Tipps: Wie finde ich die richtige Musik fürs Training?

Ohne geht nicht! Die Rede ist von Musik und Sport – vornehmlich Laufen oder Fitness. Bereits vor einigen Tagen haben wir die motivierende Wirkung von Musik beim Sport unter die Lupe genommen (hier geht es zum Artikel). Im folgenden Artikel findet ihr ein paar Tipps zur Liedauswahl.

Bevor ihr euch eine Playlist fürs Training erstellt, sollte man ungefähr wissen, wie lange die Einheiten geplant sind – stehen dabei 20, 30 oder 40 Minuten Training auf dem Plan? Anschließend geht es um den „dramaturgischen“ Aufbau, der sich nach den einzelnen Trainingsphasen orientiert. Beim Laufen wäre das bspw. Aufwärmen, Tempo aufnehmen, Tempo halten und Abwärmen – ähnliche Sequenzen gibt es aber auch beim Krafttraining.

laufen-musik Foto: Flickr by Ed Yourdon

laufen-musik Foto: Flickr by Ed Yourdon

Am Anfang kann man ruhig ein paar Lieblingssongs setzen. Eine bekannte Melodie am besten mit positivem Text bringt einen zu Beginn des Trainings in gute Stimmung. Wobei das Musiktempo eher mäßig sein sollte, damit noch Steigerungspotential vorhanden ist.

Was ist bei der Musikauswahl zu beachten?


Für die anstrengenden Trainingsphasen bieten sich schnelle und monotone Dance-, Electro- oder Technostücke an. Hauptsache ein regelmäßiger, treibender Beat ist vorhanden. Die Melodie ist eher nebensächlich. Der Klassiker schlechthin aller Trainingslieder ist „Gonna Fly Now“ – wobei wohl jeder von uns an Rocky bzw. Sylvester Stallone denken muss.

Das wichtigste bei der Auswahl der Trainingsmusik: Jeder sollte die Titel für seinen ganz persönlichen Soundtrack aus den eigenen Lieblingsgenres wählen – egal ob Charts, Hip-Hop oder Hardrock. Im Krafttraining sind dabei besonders Heavy Metal, Hardrock oder Gangster-Rap beliebt.

Als besonders motivierend – egal ob beim Laufen oder Krafttraining – haben sich Lieder mit positiven Affirmationen herauskristallisiert. Beispielsweise ein „Keep on running“, „You’ve got the power“ oder häufiges „Yeah“ treiben an und stärken das Selbstbewusstsein. Gut sind zudem Texte, in denen es um Durchhalten, Bewegung und Motivation geht. Bei vielen Joggern gehört daher Eminem mit seinem Klassiker „Loose yourself“ zum festen Playlist-Bestandteil.

Für die Entspannungsphase sind ruhigere und langsamere Klänge angebracht. Kurz zusammengefasst lässt sich sagen: Schnelle Musik bei hoher Intensität, langsame in der Regenerationsphase.

Auch mal ohne Musik trainieren

Doch wie jeder von uns bestimmt schon mal erlebt hat, nutzt sich auch die Trainingsmusik mit der Zeit ab. Sobald die Songs anfangen zu nerven oder man sie sich überhört hat, am besten aus der Playlist streichen bzw. eine komplett neue Playlist erstellen. Apropos streichen: Nicht in jeder Trainingseinheit ist eine musikalische Untermalung sinnvoll. Hin und wieder den MP3-Player auch mal zuhause lassen. Denn auch in diesem Zusammenhang ist Abwechslung förderlich. Schließlich sollte man sich gelegentlich auch im Training ungestört auf die Atmung und richtige Ausführungstechnik der Übungen konzentrieren können.

Gefahren von Musik beim Sport

Zudem darf nicht vergessen werden, dass der Musikgenuss beim Sport nicht unumstritten ist. Bei Läufern kann es bspw. zu einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol kommen, wenn beim Training laute und schnelle Musik gehört wird. Das trifft in erster Linie auf trainierte Läufer zu, die sich durch schnelle Musik eher belästigt fühlen. Anfänger und Hobbyläufer können aber durchaus von der Trainingsmusik profitieren.

Da auch ich das Laufen als Flucht der täglichen Reizüberflutung ansehen und ich dabei den Alltagsstress hervorragend abschütteln kann, achte ich darauf, dass ich regelmäßig ohne Rhythmus im Ohr laufe. Doch beim Krafttraining fällt es mir zugegebenermaßen wesentlich schwerer.


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