Tipps gegen Untergewicht

Für Untergewichtige ist es, im Gegensatz zu Übergewichtigen, oft schwer, die richtige Tipps zur Bekämpfung ihres Problems zu finden. Daher wollen wir ein paar Tipps liefern, wie Untergewichtige auf einem gesunden Weg einige Kilos gewinnen können.

Die Anregung lieferte ein User, der genau hierfür nach Ratschlägen suchte.

Zu allererst sollte über einen Arztbesuch nachgedacht werden. Denn in vielen Fällen ist eine Schilddrüsenüberfunktion für das Ausbleiben der Gewichtszunahme verantwortlich. Denn die Schilddrüse spielt hinsichtlich des Grundumsatzes eine wichtige Rolle. Bei einer Überfunktion wird der Körper zu einem höheren Kalorienverbrauch animiert.

Ansonsten gibt es eigentlich nur zwei Ratschläge, um Gewicht zuzunehmen:

1. Viel und richtig Essen
2. Hartes Muskelaufbautraining

Viel Essen heißt natürlich nicht, dass ihr euch jetzt bis zur Übelkeit den Bauch voll schlagt. Die Energiezufuhr sollte um rund 500 Kalorien pro Tag erhöht werden. Eine höhere Kalorienzufuhr erreicht man auch dadurch, wenn man vermehrt auf Lebensmittel zurückgreift, die eine hohe Energiedichte haben.

Versucht viel Eiweiß und Kohlenhydrate in den Ernährungsplan zu verankern. Vor allem hochwertige Eiweiße in Form von Eiweißdrinks können Wunder bewirken. Doch diese Drinks sollte keine Mahlzeiten ersetzen, sondern vielmehr als zusätzliche Nahrung angesehen werden. Ansonsten ruhig dreimal die Woche Nudeln essen, da diese bekanntlich ein ausgezeichneter Energiespender sind.

Aber auch Fett sollte nicht fehlen, wenn ihr Gewicht zunehmen wollt. Dadurch wird verhindert, dass der Körper nicht auf die eigenen Fettdepots zur Energiegewinnung zurückgreift.

Bei der Zubereitung der Nahrung auch immer wieder Butter, Sahne oder Creme fraiche zum Verfeinern verwenden. Bei einer Brotzeit sollten Streichfette oder Frischkäse nicht fehlen. Vergesst nicht, die Brote mit einem doppelten Belag zu versehen, zum Beispiel Käse und Schinken.

Als Zwischenmahlzeit oder kleiner Snack eignen sich Nüsse, Trockenfrüchte, Kürbiskerne, Früchteriegel oder Studentenfutter. Vor allem die Macadamianüsse sind besonders energiereich. Wenn ihr Appetitmangel habt, ist ein Aperitif und hin und wieder ein Glas Wein oder Bier empfehlenswert.

Doch damit der Körper die größere Energiezufuhr nicht als lästige Fettdepots anlegt, darf der Sport auf keinen Fall fehlen. Hierfür eignet sich natürlich das Fitnessstudio am besten.

Euer Trainingsplan sollte dabei überwiegend (zu 80 bis 90 %) aus Grundübungen bestehen, die möglichst viele Muskelgruppen zugleich beanspruchen. Das können zum Beispiel Kniebeugen, Bankdrücken, Nackendrücken oder Langhantelcurls sein.

Im Idealfall geht ihr dreimal in der Woche zum Training, wobei ihr in den ersten drei Monaten ein Ganzkörpertraining absolviert. Mit einem Zeitumfang von ungefähr 90 Minuten ist zu rechnen. Pro Übung werden drei Sätze mit jeweils acht bis zwölf Wiederholungen gemacht. Nach jedem Satz steht eine ein- bis zweiminütige Pause auf dem Programm. Dadurch solltet ihr in der Lage sein, mehr Gewicht zu stemmen, als wenn die Pausen kürzer gestaltet werden.

Anabole Steroide sind nicht ratsam. Zwar lässt sich dadurch in kürzester Zeit ein ordentlicher Muskel- und Kraftzuwachs verzeichnen, der aber nicht von Dauer ist. Zudem sollten mögliche Nebenwirkungen Abschreckung genug sein. Das einzige Supplement, auf welches ihr zurückgreifen solltet, ist Kreatin. Doch auch nur dann, wenn ihr schon ein paar Monate Krafttraining betreibt.

Damit ihr langfristig an Gewicht zulegen könnt, lautet die oberste Prämisse: Regelmäßigkeit und Disziplin.

Falls ihr weitere Ratschläge zur gesunden Gewichtszunahme kennt, dann teilt diese doch bitte mit.


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