erfahrungen doch bitte via Kommentar mit!


One Response to Test: Die bekanntesten Diäten im Vergleich

  1. Rene 19. April 2013 at 23:06 #

    danke für den tollen vergleich. Im Endeffekt kommt es darauf an ein Kaloriendefizit zu erzeugen mit ausreichend Eiweiß die Muskelmasse zu schützen. Schon nimmt man ab. Genau diese Basics werden immer wieder vernachlässigt

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