Fast die Hälfte aller Freizeitsportler verzichtet im Winter auf das Training im Freien und macht es sich lieber auf der Couch gemütlich. Dabei sollten auch im Winter keine Ausreden zählen. Wobei es ein paar Regeln zu beachten gilt.

Sport im Freien beugt dem winterlichen Stimmungstief vor und stärkt zugleich das Immunsystem in der Erkältungssaison. Jetzt heißt es aber nicht, einfach blind drauf loszulaufen, schließlich müssen einige Faktoren berücksichtigt werden.

Überschaubare Intensität
Es ist wichtig, seinen Körper nicht zu viel abzuverlangen und das Pensum langsam zu steigern. Wer sich immer wieder überlastet, verliert nicht nur schnell die Lust am Sport, sondern kann auch seine Immunabwehr schwächen. Doch auch trotz überschaubarer Intensität kann der Ratschlag nur lauten: Runter vom Sofa und rein in die Laufschuhe – auch im Winter.

Aufwärmen © Flickr by alan(ator) Gut Aufwärmen
Ein Kaltstart im Winter ist absolut tabu. Kommt man aus geheizten Räumen zum Sport nach draußen, muss der Organismus sich erst auf niedrigen Temperaturen einstellen. Wer gleich mit voller Intensität startet, atmet zu schnell die kalte Luft ein und riskiert, Rachen, Bronchien und Lunge zu reizen. Dadurch steigt die Erkältungsgefahr. Wintersportler sollten während des Trainings am besten durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen, da die Luft so etwas vorgewärmt wird.

Auch die Muskeln, Bänder und Gelenke brauchen bei niedrigen Temperaturen länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Entsprechend langsam ins Training starten und das Trainingspensum im Vergleich zum Sommerprogramm etwas herunterschrauben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Aufwärmen. Die Dauer der Aufwärmphase ist aufgrund der Witterungsverhältnisse wesentlich länger und kann bis zu 20 Prozent des Trainingsumfangs andauern. Das vermindert das Verletzungsrisiko.

Richtige Bekleidung
Wichtig für das Laufen, Radfahren oder Walken in der kalten Jahreszeit ist auch die richtige Bekleidung. Natürlich haben kurze Hosen und Baumwoll-Shirts dabei nichts verloren. Ratsam ist die Anschaffung von Funktionswäsche, die den Schweiß nach außen transportiert, so dass der Sportler während des Trainings nicht nass wird und zu frieren beginnt..

Am besten kleiden Sportler sich bei Herbstwind oder Minusgraden nach dem so genannten Drei-Schichten- oder Zwiebel-Prinzip, bestehend aus Unterwäsche, eine wärmende Isolationsschicht, die keine Feuchtigkeit speichert, und eine Schutzschicht, etwa eine atmungsaktive Windjacke. Doch damit ist das Thema Bekleidung für das Wintertraining noch lange nicht beendet. Denn zusätzlich sollten die Sportler auf eine Mütze und Halstuch aus Funktionsmaterial setzen, da der Mensch etwa 40 Prozent über Kopf und Hals verliert.

Nicht zu dick anziehen
Dabei ist immer wieder zu beobachten, dass sich ein Großteil der Sportler in der Winterzeit zu warm bzw. dick für den Sport in freier Natur anzieht. Wird die Sportbekleidung so gewählt, dass man mit ihr ohne zu frösteln im Freien stehen kann, hat man sich definitiv zu dick angezogen. Lieber am Anfang fünf Minuten frösteln, als eine Stunde nassgeschwitzt durch den kalten Wind zu laufen oder radeln.


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