Tipps zum Frühsport: So klappt es mit dem Training vor der Arbeit

Dem Berufsleben ist es oftmals zu verdanken, dass wir unser sportliches Workout in die frühen Arbeitsstunden verlegen müssen. Doch um die Motivation ist es nach einem langen, schweren Arbeitstag auch nicht immer gut bestellt. Eine Alternative: Frühsport! Damit das Training am Morgen vor der Arbeit nicht zum Stress ausartet und was man bei der Herangehensweise zum Frühsportler beachten sollte, klärt folgender Artikel.

Nur die wenigsten haben Lust, ihr Kraft- oder Fitnesstraining am frühen Morgen noch vor der Arbeit zu absolvieren. Neben der mangelnden Lust ist der Fakt zu berücksichtigen, dass wir in der zweiten Tageshälfte einfach leistungsfähiger sind. Doch manchmal führt kein Weg dran vorbei. Schon gar nicht, wenn man den Feierabend lieber zu Hause als im überfüllten Studio verbringen will.

 

Da der Mensch ein Gewöhnungstier ist, kann man sich einfach zum Frühsportler umerziehen. Hierbei sollten drei Regeln beachtet werden.

Frühsport erfordert frühere Bettruhe

Zwar ist der Wechsel vom Abendsportler zum Frühsportler mit einigen Komplikationen verbunden, doch es ist machbar. Wer aber sein Training gleich an erste Stelle des Tagesablaufes setzt, kann nicht einfach eine Stunde später bei der Arbeit erscheinen – ausgenommen man ist Freiberufler oder arbeitet in der Gleitzeit. Entsprechend muss alles mindestens eine Stunde nach vorne geschoben werden, damit noch vor der Arbeit ausreichend Zeit fürs Training ist. Eine simple Gleichung. Das betrifft natürlich auch das Aufstehen. Doch statt einfach eine Stunde Schlaf wegzulassen, sollte man besser eine Stunde früher schlafen gehen. Schließlich ist es auch alles andere als ratsam, übermüdet und unausgeschlafen die Hanteln zu schwingen.

Kohlenhydrate am Abend


Mit dem Konsum von Kohlenhydraten sollte man Abend eher sparsam sein. Doch wenn am Folgetag in den frühen Morgenstunden ein anstrengendes Krafttraining auf dem Programm steht, sollte man vorplanen bzw. –essen. Schließlich werden die Glykogenspeicher vom Körper während der Nacht fast komplett entleert. Und ohne ausreichend Muskelglykogen wird das Leistungsniveau im Fitness-Studio negativ beeinflusst, da man einfach weniger Kraft hat. Um diesem Defizit an Glykogen und Leistung entgegenzuwirken können gesunde Kohlenhydrate am Abend helfen. Vor allem komplexe Kohlenhydrate sollte konsumiert werden, die einen hohen Anteil an Ballaststoffen und Vitaminen liefern. Dazu gehören u.a. Vollkornhaferflocken, Sojaprodukte, Obst und Gemüse, Brokkoli oder Süßkartoffeln. Klassische Kohlenhydratlieferanten wie Kartoffeln oder Brot sollte dagegen nur in Maßen gegessen werden.

Frühsport erfordert längeres Aufwärmen

Schlechte Nachricht für alle, die vom Aufwärmen nicht viel halten. Denn wer am Morgen trainiert, sollte seinen Körper länger als sonst üblich durch ein moderates Aufwärmprogramm auf Betriebstemperatur bringen. Denn zum einen ist die Körperkerntemperatur morgens niedriger als am Nachmittag, zum anderen ist der Hormonhaushalt nicht wirklich auf Leistung, Training und körperliche Anstrengung programmiert. Das lässt sich ändern. Doch um den Körper auch am Morgen schon leistungsfähiger zu machen, sollte man das Aufwärmen ausweiten. Für das Cardio-Warm-Up sind 10 Minuten einzuplanen, während an den Gewichten und Kraftmaschinen zusätzlich zwei bis drei Aufwärmsetzen auf der Liste stehen. Dadurch wird nicht nur ein radikaler Leistungseinbruch verhindert, sondern auch Verletzungen vorgebeugt.

Wenn man dann noch vor dem Schlafen gehen seine Sporttasche packt, rechtzeitig ins Bett geht und noch eine energiereiches aber leichtes Frühstück zu sich nimmt, ist man für den Frühsport bestens gewappnet.

Falls ihr noch weitere Tipps und Tricks kennt, wie und was man beim Umstieg vom Abend- zum Frühsport beachten sollte, dann bitte mitteilen.


4 Responses to Tipps zum Frühsport: So klappt es mit dem Training vor der Arbeit

  1. Luise Keller 21. April 2011 at 11:29 #

    Ich versuche auch morgens vor der Arbeit Sport zu machen. Die ersten Wochen und Monate waren nicht gerade einfach da der innere Schweinehund jeden morgen grüßt. Jetzt bin ich so daran gewöhnt das mit etwas fehlt wenn ich morgens keinen Sport machen. Mir hat geholfen vorher zu Frühstücken. Mein Kreislauf ist dann ein wenig angekurbelt und so macht das ganze mehr Spaß! Und mal davon abgesehen, man füllt sich den ganzen Tag super!!!

  2. Dieter 21. April 2011 at 18:12 #

    Ich habe auch schon das ein oder andere mal am Morgen trainiert. Kostet zwar mehr Überwindung aber gibt einem den ganzen Tag ein gutes Gefühl.

    Was würdet Ihr als Frühstück vor einem morgendlichen Lauf empfehlen?

  3. Muskel Guide 27. April 2011 at 10:58 #

    Sehr guter Artikel! Ich persönlich habe meine beste Trainingszeit eher spät Nachmittags so um ca. 18 Uhr, daher kann ich nichts zum Training in der Früh sagen. Für mich wäre es jedoch auch zeitlich nicht machbar. Was ich aber bestätigen kann ist, das sich die Aufwärmphase dadurch etwas verlängert um den Körper auf Betriebstemperatur zu bekommen.

  4. 4fitness 20. Juni 2011 at 09:00 #

    Es hat schon was, den jungen Tag sportlich zu begrüßen. Ich bin allerdings ohne Frühstück kaum einsatzfähig, kann aber logischerweise auch nicht direkt nach dem Frühstück laufen gehen. Also hat sich das morgendliche Laufen schon mal erledigt. Da gibt es nur eine Alternative: Ein Crosstrainer. Da kann man mit wenig Frühstück anfangen und aufhören, falls man zu viel Hunger bekommt. Andererseits kann dabei auch etwas mehr im Magen sein, weil die Schüttelbewegung vom Laufen entfällt. Und falls der Darm gleich aktiv wird, ist ja die Toilette zur Not in der Nähe.
    Dieses Morgentraining ist zudem unabhängig vom Wetter und von der Dunkelheit.

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