Trailrunning – Die Vorteile beim Querfeldeinrennen Teil II

Es ist kein Wunder, das Trailrunning immer beliebter wird. Ein wichtiger Aspekt ist dabei natürlich der Abwechslung geschuldet, die das Querfeldeinrennen garantiert. Doch das Laufen durch den Wald und über Stock und Stein macht nicht nur Spaß, sondern bietet viele Vorteile im Vergleich zum normalen Joggen auf einer ebenen Strecke.

  • Höhere Maximalkraft durch Beragablaufen

Eine klassische Kategorie des Trailrunning ist das Bergablaufen. Und wer steile Hänge herunter läuft darf sich über einen kräftigenden Effekt freuen. Doch wie kommt das zustande? Wenn wir einen Berg abwärts laufen wird der Fuß wesentlich stärker belastet, als beim Laufen auf einer ebenen Laufstrecke. Das Nervensystem lernt in diesem Fall, mehr Muskelfasern gleichzeitig zu aktivieren, um der erhöhten Belastung entgegenzuwirken. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass sich die Maximalkraft in den Beinen verbessert und das wiederum der Schnelligkeit zugute kommt.

  • Laufstil wird verbessert

Ein typisches Merkmal beim Trailrunning sind die sich permanent wechselnden Laufuntergründe. Ob nun Waldboden, Straße, Wiese, Sand oder Matsch. Wer Querfeldein läuft, tut seiner Lauftechnik etwas Gutes. Denn ähnlich wie bei den Übungen des „Lauf-ABCs“ muss man beispielsweise die Knie beim Überspringen von natürlichen Hindernissen sehr hoch anheben oder es kommt zu unterschiedlichen Schrittlängen. Dadurch werden Fehler automatisch verbessert und der Lauf somit ökonomischer und letztendlich auch schneller.

  • Ausweichmanöver gegen Überbelastung

Doch natürliche Hindernisse a la Gräben, Baumstämme oder Pfützen lauern beim Trailrunning natürlich nicht nur am Boden. Jeder der schon mal auf kleinen Trampelpfaden durch den Wald gejoggt ist, weiß, dass überall mit herunterhängenden Ästen zu rechnen ist, die einem zum Ausweichmanöver zwingen. Diese kleinen Veränderungen des Oberkörpers durchbrechen monotone, gleichförmige Muskelbelastungen. Und wechselnde und vielseitige Belastungen schützen im Endeffekt den Bewegungsapparat vor Überbelastungen, die beim endlos langen Joggen auf ebenen Strecken auftreten können.

  • Geistliches Training

Nicht nur körperlich ist das Trailrunning eine neue Erfahrung mit neuen Trainingsreizen und Anforderungen. Schließlich wird auch der Geist gefordert – und das nicht zu knapp. Man muss blitzschnell auf die sich verändernden Begebenheiten reagieren und sich einen Laufweg im Kopf zurechtlegen. Natürlich spielt auch das Reaktionsvermögen und die Flexibilität eine wichtige Rolle, um plötzlich auftauchenden Hindernisse auswichen zu können. Und da man geistig immer hellwach sein muss, wird von der körperlichen Anstrengung des Laufens unterbewusst abgelenkt.

Fazit

All die dargestellten Vorteile (hier geht’s zu Teil I) sollten Anlass genug sein, sich mal im Trailrunning auszuprobieren. Wobei aber immer sorgsam mit der Natur umgegangen werden soll. Aber auch als Anfänger sollte man sich in Zurückhaltung üben und nicht blind in den nächsten Wald laufen. Um sich nicht zu verlaufen, sind Kenntnisse des Streckenprofils sehr wichtig. Zudem darf nicht vergessen werden, dass die Muskulatur beim Trailrunning sehr gefordert wird. Untrainierte überfordern den Körper schnell und ermüdete Muskeln können die Gelenke nicht ausreichend vor Verletzungen (vor allem im Sprunggelenk) schützen.

Daher langsam an das Experiment Trailrunning ranwagen. Am Ende wird es sich aber garantiert lohnen! Und wer will, kann auch mal Urban-Trailrunning ausprobieren.


2 Responses to Trailrunning – Die Vorteile beim Querfeldeinrennen Teil II

  1. Tim 25. März 2010 at 16:32 #

    Also nachdem ich den Artikel gelesen habe bin ich jetzt auch richtig daran interessiert Trailrunnung auszuprobieren. Klingt wirklich gut … eine Alternative zum „einseitigen“ Joggen

  2. Robert 25. März 2010 at 17:16 #

    @ Tim

    Ich habe es bislang auch erst dreimal ausprobiert, werde es aber jetzt regelmäßig in mein Laufalltag einbauen. Macht echt Laune. Am besten du schnappst Dir nen Kumpel und ab gehts.

    Tipp: Unbedingt auf festes Schuwerk achten. Vielleicht nicht beim ersten Trailrun, aber wenn Du Gefallen dran gefunden hast und es öfter ausprobieren willst, solltest Du Dir Trailrunning-Schuhe kaufen.

    VG
    Robert

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